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Seit vier Partien kassierte Köln kein Gegentor mehr. Die starke Defensive war auch gegen Union Berlin der Schlüssel zum Erfolg. Wir sprachen mit den Kölner Abwehrspielern.

Aus Köln berichtet Daniel Uebber. Man hatte das Gefühl, das Spie hätte auch noch drei Stunden weiter andauern können – Union Berlin hätte wohl kein Tor erzielt. Drei magere Torschüsse aus der Distanz, mehr ließ die Abwehrreihe des 1. FC Köln einfach nicht zu. Wieder einmal konnte sich Kölns Trainer Holger Stanislawski auf seinen Defensiv-Verbund verlassen. Bereits zum vierten Mal hintereinander spielten die Kölner zu Null. Goal.com sprach nach dem 2:0-Erfolg der Kölner gegen Berlin mit den FC-Spielern Dominic Maroh, Stefan Maierhofer, Timo Horn, Jonas Hector und Christian Clemens. Auch Ex-FC-Spieler Simon Teroddekam zu Wort.

 Simon Terodde: „Wir haben kein Mittel gefunden“

 Auch wenn Union laut Statistik ebenso viele Torschüsse abgab, wie der 1. FC Köln (drei), waren diese doch eher harmlos und aus der Distanz. Eine zwingende Torchance konnten sich die Berliner nicht erarbeiten. Woran das lag, versuchte Stürmer Simon Terodde zu erklären: „Wir haben einfach kein Mittel gefunden. Wir wussten, dass die Kölner in den ersten 30 Minuten Vollgas-Fußball spielen werden. Dagegen konnten wir uns nicht stemmen. Folgerichtig fällt das 1:0 und danach sind wir nie mehr richtig in den 16er gekommen und daher verlieren wir hier heute verdient. Wir hatten im ganzen Spiel nur eine halbwegs brauchbare Torchance.“

Dominic Maroh: „Ich bin geil darauf, Tore zu verhindern“

Als wahre Bank in der FC-Innenverteidigung agierte Dominic Maroh. Hellwach in den Zweikämpfen und mit guter Übersicht im Stellungsspiel meldete er gemeinsam mit Kollege Kevin McKenna die Berliner Offensive ab. Was der Deutsch-Slowene zur Leistung des FC sagte? „Man kann sagen dreiviertel des Spiels war schon relativ klar. Wir waren sehr dominant. Nur gegen Ende der ersten Halbzeit haben wir uns etwas zu sehr zurückgezogen. Aber das haben wir heute gut kompensiert. In der Halbzeitpause haben wir uns gesagt, dass wir unbedingt noch einen drauf legen wollen. Und wir hatten ja auch noch zwei, drei weitere gute Chancen. Heute war einfach wichtig, dass wir gewinnen. Ich fand es war ein gutes Spiel, vor allem auch in der Defensive. Die Mittelfeldspieler haben sich defensiv auch richtig reingehauen. Das war eine gute Mannschaftsleistung. Ich bin richtig geil darauf, Tore zu verhindern. Mir macht es persönlich mehr Spaß, als Tore zu schießen.“

Jonas Hector: „Die Defensiv-Leistung wird von allen erbracht“

Eine richtig starke Partie zeigte auf der Position des linken Verteidigers Jonas Hector. Er konnte nicht nur defensiv glänzen, sondern auch einige gute Vorstöße vorweisen. Angesprochen auf seine starke Leistung, lobte Hector aber lieber die Kollegen aus dem Mittelfeld: „Es liegt ja nicht nur an der Viererkette. Wenn man sieht, wie viel zum Beispiel auch ein Christian Clemens nach hinten mitarbeitet. Wie er mit nach hinten sprintet und Bälle weg spitzelt. Das ist vielleicht so ein Paradebeispiel dafür, dass die Defensivleistung von der ganzen Mannschaft vollbracht wird.“

Stefan Maierhofer: „Ich bin der erste Verteidiger“

Selbst die Stürmer des FC hängten sich in der Defensive richtig rein. Stefan Maierhofer spulte dabei ein Laufpensum ab, als wolle er für den Köln-Marathon trainieren: „Sicher, so ein Marathon wäre auch mal was für mich“, scherzte der Österreicher. „Ich bin der erste Verteidiger und möchte natürlich den Mittelfeldspielern dadurch etwas Arbeit abnehmen. Sicher ist da auch der ein oder andere Meter tot, aber ich setze natürlich auch die Verteidiger unter Druck. Und wenn der dann sieht: „Scheiße, da kommt schon wieder der lange Österreicher, wohin mit dem Ball?“, dann glaube ich, habe ich einen guten Job gemacht.“

Timo Horn: „Es fällt den Gegnern schwer, ein Tor gegen uns zu erzielen“

Nahezu langweilig war das Spiel gegen Union für FC-Keeper Timo Horn, der fast beschäftigungslos war. Woran er die starke Defensiv-Leistung seiner Mannschaft festmachte?

„Wir haben mit Kevin McKenna natürlich einen Spieler, der sehr viele Kopfballduelle gewinnt. Gerade in der zweiten Liga ist das sehr wichtig, weil viele Mannschaften eben auch mit langen Bällen agieren. Da sind wir sehr gut, da lassen wir kaum zu, dass Bälle verlängert werden. Dominic Maroh macht seine Sache auch sehr gut, ist sehr zweikampfstark. In der Innenverteidigung sind wir sehr gut aufgestellt. Miso Brecko macht auf mich auch einen viel besseren Eindruck als in der letzten Saison. Er ist offensiv auch viel stärker geworden und Jonas Hector spielt für seine erste Profisaison auch sehr gut. Wir verstehen uns auf dem Platz auch sehr gut, das ist wichtig, um defensiv gut zu stehen.“

 

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