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Bundestrainer Joachim Löw wird am Donnerstag sein Aufgebot für die beiden Qualifikationsspiele gegen Kasachstan benennen. Überraschungen sind nicht zu erwarten.

Köln. Hoffen auf Miroslav Klose, Bangen um Lukas Podolski: Der Schweden-Schock ist durch die Paris-Kur bekämpft, nun nimmt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft mit voller Offensiv-Kraft und vertrautem Personal wieder die WM 2014 ins Visier. Dabei hofft Bundestrainer Joachim Löw, der am Donnerstag sein Aufgebot für die beiden Qualifikationsspiele gegen Kaschastan berufen wird, auf die treffsichersten Spieler seiner Amtszeit: Den seit Wochen fehlenden Klose und den verletzten Podolski.

Denn die Pflichtaufgaben gegen den Weltranglisten-142. am 22. März in Astana und vier Tage später in Nürnberg sind für die DFB-Elf die wichtigsten Begegnungen eines gesamten Jahres. Sind es doch die einzigen Qualifikationsspiele zwischen dem denkwürdigen 4:4 im Oktober 2012 gegen Schweden und dem Endspurt der Qualifikation ab September.

Sechs Punkte sind das logische Ziel

„Es ist kein Turnierjahr, aber ein wichtiges Jahr, das unsere komplette Konzentration verlangt“, sagt Löw: „Und an oberster Stelle steht die Qualifikation für Brasilien 2014.W Den Kurs hält der WM-Dritte als Tabellenführer der Gruppe C, doch Ausrutscher sind nach dem Schweden-Spiel nicht mehr erlaubt. „Es hat nichts mit Überheblichkeit zu tun, wenn wir aus diesen Spielen sechs Punkte erwarten“, sagte Wolfgang Niersbach dem SID.

Der DFB-Präsident ist „erfreut und erleichtert“, dass der Jahresauftakt mit dem 2:1-Prestigeerfolg in Frankreich vollauf gelang. Schließlich hatte die DFB-Auswahl zuvor fast vier Monate den schweren Rucksack des peinlich verspielten 4:0-Vorsprungs gegen Schweden zu schultern. „Das Schweden-Spiel hat mich fassungsloser gemacht als das EM-Aus gegen Italien“, erklärt Niersbach: „Dabei kann man nicht besser Fußball spielen, als wir es damals in den ersten 60 Minuten getan haben. Zum Glück hat die Mannschaft das in Paris bestätigt.“

Keine Überraschungen im Kader zu erwarten

Da sich Experimente bei Pflichtspielen von selbst verbieten - selbst gegen die laut FIFA-Rangliste siebtschwächste Mannschaft Europas - und Absagen wegen kleinerer Beschwerden in der Qualifikation eher selten sind, dürfte Löws Kader keine großen Überraschungen enthalten.

Der in der Bundesliga zuletzt so starke Schalker Julian Draxler (19) war schon in Frankreich dabei, auch wenn er ohne Einsatz blieb. Der Leverkusener Torjäger Stefan Kießling dürfte seine ohnehin minimalen Chancen durch seinen schwachen Auftritt vor den Augen des Bundestrainers in Mainz (0:1) nicht gesteigert haben.

Vor ihm rangieren weiter der in München im zweiten Glied stehende Mario Gomez und Klose. Dieser soll am 18. März in Rom noch einmal untersucht werden, nachdem DFB-Teamarzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt nach dem Außenband-Teilabriss im rechten Knie zuletzt Signale für eine baldige Heilung erkannt hatte. Gut möglich, dass Löw ihn zunächst pro forma nominiert. Offen ist auch eine Berufung Podolskis, der beim Champions-League-Spiel des FC Arsenal in München am Mittwoch wegen einer Sprunggelenks-Verletzung fehlte.

Hummels fällt aus

Sicher ausfallen werden in Bayern-Profi Holger Badstuber, der einen Rückschlag erlitt und in der Vorwoche erneut am Knie operiert wurde, und dem Dortmunder Mats Hummels (Außenband-Teilabriss im Sprunggelenk) zwei Innenverteidiger. Als möglicher Partner für Per Mertesacker steht Benedikt Höwedes bereit. Dass der Schalker als Linksverteidiger nicht die erhoffte Lösung ist, war eine der Lehren aus dem Frankreich-Spiel. Des Weiteren festigte der Hamburger René Adler dort seinen Status als Nummer zwei, BVB-Profi Ilkay Gündogan gilt als erster Vertreter von Bastian Schweinsteiger oder Sami Khedira im defensiven Mittelfeld.

Die Reise nach Kasachstan wird übrigens die ungewöhnlichste des Jahres. Da das Spiel wegen der Übertragungszeit im deutschen TV erst um 0 Uhr Ortszeit angepfiffen wird, reist der DFB-Tross erst am Donnerstag von Frankfurt/Main nach Astana, bleibt im „europäischen Modus“ und kehrt direkt nach Ende des Spiels zurück nach Nürnberg. Genauso war Löw schon im Oktober 2010 verfahren, damals mit Erfolg: Beim 3:0 in der EM-Qualifikation trafen neben Gomez ausgerechnet die aktuellen Wackelkandidaten Klose und Podolski.

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