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Im Karneval fiel er mit einer Alkoholfahrt negativ auf, nun spricht man in Köln sogar vom Kapitänsamt für Miso Brecko. Der will nun einen Neuanfang in jeder Beziehung.

Köln. Miso Brecko erlangte im vergangenen Karneval einen unseligen Ruf. Von einem ständig feiernden und trinkenden Spieler war die Rede, das dementierte der Slowene nun deutlich und will einen Neuanfang beim FC Köln, persönlich und im Klub.

„Wir waren keine geschlossene Einheit“

Die Trainigseinheiten in diesem Sommer sind härter als vor einem Jahr, doch wenn am Ende der Erfolg steht, ist es Brecko natürlich recht, auch wenn jetzt die Beine schmerzen. Er hofft nun auf echten Teamspirit über die ganze Saison hinweg, so sagte es der Bild: „Ich bin jetzt im fünften Jahr hier. Oft lief am Anfang alles gut, dann kamen die Probleme. Das muss diesmal anders sein. Ich glaube, mit den vielen jungen Spielern ist das jetzt der richtige Weg. Letztes Jahr waren wir keine geschlossene Einheit, zu oft kein Team!“

„Ich hatte immer ein gutes Verhältnis zu den Trainern“

Obwohl viele Spieler wie Geromel oder Rensing gehen mussten, so darf der slowenische Nationalspieler bei dem Umbruch mithelfen, was ihn aber nicht allzu sehr überrascht: „Ich hatte immer ein gutes Verhältnis zu den Trainern und Verantwortlichen im Verein. Natürlich hatte ich nach dem Abstieg viele Gedanken im Kopf. Und es gab so viele Sachen in Köln, die nichts mit dem Fußball zu tun hatten. Der ganze Zirkus war ab und zu belastend. Mein großes Ziel ist der Aufstieg. Ich spiele lieber in Köln als mit einem anderen Verein in der Bundesliga!“


„Meine Familie, meine Frau – sie haben mir immer Rückhalt gegeben.“

Bei der Entscheidung, Brecko mit bei dem Umbruch mitwirken zu lassen, dürfte rein sportliche Gründe gehabt haben, denn bekannt wurde er durch einen Unfall zur Karnevalszeit im Frühjahr. Im alkoholisiertem Zustand fuhr er seinen BMW in die Schienen. Im Nachhinein bereute er seine Fahrt, auch wenn immer wieder diese Nacht in den Vordergrund gespielt wird, stellt er nun klar: „Ich bin keiner, der oft ausgeht, vielleicht zweimal im letzten Jahr! Einige haben das so dargestellt, dass wegen mir im Verein Dinge schief laufen – mit Fußball hatte das doch nichts zu tun.“ Doch vor allem seine Familie stand ihm in dieser Zeit bei: „Meine Familie, meine Frau – sie haben mir immer Rückhalt gegeben.“

„Ich werde weiter für Slowenien spielen“

Auch wenn es der FC nicht schaffte in der Bundesliga zu bleiben, so ist der Slowene optimistisch auch weiter im Nationalteam spielen zu dürfen: „Ich werde weiter für Slowenien spielen. Für meinen Nationaltrainer spielt es keine Rolle, dass Köln jetzt Zweitligist ist. Köln ist immer noch ein großer Klub.“

Nachdem mit Geromel der Kapitän von Bord gehen musste, wird nun ein neuer gesucht, und auch der Name Brecko fiel in der Diskussion: „Wenn mir der Trainer sagen würde, dass ich Kapitän werde, wäre ich sehr stolz. Aber das ist ganz allein seine Entscheidung. Ich denke darüber eigentlich nicht nach.“

EURE MEINUNG: Schafft Köln die Wende und den direkten Wiederaufstieg und Etablierung im Oberhaus? Und: Soll Brecko Kapitän werden?
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