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Das Lazarett der „Geißböcke“ wird immer größer. Der Kader besteht aktuell nur noch aus 16 Spielern plus Torhüter. Das Verletzungspech soll Ursachen in der Vergangenheit haben.

Köln. Die Liste der Verletzten beim 1.FC Köln wird von Woche zu Woche länger. Die Nerven liegen blank. Der Saisonstart in der 2. Bundesliga wurde in den Sand gesetzt. Am Wochenende steht das Erstrundenspiel im DFB-Pokal bei der SpVgg Unterhaching an. Holger Stanislawski sieht einen Zusammenhang zwischen der aktuellen Verletzungsmisere und den Fitness-Defiziten aus der vergangenen Saison.

Indirekte Kritik am Ex-Coach

„Der Kader stellt sich von selbst zusammen. Wir haben noch 16 Feldspieler plus Torhüter“, so Stanislawski  zur aktuellen Situation beim FC gegenüber dem Express. Praktisch wöchentlich fällt ein Spieler wegen einer muskulären Verletzung aus. So sind Kevin Pezzoni, Mato Jajalo, Adil Chihi und Adam Matuschyk wegen eines Muskelfaserrisses nicht einsatzbereit. Die Brücke ist nicht schwer zu schlagen. Alle diese Spieler waren bereits letztes Jahr bei den „Geißböcken“.

Liest man zwischen den Zeilen, so könnte man eine Kritik am Vorgänger Stale Solbakken herauslesen. „An der Trainingssteuerung liegt es nicht. Sicherlich gibt es Gründe für diese Verletzungen. Da muss man schauen: Wer war letzte Saison schon da und wer nicht? An die neue Intensität muss der Körper sich gewöhnen“, sagte Stanislawski.



Wink mit dem Zaunpfahl

Zwar kommt der Name des Norwegers nicht über die Lippen des früheren Hoffenheim-Coachs, doch sind die Hinweise recht deutlich. „Ich habe die Trainingspläne nicht studiert und weiß nicht, wie viel sie im letzten Jahr gemacht haben“, so der 42-Jährige im Express. Denn ein Fitness-Defizit war nicht erst im Saisonendspurt zu erkennen. Daher ist die Verbindung zu der Trainingsarbeit der Vorsaison nicht abwegig.

Keinen Gang zurückschalten

Trotz der vielen Ausfälle will „Stani“ nicht von der Intensität der Trainingseinheiten abrücken. „Wir sind längst noch nicht da, wo wir hinwollen. Deshalb waren wir auch am Donnerstag noch mal im Wald, haben einen Mix aus Ausdauer- und Intervall-Belastung gemacht. Wir müssen Umfang und Intensität hochhalten“, sagte der Trainer vor dem DFB-Pokalspiel.

Der ehemalige St. Pauli-Coach möchte das „richtige Niveau“ erreichen, um die Saison noch erfolgreich zu gestalten. Dass die Trainingsmethoden greifen, beweist der Fall Matthias Lehmann, der seit er beim FC ist, rund fünf Kilo Gewicht verloren hat.

Dies kann als Indiz für die gute Arbeit im Training genommen werden. Stanislawski erklärte dem Express dazu: „Er sagt, er fühlt sich immer besser. Wenn man wie Matuschyk in Düsseldorf sechs Monate kaum eine Rolle gespielt hat, oder wie Lehmann in Frankfurt fast ein Jahr außen vor war, dann gewöhnt sich der Körper daran. Dann muss man sich das wieder erarbeiten.“ Also können die Methoden des 42-Jährigen nicht ganz verkehrt sein.

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