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Der Trainer von Zweitligist Hertha BSC nahm Stellung zur Philosophie der DFB-Elf und glaubt, dass gerade die jungen Akteure noch lange nicht am Ende ihrer Entwicklung stehen.

Berlin. Jos Luhukay, Trainer von Hertha BSC, äußerte sich im Interview zur fortschreitenden Entwicklung in der deutschen Fußballnationalmannschaft. Seiner Meinung nach werden, gerade die jungen Akteure, wie Marco Reus, Mario Götze oder Thomas Müller in Zukunft weiter an Qualität gewinnen.

„Diese Erfahrungen braucht die Nationalmannschaft“

Die Spieler profitieren, laut Luhukay, von der extrem verbesserten Talententwicklung und –förderung. Spieler bekämen dadurch bereits in jungen Jahren die Möglichkeit sich auf höchstem Niveau zu beweisen. Deshalb werde es immer schwieriger für Spieler in späteren Jahren den Sprung in die Nationalmannschaft zu schaffen.

„Es wird seltener vorkommen, dass Spieler, die nicht schon früh internationale Erfahrung gesammelt haben, im fortgeschrittenen Alter noch den Sprung in die Nationalmannschaft schaffen. Es ist ja so: Thomas Müller oder Marco Reus oder Mario Götze, die jetzt Champions League spielen, werden dadurch noch besser“, so der Niederländer laut dfb.de. International sei die Gegenwehr eine andere. Schiedsrichter leiten anders, als man es aus der Bundesliga kenne. „Diese Erfahrungen braucht die Nationalmannschaft, wenn sie Turniere gewinnen will.“

„Spielerische Klasse und Individuelle Qualität“

Von der Spielphilosophie ist Luhukay indes überzeugt: „Die deutsche Mannschaft zeichnet ihre sehr gute offensive Spielweise aus. Sie hat spielerische Klasse, individuelle Qualität. Und weltweit hat fast keine Mannschaft das offensive Spiel so gut umsetzen können wie Deutschland.

Im Vergleich zu seinem Heimatland, die Niederlande, sieht er einen entscheidenden Unterschied. „Es fehlt im Abwehrverhalten, da hat Holland nicht die Qualität, wie Deutschland sie hat. Die deutsche Mannschaft ist in der Breite auch besser aufgestellt.“

Erfolg beim nächsten Anlauf?

Ein Patentrezept für einen etwaigen Titelgewinn bei der kommenden Weltmeisterschaft in Brasilien im Jahr 2014 hat aber auch Luhukay nicht, jedoch behauptet er: „Es geht nicht um Schönspielerei. Entscheidend ist es, Titel zu gewinnen. Um dorthin zu kommen, gibt es unterschiedliche Wege. Ein Turnier zu gewinnen, das kann man mit einer defensiven Strategie angehen oder einer offensiven. Das hängt davon ab, welche Qualität ein Trainer in seinem Kader hat.“

Der wohl größte Konkurrent Spanien sei bereits über Jahre als Team außergewöhnlich stark und habe zudem eine hohe individuelle Qualität. Deutschland sei jedoch die Nation, die den Iberern am nächsten komme. „Es wird offensiv gespielt, mit einem hohen Tempo. Die Grundausrichtung ist keine abwartende Haltung, sondern eine sehr aktive.“

EURE MEINUNG: Ist die deutsche Elf 2014 reif für den Titel?
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