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Vor dem Länderspielklassiker gegen die Niederlande äußert sich der ehemalige Nationalkeeper zur Situation der Torhüter und zur Diskussion um die Terminierung des Spiels.

München. Der ehemalige FC Bayern-Torhüter Oliver Kahn bezieht Stellung zum Freundschaftsspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Niederlande. Er plädiert darauf, das Spiel trotz ungünstiger Terminierung ernst zu nehmen.

Diskussionen kommen überraschend

Der kommende Länderspieltermin ist in der Öffentlichkeit vor allem von Klub-Verantwortlichen wie Rudi Völler kritisiert worden. Oliver Kahn gibt sich auf seinem Blog auf bild.de überrascht von solchen Reaktionen, schließlich sei „das Tauziehen zwischen Klubs und DFB um die Abstellung der Spieler für Freundschaftsspiele so alt wie der Fußball selbst.“

Mehr als nur lästige Pflicht

Kahn rät den Spielern diese Termine nicht lediglich als lästige Verpflichtungen abzutun. Damit spielt er auf einen Kommentar von Thomas Müller an. Der Youngster hatte sich wie folgt gegenüber den Medien geäußert: „Ein klasse Termin, auf den wir uns alle freuen. Da werden wir mit voller Leidenschaft unser Land vertreten und werden das tun, wofür wir geboren wurden - für Deutschland Fußball zu spielen.“
Möglicherweise mitschwingende Ironie verfehlt in Kahns Empfinden ihre Wirkung. „Es gibt in Deutschland genügend Spieler, für die eine Nominierung zur Nationalmannschaft - egal zu welchem Zeitpunkt - das Größte wäre, und die zur Not auch zu Fuß anreisen würden“, erinnert der Titan.

Schlüsselspiel für Löw

Obwohl der Ex-Nationaltorhüter grundsätzlich Länderspielgegner „von Fomat“ begrüßt, kritisiert er den Zeitpunkt des Holland-Spiels. Es komme „für Jogi Löw aber zu einem riskanten Zeitpunkt.“ Bei einer Niederlage gebe es wieder Diskussionen rund um die Nationalmannschaft. „Schon deshalb sollte das Prestigeduell gegen Holland bei allen Beteiligten einen hohen Stellenwert besitzen“, schlussfolgert Kahn.

„Kein Freund von ständigen Torwart-Rochaden“

Auch die Torhüterfrage sorgte zuletzt für Schlagzeilen. Manuel Neuers Nummer 1 solle durch die berechtigte Nominierung von René Adler nicht in Frage gestellt werden. „Erfolgreiche Mannschaften zeichnen sich auch dadurch aus, dass sie auf dieser Position Konstanz und Kontinuität gewährleisten“, so der Titan.

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