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Das Quartier der deutschen Nationalmannschaft in Brasilien soll pünktlich zum Eintreffen vor der WM fertig sein. Priorität: Die Häuser der Spieler.

Hamburg. Oliver Bierhoff hat 59 Tage vor dem Start der WM-Endrunde in Brasilien noch einmal Bedenken um Verzögerungen beim Bau des deutschen Quartiers zerstreut. "Bis zu unserem Einzug am 8. Juni muss und wird alles funktionieren, wir haben die Zusage vom deutschen Bauherrn Christian Hirmer, dass das der Fall sein wird. Unsere Order ist ganz klar: Die Häuser der Spieler müssen als erste fertig sein, die haben Priorität, dann kommen erst die anderen Häuser an die Reihe", sagte der Manager der deutschen Nationalmannschaft im Gespräch mit Sport Bild Plus.

Der 45-Jährige, der Ende April noch einmal an die Copacabana fliegen wird, um den Stand der Bauarbeiten des Campo Bahia und des Trainingsplatzes zu überprüfen, ist optimistisch, dass alle Probleme bis zum Einzug in das neue Ressort in Santo André gelöst sein werden.

IT-Versorgung problematisch

Der frühere DFB-Kapitän geht auch davon aus, dass spätestens Anfang Juni die IT-Versorgung einigermaßen zufriedenstellend gewährleistet ist. "Man muss aber wissen, dass in ganz Brasilien die Internet-Versorgung nicht optimal und nicht vergleichbar mit den hohen Standards ist, die wir in Deutschland gewohnt sind. Es wird jetzt ein Mast aufgestellt, es geht vor allem um die Versorgung des Medien-Zentrums. Zu unserem Quartier wird es eine zusätzliche Verkabelung geben, dadurch haben auch wir eine bessere Internet-Versorgung. Unser Ziel ist auch, ARD und ZDF ins Quartier-Fernsehen einzuspeisen."

Bierhoff hofft zudem, dass auch die Telefonverbindung problemlos klappen wird: "Ich habe mir sagen lassen, dass die brasilianischen Netzbetreiber zuerst die ausländischen Handys bedienen wollen, wenn das Netz überlastet ist."

Kein Schnickschnack für die Spieler

Der deutsche Teammanager wies zudem darauf hin, hinsichtlich der Erstellung des WM-Camps keine großen Sonderwünsche geäußert zu haben. Man habe sogar eher abgespeckt: "So haben wir zum Beispiel gesagt, dass wir in den Häusern für die Spieler weder einen Whirlpool noch eine eigene Küche brauchen. Das wird nachträglich eingebaut. Wir benötigen auch nicht in jedem Zimmer eine Mini-Bar, ein Kühlschrank pro Appartement reicht aus, daraus können sich dann alle bedienen."

Bierhoff betonte, dass die Kosten des DFB für das Turnier in Brasilien "weitaus niedriger als bei der WM 2010 in Südafrika" seien: "Unser WM-Quartier ist zum Beispiel 30 bis 40 Prozent günstiger als damals. Auch haben wir in der WM-Vorbereitung diesmal nur ein statt zwei Trainingslager. Hohe Kosten entstehen vor allem durch die hochpreisigen Hotels in den Spielorten, verbunden damit, dass wir aufgrund der frühen Anstoßzeiten schon zwei Tage vor den Spielen anreisen und nicht wie 2010 nur eine Übernachtung haben." Der DFB kalkuliert für die WM mit rund 15 Millionen Euro Kosten einschließlich der Prämien. Das WM-Projekt 2010 war mit rund 20 Millionen Euro budgetiert.

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