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Die einen finden die Gruppe leicht, die anderen schwer. Das Ergebnis jeder Auslosung ist immer Stoff für Diskussionen – und doch am WM-Ende nur ein Randaspekt.

KOMMENTAR
Von Daniel Buse

Jetzt also Ghana, die USA und Portugal. Das sind die Gegner, auf die die deutsche Nationalmannschaft in ihrer Gruppe G bei der WM im nächsten Jahr in Brasilientrifft. So viel steht seit dem frühen Freitagabend fest – aber hat sich so viel durch dieses Mehr-Wissen verändert? Eigentlich nicht, denn es soll sich schließlich nur um die ersten drei Gegner handeln und danach sollen noch einige packende Duelle mit anderen, größeren Namen folgen.

Bei den Wettanbietern war die DFB-Elf schon vor der Auslosung hinter dem Gastgeber Brasilien auf dem zweiten Platz der Favoriten – noch vor dem Welt- und Europameister Spanien oder Argentinien mit Lionel Messi. Und auch das Selbstverständnis der deutschen Kicker sieht vor, dass das Turnier in Brasilien so etwas wie die große Chance für eine "goldene Generation" auf den WM-Titel ist. Auf dem Weg zu diesem Ziel ist die Gruppenphase eher ein Aufwärmen unter Wettkampfbedingungen.

Mal mehr, mal weniger Mühe

Man kann die Gruppe nun als "leicht", "schwer" oder auch "interessant" einschätzen. Die jüngere Vergangenheit hat jedoch gezeigt, dass sich die DFB-Elf mit manchen Gruppengegnern leicht getan hat (8:0 gegen Saudi-Arabien 2002, 4:0 gegen Australien 2010) und mit manchen Mühe hatte (0:1 gegen Serbien 2010, 2:2 gegen Jugoslawien 1998). Am Ende stand allerdings immer dasselbe Ergebnis: Die DFB-Elf kam eine Runde weiter.

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Und das sollte auch im folgenden Jahr in Brasilien nicht anders sein. Zum Auftakt wartet das vom Namen her interessanteste Duell – es geht wie schon bei der EM 2012 im ersten Spiel gegen Portugal. Gegen Cristiano Ronaldo, den heißesten Kandidaten auf den Titel des Weltfußballers 2013, siegte die DFB-Elf mit viel Mühe 1:0. Mit den USA folgt das Duell zwischen Jogi Löw, dem Co-Trainer von 2006, und Jürgen Klinsmann, seinem damaligen Chef bei der DFB-Elf. Viel Stoff für die Medien, viele Randgeschichten, die noch einmal erzählt werden können. Und mit Ghana hat sich Deutschland schon bei der WM 2010 auseinander gesetzt. Im letzten Gruppenspiel musste das Team gegen die Afrikaner gewinnen und siegte durch ein Tor von Mesut Özil auch mit 1:0.

"Einfach losen und die Verbände anrufen"

Das Ergebnis der Auslosung liefert also für den Moment noch Gesprächsstoff, doch im Laufe eines hoffentlich langen Turniers für die Mannschaft von Trainer Jogi Löw werden die ersten Duelle nur noch Randnotizen sein. Insofern gehört eine Gruppenauslosung zu einer WM natürlich dazu, doch das Event in Brasilien diente eher dazu, die Vorfreude auf das Turnier zu vergrößern und die Werbemaschinerie anzuwerfen.

Oder wie es Dortmunds Trainer Jürgen Klopp, immerhin ehemaliger Fernseh-WM-Experte, formulierte: "Man erfährt ja sowieso irgendwann, gegen wen man spielen muss. Es ist schön, dass die FIFA ein Riesen-Event daraus macht. Aber sie könnten auch einfach losen und die Verbände dann anrufen."

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