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Der Münchner Innenverteidiger schwelgt immer noch in Erinnerungen an seine Weltklasse-Leistung im WM-Finale. Der Rücktritt von Philipp Lahm stimmt ihn hingegen nachdenklich.

München. Weltmeister Jerome Boateng hofft nach dem "Spiel seines Lebens" im WM-Finale gegen Argentinien (1:0 n.V.) beim DFB auf einen Stammplatz als Innenverteidiger. "Ich glaube, dass es der Turniersituation geschuldet war, dass ich rechts ausgeholfen habe. Ich sehe mich weiterhin innen, aber um zu spielen, muss jeder wieder seine Leistung bringen", sagte der Profi von Bayern München im Fachmagazin kicker.

Boateng hatte in Brasilien zunächst als rechter Außenverteidiger gespielt. Ab dem Viertelfinale gegen Frankreich (1:0) setzte Bundestrainer Joachim Löw den 25-Jährigen im Abwehrzentrum ein. Im Endspiel machte Boateng dort dann "das Spiel meines Lebens", wie er jetzt meinte. Auch nach Meinung zahlreicher Experten war der Münchner gegen Argentinien der beste deutsche Spieler.

Nach dem Rücktritt von Kapitän Philipp Lahm wäre Boateng allerdings wieder eine Alternative auf der rechten Seite. "Er ist ein super Spieler und Kapitän, der uns fehlen wird. Zum Glück gibt es viele gute, junge Spieler. Gemeinsam müssen wir jetzt versuchen, Philipps große Qualität zu ersetzen", sagte Boateng über Lahm.

Keine Angst vor Leistungstief

Von den Bayern erwartet er indes, "dass wir noch besser werden" und die Spielidee von Trainer Pep Guardiola "noch besser umsetzen". An ein Leistungstief der sechs Münchner Weltmeister glaubt Boateng nicht. "Zurücklehnen wäre menschlich, ja. Aber ich befürchte es nicht. Ich freue mich schon wieder sehr auf die Spiele, ich bin heiß", sagte er. Gleichwohl werde es ein "riesiger Spagat", nach dem Höhepunkt wieder in den Alltag zurückzukehren. "Aber wir haben große Ziele. Es geht von vorne los, wir werden gejagt."

Großes Vertrauen setzt Boateng dabei in Keeper Manuel Neuer, den er als "Jahrhundert-Torhüter" bezeichnete. Den Abgang von Toni Kroos könne der FC Bayern indes "innerhalb der Mannschaft auffangen", meinte er.

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