Hertha BSC: Wagner weiß wieder, wo das Tor steht, und will nun angreifen

Nach einem zuerst mäßigen Saisonstart in der 2. Liga – vier Punkte aus drei Spielen – wittert die Hertha nach dem Derbysieg gegen Union im vierten Spiel nun Morgenluft.
Berlin. Der Start nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga verlief für Hertha BSC eher durchwachsen. Nach drei Spielen hieß es Platz 13 mit vier mageren Punkten. Doch durch den Derbysieg gegen Union Berlin (bei Union konnte ein 2:1-Erfolg gefeiert werden) ging es auf den sechsten Tabellenplatz hoch und siehe da, die Hertha wittert wieder Morgenluft. Geht es nach Sandro Wagner, Torschütze beim Derbysieg, wird es sogar schwer, die Berliner in der Zukunft zu schlagen und der direkte Wiederaufstieg ins Oberhaus ist das erklärte Ziel.

Rückenwind durch Derbysieg

War der 2:1-Auswärtserfolg der Hertha gegen Union Berlin die Initialzündung? Ja – zumindest wenn es nach den Spielern der Hertha geht. Sandro Wagner sagte gegenüber Bild: „Wir haben am Saisonstart Kredit bei den Fans verspielt, aber jetzt viel davon zurückgeholt. Jetzt will Hertha oben angreifen. Machen wir so weiter, wird es schwer, uns im Aufstiegskampf aufzuhalten!“

Ist Union wirklich ein Maßstab?

Schon vor dem Derby war Union irgendwie nicht das Maß der Zweitliga-Dinge, auch wenn ein Derby seinen eigenen Charakter hat. Immerhin stand Union mit einem mageren Punkt aus drei Partien noch bescheidener da als die Hertha. Und doch feiert Hertha den Erfolg mit Vehemenz. So ließ Wagner seinen Statements folgen: „Der Aufstieg wird kein Selbstgänger! Wir müssen immer an die Grenze gehen. Aber der Derby-Sieg war ein Ausrufezeichen, dass wir in Gang kommen. Nach den Spielern, die bei uns auf der Bank sitzen, würden sich andere Klubs die Finger lecken.“ Gemeint sind damit beispielsweise Adrian Ramos und Ronny, welche in Teamarbeit die Siegtreffer einstielten.

Jos Luhukay: „Ab Oktober sind war fast unschlagbar“

„Die Botschaft hört man wohl, allein es fehlt der Glaube“, könnte man abgewandelt nach Faust sagen. Doch Luhukay sieht die Situation entspannt: „Es war das erste Mal, dass ich komplett zufrieden war, was Leidenschaft betrifft. Zeigen wir absoluten Einsatz, kommt der Rest von allein. Wir sind von Platz 13 auf 6 in der Tabelle gesprungen. Der letzte Schritt ist jetzt, spielerische Stabilität zu schaffen.“ Ein Maßstab wird dann kommen, muss man gegen Mitbewerber um den Aufstieg antreten. Bis dahin war es ein Derbysieg um die Vormachtstellung in der Bundeshauptstadt – nicht mehr und nicht weniger.

EURE MEINUNG: Wie sollte man den Derbysieg bewerten?
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