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Hansi Flick ärgert sich über das schnelle Abstempeln einzelner Spieler und lobt die deutschen England-Legionäre. Auch ein Talent bei Arsenal hat der DFB-Co-Trainer fest im Blick.

Frankfurt. DFB-Co-Trainer Hansi Flick brachte seinen Unmut darüber zum Ausdruck, dass in Deutschland rotationsbedingte Pausen einzelner Spieler oftmals mit Leistungsschwächen gleichgesetzt werden. Als Beispiel nannte Flick Andre Schürrle vom FC Chelsea. Darüber hinaus berichtete er nach seiner Englandreise von Mesut Özils schneller Eingewöhnung beim FC Arsenal und den Fortschritten von Nachwuchstalent Serge Gnabry.

Schürrle hatten Flick und Bundestrainer Joachim Löw beim 2:0-Sieg der Blues über Fulham am vergangenen Wochenende beobachtet. "Er hat ein sehr gutes Spiel gemacht, hat das 1:0 vorbereitet. Es hat sich gelohnt, mein Eindruck ist, dass Andre beim FC Chelsea mittlerweile voll angekommen ist", berichtete Flick bei dfb.de.

Da das in Deutschland anders dargestellt worden war, nachdem Schürrle beim Champions-League-Auftakt der Londoner nicht im Kader stand, betonte der 48-Jährige: "In Deutschland wird viel zu viel Theater gemacht, wenn ein Spieler mal nicht spielt. Chelsea hat einen wahnsinnig großen Kader mit extremer Qualität, auch in der Breite."

So haben am Wochenende "Spieler wie David Luiz und Juan Mata nicht gespielt, Fernando Torres stand nicht in der Startformation. Es ist ganz normal, dass man als Spieler eines Vereins wie dem FC Chelsea hin und wieder eine Pause bekommt".

Flick: Mertesacker "wahnsinnig beliebt"

Auch bei Chelseas Stadtrivalen, dem FC Arsenal, war Flick am Sonntag zugegen. Die Gunners gewannen mit 3:1 gegen Stoke und neben Per Mertesacker, den Löws Co-Trainer als "Leader" und bei Fans und Mannschaft "wahnsinnig beliebt" charakterisierte, wurde auch Neuzugang Mesut Özil mit Standing Ovations gefeiert.

Dass sich der Offensivmann so schnell in London eingelebt hat, wundert Flick nicht: "Die große Stärke von Arsenal ist, dass sie sehr gute Fußballer haben. Da ist es wenig überraschend, dass Mesut hervorragend in diese Mannschaft passt. Der Fußball, den Arsene Wenger spielen lässt, basiert auf schnellen Kombinationen, Mesut und seinem Spiel kommt das entgegen."

Zusätzlich zu den beiden gestandenen Nationalspielern äußerte sich Flick zu einem potentiellen künftigen DFB-Spieler in Reihen der Londoner: "Uns freut sehr, dass Serge Gnabry bei Arsenal immer mehr zum Zuge kommt. Das ist gut für unsere Nachwuchs-Nationalmannschaften. Er hat zum ersten Mal von Beginn an gespielt und seine Sache wirklich überzeugend gelöst."

EURE MEINUNG: Wird in Deutschland wirklich "zu viel Theater" gemacht?

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