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Nach der EM ist vor der WM. Die Qualifikation für Brasilien 2014 begann mit einer vollen Punkteausbeute für die deutsche Nationalelf, doch zufrieden will niemand so recht sein.

Berlin. Die ersten Spiele der Qualifikation in Europa zur Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien sind absolviert, die deutsche Nationalmannschaft hat zwar sechs Punkte aus zwei Spielen, doch zufrieden zurücklehnen kann sich Joachim Löw nicht, „es läuft nicht alles rund.“

„Uns fehlt derzeit die Leichtigkeit“

Gegen die Faröer siegte die Nationalelf noch mit 3:0 und feierte den höchsten Sieg gegen die Inseln, doch gegen Österreich taten sich die deutschen Kicker enorm schwer und gewannen nur mit ganz viel Glück mit 2:1 gegen die Nachbarn aus dem Süden. In einem Interview mit der Bild sagte Bundestrainer Löw nun, die Mannschaft weine dem Italien-Spiel nicht mehr hinterher, denn „die EM ist verarbeitet. Nach einem solchen Turnier in die Qualifikation zu starten, ist eine Umstellung.“ Doch noch fehlt etwas, wie er zugab: „Uns fehlt derzeit die Leichtigkeit, es läuft nicht alles rund. Wir müssen uns im spielerischen Bereich stabilisieren.“

Auch wenn noch einiges zu verbessern ist, macht sich Löw keine Sorgen: „Manchmal ist es vielleicht gut, wenn die Defizite offenkundig werden. Dann weiß man, wo man konkret ansetzen muss. Wir müssen wieder mehr Basisarbeit machen. In dieser Phase befinden wir uns gerade.“



„Wir werden uns nicht beirren lassen und unseren Weg fortsetzen“

Die Kritik hagelt nicht erst seit den ersten Spielen der Qualifikation auf Trainer und Manschaft nieder. Der Bundestrainer halte es aber keinesfalls für abwegig, „dass wir jetzt kritischer gesehen werden. Das ist eben so, damit müssen wir klarkommen, das betrifft ja auch den Trainer, die Erwartungshaltung war extrem hoch. Aber wir werden uns nicht beirren lassen und unseren Weg fortsetzen.“ Der nicht so falsch sein kann, da die Mannschaft „seit 2008 von 22 Quali-Spielen 20 gewonnen und zweimal Remis gespielt. Es kann also nicht alles so schlecht sein, wie es jetzt dargestellt wird.“

Die Zeit der ganz großen Schritte sei aber vorbei, wie Löw zugab: „Es ging 6 Jahre lang nur bergauf, mit riesigen Schritten. Die Schritte nach ganz oben können also gar nicht mehr so groß sein, werden jetzt zwangsläufig kleiner. Wir sind jetzt auf einem Niveau, auf dem man nur wenige Fehler begehen darf.“

„Wir sind uns alle einig, dass im Moment einzig und allein die Qualifikation zählt“

Zu der Kritik am Team scheint auch noch ein interner Konflikt hinzuzukommen, nachdem Kapitän Philipp Lahm klar vom Titel in Brasilien spricht, Sami Khedira davon aber noch gar nichts wissen will. Löw beschwichtigt in der Bild: „Nein, wir haben mündige Spieler. Ich sehe auch keinen Widerspruch in beiden Aussagen. Philipp ist der Kapitän, er hat gesagt, dass der Titel das Ziel sein muss. Er hat aber auch ergänzt, dass es keine Garantie geben kann. Da hat er recht. Und Sami hat gesagt, dass wir uns erst mal auf die Qualifikation konzentrieren sollen. Auch er hat recht. Ich habe nun der Mannschaft gesagt: Lasst uns jetzt über die Gegenwart sprechen. Die WM in Brasilien ist aktuell nicht das Thema. Wir sind uns alle einig, dass im Moment einzig und allein die Qualifikation zählt.“

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