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Überraschung bei Eintracht Frankfurt: Armin Veh übernimmt den Absteiger
Bei den Hessen gab es am Montag eine Überraschung zu verkünden: Der neue Trainer ist wahrlich kein unbekanntes Gesicht und wurde hartnäckig zur Übernahme überredet.
Von Dennis Weinacht
Frankfurt. Armin Veh ist neuer Trainer bei der Eintracht Frankfurt. Das bestätigte der Sportchef Bruno Hübner am Montag gegenüber der Frankfurter Rundschau: „Er war mein Topfavorit, und ich bin glücklich, dass wir es geschafft haben, ihn zu holen.“ Allerdings sei der Coup nicht so einfach gewesen, Veh musste mit Hartnäckigkeit überredet werden. Womöglich auch deshalb, weil es beim Hamburger SV zuletzt nicht lief. Hübner sieht dies aber nicht als Argument: „Er hatte beim HSV Probleme, aber außerhalb des Spielfeldes mit den Strukturen. Nicht mit der Mannschaft. Als er ging, war der HSV Sechster.“ Im März war Veh entlassen worden, nachdem er schon beim VfL Wolfsburg im Jahr zuvor nicht klarkam.
„Ich wollte nur ihn“
Am Ende ging alles ganz flott, schon am Dienstag wird Veh bei den Hessen vorgestellt: „Ich werde hier übernachten, habe aber leider kein frisches Hemd und keine Zahnbürste dabei, aber das werden wir schon irgendwie hinkriegen.“ Dass er zuletzt keine Lust mehr auf das Geschäft verspürt habe, dementierte er aber entschieden: „Es ging mir nur darum, mit Leuten zusammenzuarbeiten, die vom Fach sind. Solche Leute gab es in Hamburg nicht.“ Dennoch seien Hübner und Bruchhagen hartnäckig gewesen, nur deshalb kam der Deal wohl am Ende zustande. Franco Foda war zuletzt der Top-Kandidat, aber Hübner sagte am Montag deutlich: „Ich wollte nur ihn.“ Nun hat er ihn überraschend für die Fans auch bekommen.
Veh kennt die Liga nicht
Hübner selbst empfindet es auch nicht als Problem, dass Veh die Liga nicht kennt: „Ich habe ja gesagt, dass ist nicht so wichtig. Zum einen kenne ich die Liga, zum anderen ist die Fluktuation in dieser Klasse so groß, dass es nicht weiter ins Gewicht fällt, wenn man die Liga nicht haargenau kennt.“ Und auch Vereinsboss Heribert Bruchhagen musste sich mit Veh nicht lange anfreunden, ehe er zusagte: „Mir gefällt die Art der Körpersprache von Armin Veh, seine Fähigkeit zur sachlichen Analyse. Seine Unaufgeregtheit hat mir schon immer imponiert.“ Veh wolle nun „die Rückrunde gut aufarbeiten und dann einen Schlussstrich unter die vergangene Saison ziehen“. Dann will er zurück in die Bundesliga – mit Eintracht Frankfurt.
Eure Meinung: Veh zur Eintracht – Eine gute Entscheidung für beide Seiten?
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