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Mein 2011: Chong Tese vom VfL Bochum über ein schwieriges Jahr
Chong Tese vom VfL Bochum hat, wie so viele, ein aufregendes Jahr hinter sich. Gegenüber Goal.com tat er seinen persönlichen Jahresrückblick zu Kunde...
Von Florian Teichert
Bongarts
Wenn ich zurückblicke, muss ich sagen, dass 2011 ein unglaublich schweres Jahr war. Alles begann mit dem Asia Cup und dann scheiterten wir in der Qualifikation zur WM 2014 in der 3. Runde an Japan und Usbekistan. Ich zog mir eine schlimme Halswirbelverletzung zu hatte auch immer Probleme mit meinem Knöchel. Zudem kam eine lange, schwere Phase, in der ich es als Stürmer einfach nicht mehr schaffte, Tore zu schießen...
Ich war noch nie solange in meiner Profikarriere ohne Tor geblieben, das war eine sehr harte Zeit für mich! Ich glaube, das Aus in der Wm-Qualifikation hat ein sehr tiefes Loch in mich gerissen. Plötzlich war alles weg und ich verharrte in einer Art Schockstarre. Obwohl wir gegen Japan gewonnen hatten, hat es am Ende nicht gereicht - das hat schon ziemlich weh getan.
Ich wollte unbedingt weiter kommen und mich mit den stärksten Mannschaften der Welt messen. Länderspiele haben nochmal einen ganz anderen Stand als Partien auf der Klubebene. Besonders für mich - ich kann mich in solchen Spielen immer total pushen und bin hochkonzentriert. Es geht gegen die besten Fußballspieler der Welt. Jede Nominierung für die nordkoreanische Mannschaft macht mich unglaublich stolz und man will einfach solange wie möglich für sein Land auflaufen.
Natürlich hatte das Jahr aber auch einige positive Dinge, keine Frage. Meine Verletzungssorgen wurden weniger und ich traf auch endlich wieder das Tor. In der 2. Bundesliga erzielte ich sogar einen Hattrick, außerdem durfte ich im Pokal gegen den großen FC Bayern München spielen. Ein weiteres Highlight war ein Charity-Match Mitte des Jahres, in dem ich mit vielen asiatischen Größen zusammenspielen durfte. Park Ji-Sung von Manchester United zum Beispiel, sowas macht einen ungemein stolz.
Es war also ein jahr mit vielen Höhen und Tiefen. Formkrisen und einige Missverständnisse mit dem Vorstand zu Jahresbeginn haben mich ein wenig aus der Bahn geworfen. Ich bin aber ein Mensch, der solche Dinge nicht einfach links liegen lässt. Wer mich kennt, weiß, dass ich immer wieder an die Spitze will und nicht so schnell aufgebe. So habe ich viele Dinge konkret angesprochen und gekämpft, um mein Verletzungspech endlich zu überwinden. Manchmal gab es Tage, da wollte ich einfach weglaufen und alles hinschmeißen, aber ich habe jedes Mal gesagt: „Nein, du musst das jetzt klären!“
Ich habe zum Glück viele Freunde, die mich während dieser schweren Zeit unterstützt haben und mir zuhörten. In Deutschland kümmern sie sich gut um dich, während einer Verletzungspause. Ich habe viel geschlafen, war oft gut essen und hatte auch mal Zeit für andere Dinge. Somit kann ich in der Misere doch noch immer was Gutes sehen. Trotzdem bin ich natürlich sehr dankbar, dass jetzt alles überstanden ist.
In Bochum bin ich wirklich sehr gut aufgehoben. Ich wurde dort super empfangen und fühle mich sehr wohl. Wenn ich manchmal nach Nordkorea komme und über Bochum erzähle, ernte ich Schmunzeln und Kopfschütteln. Ein deutscher Zweitligist, über den man noch nie gehört hat! Aber ich muss sagen, in Bochum schaffen wir momentan was und natürlich wollen wir auch bald wieder in der ersten Bundesliga spielen. In der Rückrunde müssen wir versuchen uns noch weiter zu steigern und viele Spiele gewinnen. Ich möchte im neuen Jahr natürlich verletzungsfrei bleiben, außerdem wünsche ich mir, dass die Menschen in Japan wieder ein glückliches Leben können, nachdem was dort 2011 alles passiert ist. Mit meinen Gedanken bin ich oft bei meinen asiatischen Freunden und wünsche, dass wieder Sonne in ihr Herz kommt.
