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Ein Abstieg bedeutet für einen Fußballverein auch immer einen Umbruch. Ein solcher Umbruch bietet vor allem den jungen Spielern häufig eine Chance - so auch bei der Berliner Hertha

Berlin. Der Kader von Hertha BSC wurde nach dem Abstieg kräftig durchgemischt. Elf Neuzugänge und zwölf Abgänge, dazu noch mit Jos Luhukay ein neuer Trainer. Während Spieler wie Peer Kluge oder Marcel Ndjeng vor allem kurzfristig helfen sollen, stehen mit Nico Schulz, Hany Mukhtar und Marco Djuricin drei längerfristige Lösungen schon in den Startlöchern.

Nico Schulz

Nico Schulz ist zwar freilich kein neues Gesicht im Profikader der Berliner, jedoch ist der 19-jährige nun erstmals fester Bestandteil der Berliner. Das sah in den vergangenen zwei Jahren noch wesentlich anders aus. Mit erst 17 Jahren von Markus Babbel bereits zu den Profis beordert, kam er in der Saison 2010/2011 bereits auf 23 Einsätze, welche allerdings im Schnitt nur 26 Minuten lang waren. Darüber hinaus kam er in jener Spielzeit auch auf acht Einsätze bei der zweiten Mannschaft Herthas. Für einen erst 17-jährigen konnte sich diese Statistik wahrlich sehen lassen, zumal er im Profibereich auch zwei Scorerpunkte sammeln konnte. Durch ein Pfeiffersches Drüsenfieber zurückgeworfen, verpasste er einen Teil der Vorbereitung und den Saisonstart 2011/2012. Es sollte symptomatisch für jene Saison stehen, denn unter dem Strich stand neben Herthas erneutem Abstieg eine auch für Nico ernüchternde Bilanz: kein Einsatz bei den Profis, 14 Spiele für die zweite Mannschaft und zehn Spiele für die A-Jugend.

Im zweiten Anlauf

Mit dem neuerlichen Umbruch erhielt Nico eine weitere Chance bei den Profis und kann bereits jetzt auf zwei Scorerpunkte nach fünf Spielen zurückblicken. Der Platz im Kader der Berliner ist ihm im Moment sicher, lediglich die Position noch unklar. Bekleidete der flinke Linksfuß zu Beginn noch die Rolle des Linksverteidigers, agierte er in den letzten Spielen wesentlich offensiver. Letztere Rolle scheint ihm besser zu liegen, schließlich konnte er so zweimal für Ronny auflegen.

Hany Mukhtar

Hany Mukhtar ist erst 17 Jahre alt und darf sich dennoch schon Deutscher Meister nennen, genau genommen Deutscher B-Jugend Meister. In der letzten Saison führte er nämlich Herthas U17 als Kapitän zur Meisterschaft und steuerte dabei selbst 17 Tore und 19 Vorlagen bei. Dank dieser überragenden Bilanz durfte er in der Vorbereitung auf die aktuelle Saison mit ins Trainingslager der Profis, wo er einen guten Eindruck hinterlassen konnte. Der offensive Mittelfeldspieler soll nun zunächst langsam an das Profi-Geschäft herangeführt werden. Deshalb stehen aktuell vier Einsätze in der zweiten Mannschaft zu Buche, bei denen er stets über die vollen 90 Minuten spielen durfte und ein Tor vorbereiten konnte. Des Weiteren durfte er gegen Dynamo Dresden, als er in der 90. Spielminute eingewechselt wurde, erstmals Profi-Luft schnuppern.

Marco Djuricin

Während die beiden oben genannten Spieler langsam an den Profi-Fußball herangeführt werden, wurde Marco Djuricin am 20.08.2010 ins kalte Wasser geworfen. Der damals 17-jährige war eigentlich für die zweite Mannschaft Herthas vorgesehen, konnte sich dank einer guten Vorbereitung aber zunächst für die Profis empfehlen. Zu einem Einsatz kam er dennoch schneller als erwartet, da Rob Friend verletzungsbedingt bereits nach 18 Minuten das Feld verlassen musste. Hertha lag zu jenem Zeitpunkt mit 0:1 zurück, drehte das Spiel jedoch durch ein Tor von Domovchiyski und zwei Toren von Marco Djuricin. Es schien, als hätte die Hertha einen neuen Shootingstar, doch Djuricin konnte seine Leistung in der ersten Mannschaft nicht bestätigen und wurde im Konkurrenzkampf von einem gewissen Pierre Michel Lasogga überholt. So kam der gebürtige Wiener im Saisonverlauf nur auf acht weitere Einsätze in der 2. Bundesliga. Während er sich in der zweiten Mannschaft mit der Zeit gut einfand und in der Saison 2011/2012 in 16 Spielen neun Tore erzielte, erhielt er in der ersten Liga nur zwei Mal die Gelegenheit, sich zu empfehlen. Mit dem erneuten Abstieg machte sich der mittlerweile 19-jährige berechtigte Hoffnungen auf einen Platz im Profi-Team.

Weiterhin ohne Chance

Jos Luhukay entschied sich jedoch für arriviertere Stürmer, sodass für Marco Djuricin zunächst kein Platz im Kader mehr war. Anfang August wurde publik, dass der aktuelle U21-Nationalspieler für eine Saison an den Zweitligisten Jahn Regensburg verliehen wird, wo er derzeit zum Stammpersonal gehört. Dass man dem Leihvertrag keine Kaufoption beigefügt hat, zeigt dennoch, dass man in Berlin weiterhin mit dem technisch starken Stürmer plant.

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