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Offensivspieler Kevin Volland präsentierte sich auch beim 2:1 (1:0) von 1899 Hoffenheim gegen Borussia Mönchengladbach in überragender Form. In dieser Verfassung ist der U21-Kapitän ein Kandidat für Joachim Löw.

Sinsheim. Als Hansi Flick am Sonntag die Rhein-Neckar-Arena in seinem Geländewagen verließ, stand mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Name Kevin Volland im Notizblock des Bundestrainer-Assistenten. Der Kapitän der deutschen U21-Nationalmannschaft präsentierte sich beim 2:1 (1:0) von 1899 Hoffenheim gegen Borussia Mönchengladbach erneut in überragender Form und ist in der Verfassung der zurückliegenden Wochen fraglos ein Kandidat für den WM-Kader von Nationalcoach Joachim Löw.

"Es ist ein Kindheitstraum, bei einem Turnier dabei zu sein. Diesen Traum werde ich mir hoffentlich irgendwann erfüllen. Aber ich setze mich nicht unter Druck. Ich muss mich in der U21 weiterentwickeln und dort Verantwortung übernehmen", sagte Volland nach seiner Gala, die er mit einem tollen Tor krönte (54.), gewohnt bescheiden: "Ich habe bei dem Tor nicht so viel gedacht. Für einen Stürmer ist der erste Gedanke meistens auch der beste."

Trotz der Lobeshymnen bleibt Volland bodenständig

Obwohl der 21-Jährige seit Saisonbeginn konstant auf höchstem Niveau spielt und bereits vier Treffer sowie eine Torvorlage auf dem Konto hat, reagiert der Offensivspieler mit sympathischer Zurückhaltung auf die immer lauter werdenden Lobeshymnen. "Ich werde nie abheben. Das ist nicht mein Charakter. Ich würde mich als Teamspieler bezeichnen, ich bleibe schön auf dem Boden", äußerte der gebürtige Allgäuer: "Die letzten Jahre sind ganz gut für mich gelaufen. Aber ich bin immer noch jung und muss in jedem Spiel Gas geben, damit ich weiter vorankomme. Das kann ich in Hoffenheim sehr gut."

Wie weit es Volland mittlerweile gebracht hat, mussten am Sonntag sogar die Gegner eingestehen. "Er ist ein Spieler, der den Unterschied macht", sagte der Gladbacher Tony Jantschke nach der Partie vor 29.447 Zuschauern, in der neben Volland der Franzose Anthony Modeste für Hoffenheim (45.) und der Schwede Branimir Hrgota (75.) für die Rheinländer trafen. Auch Borussen-Trainer Lucien Favre gab zu Protokoll, dass Volland "top" spielt.

Seinem Hoffenheimer Kollegen Markus Gisdol gefällt der Hype um Volland, dessen Vater Andreas für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft spielte, allerdings nicht sonderlich. "Ich habe noch nicht mit Joachim Löw über ihn gesprochen. Wir sollten den Ball aber auch flach halten. Kevin ist ein guter Junge, der auf dem richtigen Weg ist", äußerte der Coach: "Aber dieser Weg ist noch weit. Er hat noch viel vor sich - das wünsche ich ihm, aber er darf nicht nachlassen."

Hoffenheimer Spieler sind durch den Abstiegskampf "gereift"

Dessen ist sich auch Volland, der erst vor der vergangenen Saison vom Zweitligisten 1860 München in den Kraichgau kam, bewusst. Der Jungstar ist durch den zurückliegenden Abstiegskampf, der erst im Mai durch den Erfolg in der Relegation gegen den 1. FC Kaiserslautern ein gutes Ende genommen hatte, gestählt. "Alle Spieler, die dabei waren, sind gereift. Wir wissen, dass wir das nicht mehr wollen", sagte Volland, der vor allzu viel Euphorie warnt: "Wir spielen wieder guten Fußball, das ist mit letzter Saison nicht zu vergleichen. Acht Punkte sind ordentlich, aber es ist noch früh in der Saison."

Ob die Hoffenheimer in Ruhe an kontinuierlichem Erfolg arbeiten können, hängt nicht zuletzt davon ab, ob es endlich eine Lösung für die umstrittene "Trainingsgruppe 2" gibt. Nach wie vor wird darüber spekuliert, ob und wann die Gruppe mit den Profis Tim Wiese, Edson Braafheid, Matthieu Delpierre, Matthias Jaissle und Tobias Weis aufgelöst werden kann. Neuigkeiten dazu gibt es derzeit nicht, laut Klub arbeite man nach wie vor an einer Lösung.

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