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Der frühere Nationalspieler hat sich in der Diskussion um die DFB-Abwehr nun ebenfalls zu Wort gemeldet. Seine Lösung: Die Akteure müssten sich besser einspielen.

Haltern. Nach dem 3:3 im Testspiel gegen Paraguay hat Christoph Metzelder Bundestrainer Joachim Löw dazu aufgefordert, endlich eine Stammformation in der Abwehr zu finden: Die Spieler müssten sich in der Nationalmannschaft erst aufeinander einstellen. Gleichzeitig warnt der Ex-Nationalspieler allerdings auch vor überzogener Kritik.

Im Spiel gegen Paraguay am Dienstag hatte die Abwehr phasenweise erneut unsicher gewirkt. "Es wird wichtig sein, dass Joachim Löw eine Formation in der Viererkette findet. Gerade in der Nationalmannschaft ist die Abstimmung nicht einfach zu finden, weil die Spieler aus verschiedenen Vereinen kommen und das Abwehrverhalten unterschiedlich interpretieren", erklärte Metzelder in einem Interview auf der Webseite des DFB. Aktuell habe die Nationalmannschaft aber "qualitativ unheimlich viele gute Spieler in der Abwehr", betonte er.

Nach dem Spiel hatte die DFB-Elf viel Kritik einstecken müssen. Unter anderem beschwerte sich Günter Netzer in seiner Kolumne auf "bild.de" über einen "Mangel an erstklassigen Abwehrspielern" und schrieb weiter: "Die WM in Brasilien wird keine Mannschaft gewinnen, die sich nur auf die Offensive konzentriert. Deswegen muss das Abwehrverhalten verbessert werden."

"Spieler müssen sich von Kritik freimachen"

Trotzdem warnte Innenverteidiger Metzelder vor zu viel Schwarzmalerei. "Gerade vor großen Turnieren werden immer wieder Zweifel laut, und dann tritt die deutsche Mannschaft doch stabil auf." Er riet den Nationalspielern dazu rät sich Kritik nicht zu sehr zu Herzen zu nehmen. "Per Mertesacker und ich wurden in der Presse mal "Schleich und Schnarch" genannt. Von so etwas muss man sich freimachen, ich musste über diesen Namen sogar schmunzeln", erinnerte er sich.

Metzelder absolvierte zwischen 2001 und 2008 insgesamt 47 Länderspiele für die DFB-Elf und stand unter anderem auch beim WM-Finale 2002 auf dem Platz. In diesem Sommer beendete der 32-Jährige seine Profikarriere, spielt nun allerdings noch in der Landesliga für seinen Heimatverein TuS Haltern.

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