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Der Spielerrat der Nationalmannschaft und der DFB konnten sich bei den Prämien für die WM-Endrunde 2014 einigen. Für den großen Wurf werden die Stars fürstlich entlohnt.

Frankfurt am Main/München. Rekordprämie für den WM-Triumph: 300.000 Euro winken den deutschen Nationalspielern für den heiß ersehnten vierten Titel bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. Darauf hat sich der Mannschaftsrat um Kapitän Philipp Lahm mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) gut sechs Monate vor Beginn des Turniers (12. Juni bis 13. Juli) geeinigt.

Bei einem Aus in der Vorrunde und im Achtelfinale würden die DFB-Stars leer ausgehen. Erst bei Erreichen des Viertelfinales werden pro Spieler 50.000 Euro ausgeschüttet, für den Halbfinaleinzug gibt es 100.000 Euro, für die Endspiel-Teilnahme 150.000 Euro.

"Einvernehmliche" Gespräche mit Lahm und Co.

"Die unkomplizierten Gespräche und die schnelle Einigung sind Beleg für das große Vertrauensverhältnis zwischen Verband und Mannschaft. Die Spieler bekennen sich mit dieser stark erfolgsabhängigen Regelung wieder ganz klar zum Leistungsprinzip", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach nach den Verhandlungen und sprach von einem "guten Ergebnis". Einen Poker "mit zugezogenen Gardinen und gedämpftem Licht" gebe es ja schon lange nicht mehr, hatte er zuvor bereits erklärt.

Die Gespräche mit Lahm und dem Mannschaftsrat seien "völlig einvernehmlich" gewesen, ergänzte Generalsekretär Helmut Sandrock: "Die Nationalmannschaft will in Brasilien den sportlichen Erfolg. Und wenn sie dort erfolgreich spielt, soll das auch entsprechend honoriert werden."

Für die erfolgreiche WM-Qualifikation hatten acht Spieler der Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw bereits die Maximalsumme von 200.000 Euro kassiert, insgesamt schüttete der Verband rund vier Millionen Euro aus.

DFB winken zweistellige Millionen-Einnahmen

Die gleiche leistungsbezogene Regelung wie für das Turnier in Brasilien hatte es schon bei der EURO 2012 in Polen und der Ukraine gegeben. Für die WM 2010 sowie für die Europameisterschaft 2008 lag die Titelprämie bei 250.000 Euro. Für den Triumph bei der Heim-WM 2006 hätte es ebenfalls 300.000 Euro gegeben.

Der DFB darf bei der WM 2014 mit Einnahmen durch den Weltverband FIFA in Höhe von über 20 Millionen Euro rechnen, je nachdem wie weit die DFB-Auswahl kommt.

Mit äußerst bescheidenen Summen mussten sich dagegen die deutschen Weltmeistermannschaften begnügen: Die Helden von Bern erhielten für den WM-Titel 1954 umgerechnet 1250 Euro plus ein Fernsehgerät. 1974 gab es für Franz Beckenbauer 30.000 Euro plus einen Käfer Cabrio, 1990 waren 65.000 Euro ausgelobt worden.

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