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DFB-Pressekonferenz - Neue deutsche Tugenden: Technisch starke Spieler

Der Bundestrainer will etwas experimentieren ob der vielen Ausfälle, lobt die Niederlande und gibt Müller eine Einsatzgarantie. Im Sturm könnte es auf Marco Reus hinauslaufen.

Amsterdam. Ein Klassiker steht an: Die DFB-Elf gastiert zum Jahresabschlussspiel bei den Niederlanden – auch wenn beide Teams herbe Ausfälle zu beklagen haben, nehme man das Spiel absolut ernst, so Joachim Löw.

Vorfreude trotz vieler Ausfälle

„Ich freue mich selbstverständlich auf dieses Spiel. Jedes Länderspiel bringt seine eigenen Erkenntnisse mit“, eröffnete der Bundestrainer – die Situation mit den vielen Ausfällen sei dem späten Termin im November geschuldet, nun wolle man einige Experimente wagen und neuen Gesichtern eine Chance geben.

Zum geplanten System im Angriff gab es Andeutungen: „Es gibt jetzt zwei oder drei Varianten, dich ich mir durch den Kopf gehen lasse“ - eine davon sei, Reus oder Podolski als Stürmer auftreten zu lassen, auch wenn er den Arsenalprofi eher außen oder als hängende Spitze sehe: „Er kann diese Rolle spielen, kommt aber meiner Meinung nach hinter einer zentralen Spitze oder auf der linken Seite besser zur Geltung.“ Die Leistungen eines Kießling beobachte man, aber wolle nun „einen anderen Spielertypen im Sturm ausprobieren.“

Balance ist das Thema

Ohne einen Rückblick auf das 4:4 gegen Schweden ging es natürlich nicht; Löw kommentierte: „Die defensive Organisation muss verbessert werden, ohne unser druckvolles Spiel nach vorne aufzugeben.“ Die Balance zwischen Defensive und Angriff sei auch gegen Holland ganz wichtig, generell sei das aber nicht durch eine Mannschaftssitzung zu erreichen, sondern werde bis ins nächste Jahr die wichtigste Aufgabe – ohne die Stärke Deutschlands aus den Augen zu verlieren: Die neuen deutschen Tugenden seien technisch starke Spieler.

Holland sei „neben Deutschland, Spanien und einigen südamerikanischen Mannschaften eine der besten Mannschaften der Welt“, lobte Löw den Gegner und ließ durchblicken, dass die Aufstellung noch nicht feststehe. Müller sei von Anfang an verfügbar nach fast auskurierter Erkältung und werde starten, Adler ebenfalls eine Option für eine Halbzeit.

Bender und Gündogan sehen gute Einsatzchancen

Danach betraten Lars Bender und Ilkay Gündogan das Podium, die am Mittwoch zusammen im defensiven Mittelfeld erwartet werden. Beide rechnen durchaus mit einem Einsatz bei den vielen Ausfällen, die kein Problem seien: „Natürlich merkt man das irgendwo, aber nicht negativ.“ Die vielen Bayern-Ausfälle sollten sich erst einmal auskurieren.

Wichtig sei, Deutschland gut zu vertreten - optimalerweise mit weißer Weste: „Die Null zu halten gibt allen immer ein gutes Gefühl.“ Gündogan griff das Credo vom Bundestrainer auf: „Hinten sicher stehen, nach vorne glänzen – eine gesunde Mischung ist angebracht.“

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