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Der Europameister von 1988 zeigte sich in einem Interview angetan von der DFB-Elf - und Mesut Özil.

Amsterdam. Der ehemalige holländische Nationalspieler äußert sich in einem Interview im Vorfeld des Länderspiels Niederlande gegen Deutschland am kommenden Mittwoch in Amsterdam positiv zur Entwicklung des deutschen Fußballs, tadelt Frank Rijkaard und wünscht sich Mesut Özil für die „Oranje“.

„Eure Mannschaft hat sich wundervoll entwickelt.“ In den höchsten Tönen lobt Gullit den deutschen Fußball vor dem Freundschaftsspiel gegen den großen Rivalen. Der deutsche Angriffsfußball sei „fantastisch“ und die Nationalmannschaft sei nicht mehr nur „groß und stark“, so Gullit gegenüber Bild.de.

Gerne hätte der frühere Kapitän und Star des AC Milan auch ein Stück deutsche Fußballkunst in den eigenen Reihen: „Gebt uns Özil! Her mit ihm. Den brauchen wir. Er ist technisch perfekt. Der Ball gehorcht ihm. Mit seinem Kurzpassspiel passt er perfekt zu uns.“

Keine Stars außer Messi, Ronaldo und Neymar

Trotz des Lobes für die deutsche Nationalmannschaft und explizit auch für Mesut Özil, sieht Gullit weder in den Niederlanden noch in Deutschland Stars in den Nationalteams. „Es gibt gute Spieler, sehr gute Spieler, ein paar exzellente und genau drei Stars.“ Diese stellen für ihn nur Weltfussballer Lionel Messi, Cristiano Ronaldo und der brasilianische Youngster Neymar dar. Außer den Legionären Arjen Robben, Robin van Persie und Rafael van der Vaart hätten die Niederlande auch keine „erfahrenen Spieler“.

Ruud Gullit findet jedoch nicht nur Kritik für den aktuellen Kader, sondern tadelt ebenso seinen ehemaligen Mitspieler Frank Rijkaard. Dessen Spuck-Attacke gegen Rudi Völler während des Achtelfinales zwischen Deutschland und den Niederlanden bei der WM 1990 in Italien „hätte nie passieren dürfen“. Trotz dieses Vorfalls sagt Gullit: „Früher gab es viel Streit zwischen den Nationen. Aber trotzdem hatten wir auch viel Respekt vor euch.“
„Jeder Verein auf der Welt braucht einen Mann wie Hoeneß.“

Gullit findet auch positive Worte für den kürzlich noch von Bondscoach Louis van Gaal gescholtenen Uli Hoeneß. Der FC Bayern sei ohne Hoeneß „unvorstellbar“. Weiter sagt Gullit: „Wenn du so einen Chef hast, bist du erfolgreich. Er missbraucht seine Macht ja nicht.“ Er vergleicht den Präsidenten des FC Bayern mit Silvio Berlusconi, dem Patron von Gullits Ex-Arbeitgeber AC Milan: „Das ist wie mit Silvio Berlusconi beim AC Mailand. Solche Männer sind wichtig.“

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