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DFB-Manager Oliver Bierhoff will sich bei der Nationalelf nicht länger mit 95 Prozent zufrieden geben.

Berlin. Oliver Bierhoff, Team-Manager der deutschen Nationalmannschaft, fordert, den finalen Entwicklungsschritt zu gehen, damit die DFB-Elf endlich wieder einen langersehnten internationalen Titel feiern kann.

Bierhoff will fehlende fünf Prozent aus dem Team herauskitzeln

Gemeinsam mit Nationaltrainer Joachim Löw sei Oliver Bierhoff auf der Suche nach den „letzten fünf Prozent“, wie der DFB-Funktionär der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung verriet.

Dabei dürfe man keine Angst haben, neue Pfade zu beschreiten. „Wir müssen neue Wege gehen. Wir müssen eine andere Einstellung, ein anderes Bewusstsein zum Spiel entwickeln“, sagte der 44-Jährige der FAS weiter und führte seine Erläuterungen weiter.

„Und die Frage lautet: Wie komme ich an diese letzten fünf Prozent ran? Ich bin immer ein Freund von neuen Reizen – und ich bin fest überzeugt, dass man sich immer hinterfragen muss, ob man die Dinge richtig angeht“, sagte Bierhoff.



Löw wird in die Pflicht genommen

Trainer Jogi Löw genieße dabei sein vollstes Vertrauen, aber auf diesen warte auch die Hauptlast der Arbeit.

„Was das Technisch-Taktische angeht, kann man das in veränderten Trainingseinheiten angehen. Die Zahl der Abschlüsse im Training erhöhen; Wettbewerbe schaffen, die Sieg-Anreize setzen. Aber das ist nur ein Aspekt“, erklärte der ehemalige Nationalstürmer.

„Im mentalen Bereich ist es zwar nicht so einfach, weil wir die Spieler nicht jeden Tag haben. Aber auch in persönlichen Gesprächen und in sportpsychologischen Maßnahmen kann man dieses Thema bewusst vor Augen führen“, so Bierhoff.

Zeitgleich fordert er vom Deutschen Fußball-Bund Reformen und machte sich weiterhin für ein zentrales Leistungszentrum stark. Dies seien die essentiellen Eckpfeiler einer kontinuierlichen Entwicklung. Bierhoff zeigte mit warnendem Finger auf die Konkurrenzstaaten.

„Die anderen Nationen rüsten massiv auf. Die Engländer bauen ein riesiges Zentrum. Die Franzosen holen auf, andere Nationen haben wieder diesen Hunger. Wir müssen verhindern, dass wir in fünf Jahren aufwachen und wieder hinterherhinken. Meine Forderung ist: Wir müssen in die Ausbildung unserer Jugend investieren“, meinte Bierhoff.

EURE MEINUNG: Hat Bierhoff Recht? Darf der DFB jetzt nicht nachlassen, sondern muss die Entwicklung weiter kräftig antreiben?
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