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André Schürrle vom FC Chelsea freut sich auf den Auftritt mit dem DFB-Team in seinem Londoner Wohnzimmer in Wembley.

London. Wenn André Schürrle in seiner Londoner Wohnung auf dem Balkon steht, kann er das etwa vier Kilometer entfernte Wembley-Stadion sehen. Auch deshalb muss der Profi vom FC Chelsea nicht extra betonen, dass der Klassiker am Dienstag  genau in jener legendären Arena gegen England für ihn "ein ganz besonderer Moment" ist.

Seit knapp fünf Monaten lebt der frühere Leverkusener nun in der britischen Millionen-Metropole - und er fühlt sich "unglaublich wohl". London sei eine tolle Stadt und habe "so viel zu bieten. Ich kenne mich schon ganz gut aus", sagte Schürrle, der vor dem brisanten Duell der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen die Three Lions ein gefragter Gesprächspartner ist. Neben Per Mertesacker vom FC Arsenal ist er der einzige England-Legionär im Kader von Bundestrainer Joachim Löw, da Lukas Podolski und Mesut Özil (beide Arsenal) fehlen.

"Ein paar Schritte nach vorne"

Der 23-Jährige hat aber nicht nur wegen der Sehenswürdigkeiten seinen Wechsel im Sommer aus dem beschaulichen Rheinland ins pulsierende London noch keine Sekunde bereut. Auch sportlich habe er durch den Wechsel "ein paar Schritte nach vorne gemacht". Er könne jetzt auch in der Nationalmannschaft sagen, "dass ich spielen will".

Während er sich beim 1:1 am Freitagabend in Mailand gegen Italien allerdings nicht so sehr in Szene setzen konnte, hatte er zuletzt beim 5:3 in Schweden seinen großen Auftritt. Mit drei Treffern war Schürrle der gefeierte Held. Der Auftritt von Stockholm brachte ihn auch seinem großen Traum von der WM im kommenden Jahr in Brasilien einen gehörigen Schritt näher.



Dabei ist gerade auf der linken Außenbahn in der DFB-Auswahl die Konkurrenz groß. Marco Reus, Julian Draxler und Lukas Podolski heißen die prominenten Rivalen um ein WM-Ticket. Doch Ansprüche will er mit Blickrichtung Brasilien öffentlich nicht stellen. Da müsse man andere fragen, Löw etwa.

Doch der 29-malige Nationalspieler, der im Sommer für 22 Millionen Euro vom Rhein an die Themse wechselte, sieht sich allemal auf einem guten Weg, zumal er sich beim FC Chelsea und bei dessen exzentrischen Teammanager José Mourinho sehr gut aufgehoben fühlt. "Ich bin sehr glücklich, es macht mir sehr viel Spaß. Der Trainer hat großen Anteil. Er verlangt immer das Maximum, gibt aber auch viel", unterstrich Schürrle.

"Mou vertraut mir"

Den harten Konkurrenzkampf beim Europa-League-Sieger sieht er sogar als Vorteil: "Es tut mir gut, dass ich mich jeden Tag im Training beweisen muss." Seitdem er bei Chelsea spiele, "ist mein Selbstvertrauen noch mal ungemein gestiegen. José Mourinho schenkt mir sein Vertrauen und fordert von mir, dass ich mein Spiel durchziehe. Und dass mache ich".

Der gebürtige Pfälzer Schürrle sei in England "noch einmal robuster geworden. Er ist dynamisch, er arbeitet gut nach hinten und sucht den Abschluss. Er hat einen weiteren Schritt nach vorne gemacht hat", lobte unlängst Löw, nachdem er dem schnellen Offensivspieler ins Gewissen geredet hatte: "Wir hatten das ein oder andere Gespräch in den letzten Wochen und Monaten. Ich habe ihm gesagt, dass ich im letzten Jahr mit seiner Entwicklung nicht so zufrieden war."

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