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Joachim Löw glaubt an Sami Khediras WM-Teilnahme

Der Coach der DFB-Elf ist sich sicher, dass der Spanien-Legionär pünktlich zum Interkontinentalwettbewerb am Zuckerhut in Top-Verfassung sein wird.

München. Bei Bundestrainer Joachim Löw wächst die Zuversicht auf eine WM-Teilnahme von Sami Khedira. "Bei Sami Khedira, mit dem ich ständig in Kontakt bin, da habe ich schon Hoffnung. Bei ihm bin ich wahnsinnig positiv eingestellt, weil ich erkenne: Er ist im positiven Sinne krankhaft ehrgeizig. Er macht alles dafür, gesund zu werden. Er arbeitet wie ein Besessener daran, zurückzukehren. Das ist für mich natürlich sehr sehr positiv", sagte der 54-Jährige im Interview mit Sky Sport News HD.

Mittelfeldspieler Khedira von Real Madrid hatte im vergangenen November beim Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Italien (1:1) einen Kreuzbandriss im Knie erlitten. Ende vergangenen Monats war der 27-Jährige wieder auf den Platz zurückgekehrt und hatte unter anderem bei seinem ehemaligen Klub VfB Stuttgart eine Einheit absolviert.

"Ich will die Erwartungen nicht zu hoch hängen. Aber ich bin zuversichtlich, dass ich in Top-Verfassung zur WM gehen werde", sagte Khedira und machte damit auch Löw Hoffnung, dass er beim WM-Turnier vom 12. Juni bis 13. Juli wieder zur Verfügung steht.

Lahms WM-Rolle noch ungeklärt

Von der Genesung Khediras und des ebenfalls lange verletzten Dortmunders Ilkay Gündogan (Rückenprobleme) hänge auch ab, auf welcher Position Kapitän Philipp Lahm bei der WM spielen werde, verriet Löw im Gespräch mit Monica Lierhaus.

"Heute kann ich das noch nicht abschließend beantworten, weil ich sehen will, ob Khedira oder Gündogan zurückkommen. Wenn die beiden in Form sind, sind das für uns Schlüsselspieler im Mittelfeld", betonte der Bundestrainer. Sollte es nach der Vorbereitung so aussehen, dass diese beiden Profis es nicht rechtzeitig schaffen, sei es natürlich eine Überlegung, Lahm im Mittelfeld spielen zu lassen.

"Philipp Lahm ist einer der Spieler, die auf jeder Position irgendwie spielen können. Ich glaube, er ist der Einzige auf der Welt, der so flexibel einsetzbar ist, und überall seine Weltklasse-Leistung abruft. Aber die Entscheidung fällt in der Vorbereitung, wenn ich sehe, wie unser Kader aussieht", so Löw weiter.

Ob die WM seine letzte als Bundestrainer wird, ließ Löw offen. "Das weiß ich auch nicht so genau. Ich habe einen Vertrag bis 2016, den ich gerne erfüllen möchte", sagte Löw, der seine WM-Bilanz nicht nur von der erreichten Runde abhängig machen will: "Das Entscheidende wird sein: Wie ist die Mannschaft aufgetreten? Man kann auch im Viertel- oder Halbfinale im Elfmeterschießen ausscheiden. Wenn wir wie 2010 als Mannschaft auftreten und Freude vermitteln, dann kann es trotzdem ein gutes Turnier gewesen sein."

Weidenfeller, Adler oder Zieler?

Auch die Frage, welche zwei Torhüter neben Manuel Neuer mit nach Brasilien reisen, beantwortete der Bundestrainer. "Rene Adler, Roman Weidenfeller und Ron-Robert Zieler befindet sich hinter dem gesetzten Manuel Neuer. Ich denke, dass es sich am Ende zwischen diesen drei Keepern auch entscheiden wird, welche zwei mit zur WM kommen."

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