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Nach der Rekordstrafe muss der Verteidiger mit sich selbst ringen. Er ist noch bis zum Ende dieses Kalenderjahres gesperrt und fehlt die komplette Hinrunde.

Berlin. Levan Kobiashvili spürt die Folgen des verlorenen Relegationsspiels gegen Fortuna Düsseldorf am stärksten. Der Georgier wird Hertha BSC erst wieder im nächsten Jahr helfen können, um den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga zu schaffen. Ihm steht noch eine lange Leidenszeit bevor.

Rekordhalter

Der 35-Jährige geht unfreiwillig mit seiner Sperre in die Geschichtsbücher der Bundesliga ein. Seine Sperre geht noch bis zum 31.Dezember 2012, die im Zuge einer Tätigkeit im Relegationsspiel gegen Schiedsrichter Wolfgang Stark gegen ihn verhängt wurde. Mit dem Jahreswechsel darf der Verteidiger wieder am offiziellen Spielbetrieb teilnehmen. Dies ist die längste Sperre der Bundesliga-Historie. Er kann mit dem 20.Spieltag den Berliner beim Kampf um den Aufstieg behilflich sein. „Ich versuche, nicht jeden Tag darüber nachzudenken, das hilft mir nicht“, sagt Kobiashvili gegenüber Transfermarkt.de.

Doch sieht der frühere Schalker nicht alles schwarz. „Ich habe in meiner Karriere so viele Spiele gemacht. Ich glaube nicht, dass die mangelnde Spielpraxis ein Problem für mich sein wird.“ Neben der traurigen Rekordsperre hält der Georgier nämlich einen weiteren Rekord. Denn mit dem früheren Bayern München-Spieler Ze Roberto teilt er sich den Titel als „Ausländer mit den meisten Einsätzen“ in der obersten deutschen Spielklasse. Beide Spieler kommen dabei auf 336 Einsätze in der Bundesliga.



Hertha weiß, was sie an ihm hat


Doch die Hauptstädter haben den Routinier nicht fallen gelassen, sondern bauen auch zukünftig auf ihn, was an der Vertragsverlängerung bis 2014, - mit der Option auf ein weiteres Jahr, deutlich wird. Der 35-Jährige  soll als Vorbild für die jüngeren Spieler fungieren und seine Erfahrungen mit ihnen teilen. „Ich bin glücklich und dankbar, dass der Verein hinter mir steht“, so Kobiashvili.

Mentale Herausforderung

Sein neuer Trainer Jos Luhukay sieht, dass der Defensiv-Allrounder einen „positiven Charakter“ hat, doch attestiert er ihm auch, dass noch eine lange Leidenszeit vor ihm liegt. „Mental ist das unglaublich schwierig. Egal, wie sehr er sich im Training reinhängt - der Gedanke, dass er am Wochenende nicht spielen darf, wird immer in seinem Hinterkopf sein“, so der frühere FCA-Coach gegenüber Transfermarkt.de.

Kuriose Statistik

Dabei gilt der frühere Freiburger nicht als „Rüpel“ oder „Kartensammler“. Vor der vergangenen Saison, wo er innerhalb von nur fünf Wochen zweimal den Platz vorzeitig verlassen musste und insgesamt für drei Spiele aussetzen musst, war der Georgier lediglich einmal als Gelb-Rot- Sünder aufgefallen. Dies im April 1999 im Trikot der Breisgauer. Nun fällt er in der Hinrunde. Wenn Levan Kobiashvili dann aber wieder in der Rückrunde ran darf, wird es die 16. Saison im deutschen Profi-Fußball.

EURE MEINUNG: Kann Kobiashvili die mentale Herausforderung meistern?
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