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Zufriedenes DFB-Team - Müller: "Italien braucht man nicht kleinreden"

Wieder kein Sieg gegen Italien, aber ein aufschlussreicher Test mit einigen wichtigen Erkenntnissen. Das ist das Fazit der DFB-Elf aus Mailand.

NACHBERICHT
Aus Mailand berichtet Rafael Corradino

1:1 heißt es nach dem Freundschaftsspiel zwischen Deutschland und Italien, doch enttäuscht war nach der Partie keiner so richtig. Der Tenor: Ein wichtiger Test gegen einen cleveren und starken Gegner. Thomas Müller brachte es auf den Punkt: "Italien braucht man nicht kleinreden."

"Die haben gut gespielt, uns gefordert. Da brauchen wir uns nicht grämen, hier 1:1 gespielt zu haben", so der 24-jährige Nationalspieler vom FC Bayern München weiter. Und tatsächlich war es in der ersten Halbzeit ein Test auf Augenhöhe mit leichten Vorteilen für die DFB-Elf, die nach Schüssen von Sami Khedira (17.) und Andre Schürrle (33.) am Aluminium scheiterte.


"Ein Sieg hätte uns auch mal gut getan. Wir waren die bessere Mannschaft"
- Manuer Neuer

Italien war vor allem nach Standards durch Andrea Pirlo gefährlich. Bezeichnend auch, dass nach der frühen Führung durch Mats Hummels der Ausgleich durch Ignazio Abate und Leonardo Bonucci herbeigeführt wurde – zwei Verteidiger der italienischen Elf.

Gänsehaut: Azzurri applaudieren während der deutschen Nationalhymne

Noch vor dem Anpfiff wurde das San Siro Zeuge eines Gänsehaut-Moments. Als die Tifosi während der deutschen Nationalhymne zu pfeifen begannen, applaudierten die italienischen Spieler als Reaktion auf das unfaire Verhalten. Die Pfiffe verstummten langsam und viele Fans im Stadion schlossen sich dem wachsenden Beifall an. Eine seltene Szene im Profifußball, die bei allen Fans des Sports Emotionen hervorrufen würde.

Neuer: "Wir waren die bessere Mannschaft"

Zurück zum Spielgeschehen: Kurz vor Spielschluss traf auch Benedikt Höwedes noch den Pfosten und machte so das Drama mit drei Aluminium-Treffern perfekt. Es bleibt dabei: Seit 1995 kann das DFB-Team nicht gegen die Azzurri gewinnen.

Dortmunds Sven Bender hob in der Mixed Zone das Pech in jenen Szenen hervor: "Wir hätten auch gewonnen, wenn wir bei der ein oder anderen Situation etwas mehr Glück gehabt hätten." Manuel Neuer zog deshalb sein klares Resümee: "Ist natürlich bitter! Sonst wären wir hier mal als Sieger vom Platz gegangen, das hätte uns auch mal gut getan." Und wäre verdient gewesen, so Neuer weiter: "Wir waren meiner Meinung nach die bessere Mannschaft." Die Italiener seien aber clever gewesen und hätten ein erfahrenes Team.

Kroos: Ein gerechtes Remis

Beide Mannschaften präsentierten sich über über weite Strecken des Spiels hinweg sehr konzentriert und aufmerksam. "Vom Test war nicht viel zu merken, beide wollten das Spiel gewinnen", so Bayern Münchens Toni Kroos. "In der ersten Halbzeit haben wir dominant gespielt, waren besser. Der Ausgleich kam etwas aus dem Nichts. Die großen Chancen sprechen sicher für uns, aber gefühlt war es auch ein gerechtes 1:1."

Buffon: "Ein wichtiges Unentschieden"

Auch die Italiener waren zufrieden und sprachen im Anschluss von einer ausgeglichenen Partie. Deutschland sei phasenweise stärker gewesen, erklärte Thiago Motta, aber auch Italien sei es gelungen, den Gegner unter Druck zu setzen. "Gegen Deutschland ist es nicht einfach, sie haben eine starke Mannschaft. Das Remis geht in Ordnung!"

Gianluigi Buffon sprach sogar von einem "wichtigen Unentschieden" für die Azzurri. Keine Frage: Jede Partie ohne Niederlage gegen immer weiter aufstrebende Deutsche ist gut für das Selbstvertrauen.

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