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Wieder kein Tor, wieder kein Sieg. Trotzdem bleibt man in Köln nach dem 0:0 gegen St. Pauli positiv. Die Neuzugänge Bigalke und Ujah überzeugten.

Köln. Nach einer turbulenten Länderspielpause, in der die plötzliche Vertragsauflösung des von eigenen Fans bedrohten Kevin Pezzonis zum nationalen Thema hoch kochte, sollten wieder sportliche Schlagzeilen am Rhein geschrieben werden, doch auch im fünften Anlauf bleibt dem 1. FC Köln ein Erfolgserlebnis verwehrt. Die „Geißböcke“ rangieren nach nur einem erzielten Saisontreffer sieglos auf Rang 16 der Zweitliga-Tabelle. Dennoch würdigten die Anhänger die Leistungen ihrer Mannschaft mit deutlichen Applaus nach dem 0:0 gegen St. Pauli am Montagabend (zum Spielbericht). Der konsequente Umbruch wird von allen Seiten getragen, Leistung, Einsatz und Teamgeist stimmen, Stanislawski genießt volle Rückendeckung, obwohl der Traditionsclub derzeit einen Abstiegsplatz bekleidet. „Nun müssen wir unsere Chancen endlich nutzen“, resümiert Neuzugang Anthony Ujah treffend gegenüber Goal.com.

Der nigerianische Stürmer, der leihweise aus Mainz kam, überzeugte ebenso bei seinem FC-Debüt wie Regisseur Sascha Bigalke, der dem starren FC-Spiel den gewünschten Esprit verlieh. Warum die Domstädter kurz vor Ladenschluss in Unterhaching noch einmal zugriffen, wurde gestern sofort sichtbar: Der 22-Jährige ist flink, wendig, voller Ideen und sich für keinen Laufweg zu schade. Selbst Hackentricks gelangen dem unbekümmerten Jungnationalspieler mühelos, der sich von der großen Kulisse überhaupt nicht aus der Ruhe bringen ließ. Bereits vor der Partie wurden Vergleiche mit Thomas „Icke“ Häßler gezogen, ebenfalls gebürtiger Berliner und kleingewachsener Regisseur, doch nur ein Auftritt reichte Bigalke, um sich in die Herzen der Kölner zu spielen und zum neuen Hoffnungsträger zu avancieren.

Maroh schwärmt von Bigalke

Lob für den Neuzugang gab es nach Abpfiff auch von den Mannschaftskameraden. Dominic Maroh schwärmt: „Es macht Spaß, ihm zuzusehen. Uns hatte jemand gefehlt, der den finalen Pass spielen kann.“ Mit Ujah hat der FC nun auch endlich einen robusten Stürmer in seinen Reihen, der als zentrale Anspielstation funktioniert, sowohl den Abschluss suchen, als auch hohe Bälle auf seine Nebenleute ablegen kann. Bereits im Training beeindruckte der 21-Jährige und traf aus allen Lagen. Zwar blieb Ujah gegen St. Pauli ohne Tor – was auch damit zu tun hatte, dass zu wenig brauchbare Vorlagen durchkamen – dennoch überzeugte auch er bei seiner Premiere im RheinEnergieStadion.



„Wir haben unser Bestes gegeben“, so Ujah. „Man kann stolz über unseren Einsatz sein, es war ein guter Schritt, aber die Chancen müssen rein. Wir brauchen einen Sieg, Matchpoints. Aber ich bin positiv gestimmt nach der Partie, dass die Siege kommen werden.“ Bigalke indes zeigte sich „nicht zufrieden“ über das torlose Remis. „Wir haben kein Tor erzielt, auch wenn wir gut marschiert sind.“

Hoffen auf die englische Woche

„Verhext“, „vernagelt“, sagt Stanislawski, „das Ding will einfach nicht über die Linie“, hält Maroh frustriert fest. „Seit drei, vier Wochen sage ich hier dasselbe. Aber es war wichtig, zu Null gespielt zu haben. Der Teamspirit ist da, der Einsatz war fantastisch. Unser einziges Problem bleibt, dass wir kein Tor schießen. Jetzt blicken wir auf die englische Woche und hoffen, dass es jetzt eine Serie gibt.“ Bereits am Freitag bekommen die Kölner in Berlin gegen Union eine neue Chance, den Knoten endlich platzen zu lassen.

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