Eure Meinung: Chong Teses persönlicher Rückblick auf 2011 - was sagt ihr dazu?
Ich war noch nie solange in meiner Profikarriere ohne Tor geblieben, das war eine sehr harte Zeit für mich! Ich glaube, das Aus in der Wm-Qualifikation hat ein sehr tiefes Loch in mich gerissen. Plötzlich war alles weg und ich verharrte in einer Art Schockstarre. Obwohl wir gegen Japan gewonnen hatten, hat es am Ende nicht gereicht - das hat schon ziemlich weh getan.
Ich wollte unbedingt weiter kommen und mich mit den stärksten Mannschaften der Welt messen. Länderspiele haben nochmal einen ganz anderen Stand als Partien auf der Klubebene. Besonders für mich - ich kann mich in solchen Spielen immer total pushen und bin hochkonzentriert. Es geht gegen die besten Fußballspieler der Welt. Jede Nominierung für die nordkoreanische Mannschaft macht mich unglaublich stolz und man will einfach solange wie möglich für sein Land auflaufen.
Natürlich hatte das Jahr aber auch einige positive Dinge, keine Frage. Meine Verletzungssorgen wurden weniger und ich traf auch endlich wieder das Tor. In der 2. Bundesliga erzielte ich sogar einen Hattrick, außerdem durfte ich im Pokal gegen den großen FC Bayern München spielen. Ein weiteres Highlight war ein Charity-Match Mitte des Jahres, in dem ich mit vielen asiatischen Größen zusammenspielen durfte. Park Ji-Sung von Manchester United zum Beispiel, sowas macht einen ungemein stolz.
Es war also ein jahr mit vielen Höhen und Tiefen. Formkrisen und einige Missverständnisse mit dem Vorstand zu Jahresbeginn haben mich ein wenig aus der Bahn geworfen. Ich bin aber ein Mensch, der solche Dinge nicht einfach links liegen lässt. Wer mich kennt, weiß, dass ich immer wieder an die Spitze will und nicht so schnell aufgebe. So habe ich viele Dinge konkret angesprochen und gekämpft, um mein Verletzungspech endlich zu überwinden. Manchmal gab es Tage, da wollte ich einfach weglaufen und alles hinschmeißen, aber ich habe jedes Mal gesagt: „Nein, du musst das jetzt klären!“
Ich habe zum Glück viele Freunde, die mich während dieser schweren Zeit unterstützt haben und mir zuhörten. In Deutschland kümmern sie sich gut um dich, während einer Verletzungspause. Ich habe viel geschlafen, war oft gut essen und hatte auch mal Zeit für andere Dinge. Somit kann ich in der Misere doch noch immer was Gutes sehen. Trotzdem bin ich natürlich sehr dankbar, dass jetzt alles überstanden ist.
In Bochum bin ich wirklich sehr gut aufgehoben. Ich wurde dort super empfangen und fühle mich sehr wohl. Wenn ich manchmal nach Nordkorea komme und über Bochum erzähle, ernte ich Schmunzeln und Kopfschütteln. Ein deutscher Zweitligist, über den man noch nie gehört hat! Aber ich muss sagen, in Bochum schaffen wir momentan was und natürlich wollen wir auch bald wieder in der ersten Bundesliga spielen. In der Rückrunde müssen wir versuchen uns noch weiter zu steigern und viele Spiele gewinnen. Ich möchte im neuen Jahr natürlich verletzungsfrei bleiben, außerdem wünsche ich mir, dass die Menschen in Japan wieder ein glückliches Leben können, nachdem was dort 2011 alles passiert ist. Mit meinen Gedanken bin ich oft bei meinen asiatischen Freunden und wünsche, dass wieder Sonne in ihr Herz kommt.
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