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Die „Geißböcke“ befinden sich in der intensiven Saisonvorbereitung und Schaefer erklärt, warum nicht alle Spieler mittrainieren dürfen.

Köln. Frank Schaefer, sportlicher Leiter des 1. FC Köln, will die aktuelle Situation des Vereins „mit viel Sinn und Verstand“ lösen. Dazu gehört anscheinend auch, dass nicht alle 36 Spieler am Mannschaftstraining teilnehmen. Auf der offiziellen Internetseite des Vereins stand er Rede und Antwort.

Training ohne Geromel und Novakovic

Warum die Wechselkandidaten Geromel und Novakovic nicht mit trainieren? Grundsätzliche gehe es darum, „eine neue Mannschaft zu formen und den Umbruch konsequent voranzutreiben,“ so Schaefer. Die Mannschaft müsse sich einspielen: „Wir haben es mit einer Gruppe zu tun, die sich als Team ganz neu finden muss. Die Spieler müssen lernen, sich aufeinander einzulassen, zu verstehen, wie der Mitspieler tickt.“

„Es wären 36 Spieler gewesen!“

„Es ist in diesem Sinne einfach unrealistisch, mit so vielen Spielern eine Profi-Mannschaft aufzubauen und zu trainieren“, so Schaefer. Auf die Frage was es im Detail für Training und Saisonvorbereitung bedeute, wenn 30 Spieler auf dem Platz stehen, antwortete er: „Zunächst einmal: Es wären 36 Spieler gewesen! In dieser Konstellation können elementare Aspekte des täglichen Trainings nicht berücksichtigt werden.“

Nichts und Niemand soll auf der Strecke bleiben

Ein Training mit so vielen Spielern sei aus verschiedenen Gründen nicht sinnvoll: „Du kannst zum Beispiel nicht permanent Trainings-Turniere mit drei Zehner-Teams spielen, nur um Spieler zu beschäftigen und zu bewegen. Auf der Strecke bleiben dabei auch die gruppentaktische Arbeit, das Erarbeiten von Automatismen sowie das differenzierte Training im individuellen Bereich, speziell mit jungen Spielern.“

„Gleiches gilt für Testspiele. Da bräuchtest du 20 Vorbereitungsspiele, um alle Spieler zu beschäftigen. Das alles wäre ein Ding der Unmöglichkeit, zumal der Stimmungsaspekt auch noch eine wesentliche Rolle spielt“, so der 48-Jährige weiter.

Zusammenstellung der Mannschaft entscheidend

Nach eigenen Aussagen wurden in der Vergangenheit nicht immer angemessen berücksichtigt worden: „Meiner Meinung nach hat die Vernachlässigung der Frage, wie eine Mannschaft als Gruppe fußballerisch, taktisch und menschlich zusammengestellt ist, zu den Problemen beigetragen, mit denen wir uns heute beschäftigen müssen.“

„(...) mit viel Sinn und Verstand“

„Deswegen bitten wir unsere Fans um Vertrauen. Diese Dinge sind von der neuen sportlichen Führung mit viel Sinn und Verstand so entschieden worden“, gab der Leiter der Abteilung Sport abschließend zu Protokoll, der das Führungstrio um Cheftrainer Holger Stanislawski und Jörg Jakobs komplettiert.

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