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Dynamo Dresden hat aufgrund Randale seiner Fans bei drei Auswärtsspielen auf Gästetickets verzichtet. Der Präsident des NOFV bezeichnete dieses Vorgehen nun als Eigentor.

Dresden. Nachdem Problemfans von Zweitligist Dynamo Dresden beim Auswärtsspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern vor einigen Wochen zum wiederholten Mal randalierten, reagierte der Verein umgehend und schloss seine Anhänger für drei Partien in der Fremde aus. Diesen freiwilligen Fanverzicht bezeichnete Rainer Milkoreit, Präsident des Nordostdeutschen Fußball-Verbande (NOFV)s, nun als Eigentor.

„Das Ansinnen der Dresdner war löblich, aber jetzt müssen sie zusehen, wie andere den Kartenverkauf organisieren. Das war ein Eigentor“, sagte Milkoreit.

Aue organisiert Kartenverkauf selbst

Hintergrund: Gegner Erzgebirge Aue organisiert den Kartenverkauf der 2.700 Auswärtstickets für das Spiel am 10. März nun selbst und macht damit den freiwilligen Kartenverzicht der Dresdner quasi zunichte.

Dynamos Verantwortliche reagierten daraufhin mit Kritik, doch Milkoreit sieht die Gäste in der Pflicht: „Dynamo darf es sich nicht so leicht machen und sagen: ’Wir stehen jetzt nicht mehr in der Verantwortung.’ Sie sind jetzt wieder in die Pflicht genommen, weil viele Dynamo-Fans nach Aue fahren werden.“

Der NOFV-Präsident geht sogar noch weiter und glaubt, dass potentielle Randalierer die Tickets sogar nun noch einfacher erhalten könnten. „Jetzt kommen vielleicht die extremen Fans leichter an Karten“, befürchtet Milkoreit.

Ärger zwischen den Vereinen

Auch unter den beteiligten Vereinen sorgt der Fall für Ärger. Nachdem Aues Geschäftsführer Michael Voigt der Dresdner Morgenpost sagte, dass Dynamo-Geschäftsführer Christian Müller „sogar schriftlich seine Hilfe für den Vorverkauf in Dresden angeboten“ hat, distanzierte sich Dresden von diesem Zitat und bekräftigte in einer Stellungnahme, dass dieses Angebot weder mündlich noch schriftlich unterbreitet wurde.

Stattdessen wurde lediglich in Aussicht gestellt, die Heimmannschaft bei der Absicherung des Gäste-Blocks zu unterstützen, sollten Karten dafür verkauft werden. Neben dem Sachsenderby sind auch die Auswärtsspiele bei Eintracht Braunschweig und Union Berlin vom Kartenverzicht der Dresdner betroffen.

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