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Einst war Adler die Nummer eins im Tor der DFB-Auswahl, doch Verletzungen warfen ihn zurück. Nun findet er wieder zur alten Stärke, aber der Bundestrainer lässt dies bisher kalt.

Hamburg. Der Sportchef des Hamburger SV, Frank Arnesen, hat sich für eine Rückkehr von Rene Adler in die deutsche Nationalmannschaft ausgesprochen. Joachim Löw könne nicht übersehen haben, dass die frühere Nummer eins der DFB-Auswahl in einer bestechenden Form sei, so der Däne. Außerdem räumt er mit dem Mythos auf, dass er und Thorsten Fink ein schlechtes Verhältnis zueinander haben.

Auf Augenhöhe?

Der Sportchef des HSV lehnt sich sehr weit aus dem Fenster angesichts der Topform seines Schützlings. „Es ist, als wäre er immer Deutschlands Nummer eins geblieben. Für mich ist er genauso stark wie Manuel Neuer“, sagte Arnesen der Hamburger Morgenpost. Zudem sollte es bis zum Bundestrainer gedrungen sein, dass der frühere Leverkusener hervorragend hält. „Es ist Jogi Löws Sache, ob er ihn nominiert - aber er ist ja nicht blind.“

Nicht auf Löws Zettel

Wie der Kicker am Montag berichtete, verzichtet Jogi Löw vorerst auf die Dienste des 27-Jährigen trotz der überragenden Leistungen in dieser Bundesligasaison. Der Bundestrainer setzt weiterhin auf seine Nummer eins, Manuel Neuer. Hinter dem Bayern-Spieler haben sich die jungen Keeper Ron-Robert Zieler und Marc-Andre ter Stegen etabliert.



Verletzung war Einschnitt in der Karriere

Adler lief bisher zehnmal im Dress der Nationalmannschaft auf. Letztmalig stand er am 17. November 2010 gegen Schweden im Kasten. Er galt als die Nummer eins für die WM 2010. Doch aufgrund einer Rippenprellung verpasste er nicht nur die Weltmeisterschaft, sondern verlor zudem seinen Stammplatz an Neuer in der Nationalelf und auch bei der Werkself.

Gestärkt aus der Situation

Zu Beginn der Saison sah es für den Bundesliga-Dino nicht sehr rosig aus und ganz spurlos ist das Ganze nicht an Arnesen vorbeigegangen. „Es war mit die schwierigste Zeit, die ich als Sportdirektor erlebt habe. Die Kritik war sehr aggressiv“, so der Däne gegenüber der Hamburger Morgenpost. Er weiß, dass die ganze Situation auch etwas Gutes mit sich brachte. „Wir hatten nicht nur sportlich, sondern auch intern eine Krise. Aber das Positive ist, dass wir als Vorstand gestärkt daraus hervorgegangen sind.“

Arnesen und Fink halten zusammen

Besonders enttäuschte den 56-Jährige die Berichterstattung, welche ein gestörtes Verhältnis zwischen Thorsten Fink und ihm vermuten ließ. Demnach habe der Sportchef den Trainer unter Druck gesetzt. „Da wurde versucht, Thorsten und mich auseinanderzutreiben.“ Diesem widerspricht Arnesen mit vehement.

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