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Nach der Veröffentlichung der Bilanz für das Geschäftsjahr 2010/11 zieht man in Köln lange Gesichter – die „Geißböcke“ vermelden ein dickes Minus.

Köln. Der direkte Wiederaufstieg ist das Ziel des 1. FC Köln, doch angesichts der am Freitag veröffentlichten Bilanz gibt es wenig Hoffnung. Der Absteiger braucht dringend Geld.

Finanzieller Ruin?

Zunächst behaupteten Geschäftsführer Claus Horstmann und Oliver Leki, es ginge bergauf, doch diese Mutmaßungen erweisen sich als falsch. Das letzte Geschäftsjahr wurde mit 8,9 Millionen Euro minus abgeschlossen. Man hat sich viel zu sehr auf das Sportliche verlassen und auch einen Verkauf von Pedro Geromel abgelehnt, dessen Ablöse dieses Minus mit Sicherheit ausgeglichen hätte.

Mit dem Neuabschluss des IMG-Vertrags und die Verlängerung mit dem Hauptsponsor REWE fließt zusätzlich Geld in die Kassen, aber erst in Zukunft. Wie der Express erfuhr, geht das Minus alleine für Geromel, Rensing oder Novakovic drauf – zehn Millionen Euro.

Das Risiko einer Insolvenz ist weniger als ein Prozent, doch zunächst geht es darum, die Liquidität wieder herzustellen. Nun soll eine Millionen-Anleihe die Probleme lösen. Die Summe soll zwischen fünf und 12,5 Millionen Euro liegen, bei sechs Prozent Zinsen.

31 Millionen Euro Schulden

Insgesamt hat der 1. FC Köln laut Express 31 Millionen Euro Schulden, dazu der Abstieg. Wolfgang Niederecken hat Angst: „Wir sind hoffnungslos überschuldet, und es könnte sogar noch zu einer Pleite kommen. Dann wird der FC zur Thekenmannschaft“, meinte die Kölner BAP-Legende in einem Interview mit Sport1.

„Dazu gibt es nichts zu sagen“, so die Reaktion von Präsident Werner Spinner. „Jeder weiß, dass wir ein schweres Jahr vor uns haben, gerade wegen der Kostensituation bei den abzugebenden Spielern. Aber Insolvenz? Das ist Quatsch. Wir sind zuversichtlich, die anstehenden Aufgaben ordnungsgemäß lösen zu können“, wies er eine drohende Insolvenz zurück.

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