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Joachim Löw muss auf der USA-Reise auf viele Profis verzichten. Aufgrund der U21-EM wird es keine Aufrücker geben. Damit erhalten Spieler eine Chance, die sonst außen vor wären.

Frankfurt. Bundestrainer Joachim Löw muss Kreativität und Improvisation bei der anstehenden USA-Reise der deutschen Nationalmannschaft beweisen. Neben den fehlenden Spieler von Borussia Dortmund und dem FC Bayern München, die das Champions-League-Finale austragen (25.Mai), stehen auch einige Spieler aus dem erweiterten WM-Kader aufgrund der anstehenden U21-Europameisterschaft nicht zur Verfügung. 
 
Absprache mit Adrion

"Mit Rainer Adrion ist vereinbart, dass wir keinen von den Spielern zur Nationalmannschaft holen, die mitverantwortlich waren für die EM-Qualifikation", erklärte Löw gegenüber RP Online. Denn die Vergangenheit hat es vorgemacht: "Wir haben mit Spielern wie Höwedes, Khedira, Hummels, Boateng und Özil gute Erfahrungen gemacht".

Diese Spieler waren alle 2008 beim EM-Gewinn der U 21 dabei und gehören nun zu den Eckpfeilern des A-Teams. Angesichts des Ausfalls von nicht weniger als 17 etablierte Nationalspielern wegen des deutschen Champions-League-Endspiels zwischen den Bayern und dem BVB sowie anderer Verpflichtungen mit ihren Clubs muss der Bundestrainer improvisieren.

Zwar könnten die Dortmunder Nationalspieler nach dem Finale in der "Königsklasse" zumindest für das zweite Spiel in die USA nachreisen, doch dies bleibe wohl nur eine Option. "Wir wollen einfach gewährleisten, dass die Spieler Anfang Juni in Urlaub gehen können, da sie unheimlich belastet sind", so Löw.

Klare Zuteilung

Trotz Spielberechtigung für die U21-EM in Israel (5. bis 18. Juni) werden Schalkes Julian Draxler, Leverkusens Andre Schürrle und Gladbachs Torwart Marc-Andre ter Stegen mit in die USA reisen, anstatt um den EM-Titel zu spielen.



Anders sieht es dabei bei dem Mitverantwortlichen der EM-Qualifikation aus. Löw muss sowohl auf Lewis Holtby (Tottenham Hotspur), Sebastian Jung, Sebastian Rode (beide Eintracht Frankfurt) und Patrick Herrmann (Mönchengladbach) verzichten. Zwar gehören diese zum erweiterten WM-Kader, doch sind sie zugleich Stammkräfte bei der Nachwuchs-Auswahl, die den Titel anpeilt.

Neue Gesichter?

Vor der Bekanntgabe der Nominierung des Kaders für die US-Reise können sich einige Akteure am Bundesliga-Wochenende für die DFB-Elf empfehlen. Besonders Max Kruse (SC Freiburg), Philipp Wollscheid, Sidney Sam (beide Bayer Leverkusen), Nicolai Müller (Mainz 05) und Nils Petersen (Werder Bremen) sollen auf Löws Nachrückliste stehen.

Am Donnerstag ist eine gemeinsame Pressekonferenz von Löw und Adrion geplant, auf der das EM-Aufgebot der U21 und der A-Kader für die USA-Reise bekanntgeben werden.

Die deutsche A-Nationalmannschaft spielt am 29. Mai in Boca Raton gegen Ecuador und am 2. Juni in Washington gegen das US-Team von Jürgen Klinsmann. Die U21-Auswahl bestreitet am 6.Juni ihrer Auftaktpartie gegen die Niederlande im HaMoshava-Stadion in Petach Tikwa.

EURE MEINUNG: Wem sollte Löw eine Chance geben?

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