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Mit der geglückten Qualifikation hielt bei der Nationalmannschaft auch die Vorfreude auf die WM in Brasilien Einzug - nicht nur des Fußballs wegen.

Köln. Samba, Caipirinha, Lebensfreude: Die deutschen Nationalspieler freuen sich nach der Qualifikation für die WM 2014 nicht nur auf ein wichtiges Turnier, sondern auch auf das Land Brasilien. Nach dem 3:0 (1:0) gegen Irland sprudelte es aus vielen Schützlingen von Bundestrainer Joachim Löw nur so heraus, wenn sie über ihre Vorfreude auf die WM sprechen sollten.

Die Endrunde am Zuckerhut und der Copacabana, im fußballverrückten Land des Rekordweltmeisters lässt schon acht Monate vorher niemanden mehr kalt. Manuel Neuer erklärte scherzhaft, er wolle nun mit seinen brasilianischen Klub-Kollegen bei Bayern München ins "Trainingslager" gehen.

"Ich werde mich in jedem Fall einweisen lassen von Dante und Rafinha", sagte der Torhüter: "Tanzen kann ich, Caipirinha habe ich schon mal getrunken, aber vielleicht sollten wir in München mal eine brasilianische Nacht mit den Nationalspielern veranstalten."

Müller: Gutes Essen und freundliche Menschen

Bei dieser wäre mit Sicherheit auch Thomas Müller am Start. Doch der Offensivstar der Bayern hat auch jetzt offenbar schon sehr konkrete Vorstellungen, was ihn am Zuckerhut erwartet.

"Ich denke bei Brasilien vor allem an eine Top-Fußball-Mannschaft, an gutes Essen, sehr, sehr viel Fleisch und vielleicht auch das eine oder andere Bierchen", sagte der 24-Jährige, dessen Stern bei der letzten Endrunde 2010 in Südafrika aufgegangen war, mit einem Schmunzeln. Auch der WM-Torschützenkönig hat aber noch keine persönlichen Brasilien-Erfahrungen vorzuweisen. "Caipi habe ich schon mal getrunken", äußerte er: "Aber ich war noch nie dort. Ich schätze es aber als sehr interessantes Land ein mit vielen freundlichen Menschen."

Auch der fünf Jahre ältere Vize-Kapitän Bastian Schweinsteiger war noch nie in Brasilien. "Wir sind aber nicht dort, um das Land zu genießen", sagte er, zunächst bemüht sachlich. Um dann mit einem Grinsen zu ergänzen: "Okay, das wollen wir auch. Aber wir wollen vor allem erfolgreich Fußball spielen."

Bierhoff spricht von "großer Begeisterung" in Brasilien

Kapitän Philipp Lahm glaubt, dass Profis wie der aktuell zum Nationalkader gehörende Dante und Rafinha auch den Deutschen Sympathien in Brasilien einbringen werden. "Wir haben bei Bayern ja einige Brasilianer. Deshalb werden wir sicher auch mit offenen Armen dort empfangen", betonte der 29-Jährige.

Oliver Bierhoff kündigte bereits an, die Euphorie der Spieler keineswegs bremsen zu wollen. Im Gegenteil: der Nationalmannschaftsmanager, der in jüngerer Vergangenheit bereits viermal nach Südamerika geflogen war, um mögliche WM-Quartiere zu besichtigen, wird die Vorfreude eher noch schüren. "Ich habe schon jetzt die große Begeisterung in diesem Land gespürt", berichtete er: "Brasilien steht für Fußball, für Musik, für Lebensfreude. Ich glaube, dass es für unsere Spieler eine Riesen-Motivation ist, in diesem Land mit dieser Historie ein Weltmeisterschafts-Turnier zu spielen."

Wenn die Spieler zuvor zu Brasilien befragt wurden, hatten sie stets betont, sich erst qualifizieren zu müssen. Die Aussagen nach dem Spiel am Freitag in Köln zeigten jedoch, wie sehr sich alle bereits mit dem Turnier im Land des fünfmaligen Weltmeisters beschäftigt haben.

"Jetzt darf man ja darüber nachdenken", sagte Andre Schürrle: "Ich weiß, dass das ein fußballverücktes Land ist. Dort steht Fußball fast an Nummer eins. Die Fans werden jedenfalls super Stimmung machen." Und auch Neuer freut sich schon vor der Einweisung von Dante und Rafinha "auf die Kultur, auf die Menschen und natürlich auf die fußballverrückten Fans".

EURE MEINUNG: Holt Deutschland mit so viel Lebenslust in Brasilien den Titel?

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