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Paul Breitner gilt als einer der besten deutschen Fußballer, doch an der Seitenlinie wollte er nie stehen. Er hatte seine Gründe.

Von Fabian Biastoch

Leipzig. Paul Breitner führte den FC Bayern München und die deutsche Nationalmannschaft zu großen Ehren. Da hätte sich eine Karriere an der Seitenlinie durchaus angeboten, doch daran gedacht habe der 74'er Weltmeister nicht.

"Ich wollte mein Schicksal nicht in die Hände von elf, 15 oder 20 Spielern geben, ob sie es denn nun wollten oder nicht. Ich wollte selbst über mein Leben bestimmen", führte Breitner am Rande eines Sponsorentermins seine Beweggründe gegen eine Trainerkarriere aus: "Nach 13 Jahren hatte ich die Schnauze voll vom Fußball. Ich war müde. Ein reibungsloser Übergang ins Trainergeschäft wäre da nicht möglich gewesen."

Breitner: "Bundesliga wäre mit mir als Trainer auch nicht besser geworden"

Auf dem Platz konnte er seine Mitspieler anfeuern und mitreißen, als Trainer ginge dies nicht: "Da sitzt du auf der Bank und hoffst, dass alles gut läuft." Und verpasst habe die Liga so oder so nichts: "Es wären ein paar lustige Sprüche mehr gewesen, aber die Bundesliga wäre durch den Trainer Breitner auch nicht besser geworden."

Immerhin "17 Stunden Bundestrainer" stehen nach der WM 1998 auf seiner Vita. In Gesprächen mit dem damaligen DFB-Präsidenten Egidius Braun habe aber festgestanden, dass er nur "eine Übergangslösung" sein sollte: "Ich hätte den Karren aus dem Dreck ziehen müssen", betonte Breitner, "wäre sozusagen als Bundestrainer der Konkursverwalter des deutschen Fußballs gewesen."

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