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Er ist für klare und ehrliche Worte bundesweit bekannt. Jahrelang begleitete er das DFB-Team als TV-Experte. Nun gibt er seine Meinung zu bestimmten Themen ab.

Hamburg. Das jüngste WM-Qualifikationsspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Färöer Inseln war sicherlich nicht dazu angetan, um in grenzenlose Euphorie nach dem hart umkämpften 3:0-Sieg zu verfallen. Dennoch ist zumindest dem ehemaligen Nationalspieler Günter Netzer eine taktische Entwicklung aufgefallen, die er als wichtig erkannt hat.

Jagd auf den Torrekord


Derzeit hat der 34-jährige Miroslav Klose ein klares Ziel vor Augen. In 124 Länderspielen hat er schon 64 Treffer erzielen können. Nur vier Treffer fehlen ihm, um den legendären „Bomber der Nation“, Gerd Müller einzuholen. Noch wichtiger jedoch ist ihm der mannschaftliche Erfolg und natürlich ein Stammplatz im DFB-Team. Bayern-Angreifer Mario Gomez ist dort sein unmittelbarer Konkurrent.

Durchschnittliche Qualität im Sturm


Gomez ist jedoch auch sein einziger potenzieller Rivale, wenn es um den einen Platz im Angriff geht. Andere Spieler wie Lukas Podolski und Marco Reus sehen sich eher im offensiven Mittelfeld. Was den Fußball-Fachmann Netzer in seiner Kolumne für die Bild-Zeitung zu der Aussage führt: „Die jetzige Fußball-Generation ist eher durchschnittlich besetzt, was die Qualität an echten Stürmern betrifft.“

Neue Aufgabe für Defensivspieler


Gleichzeitig nennt er aus dem Defensivbereich Beispiele, die eine neue Entwicklung des modernen Fußballs bedeuten. Dazu Netzer: „Aber es haben schon früher Spieler, die nur die reine Manndeckung beherrschten, in einer Mannschaft ihre Existenzberechtigung verloren. Weil Abwehrspieler nicht nur reine Defensivaufgaben zu erfüllen haben, sondern es ihre Aufgabe ist, das Spiel kreativ nach vorne zu treiben.“

Der Sieg heiligt die Mittel


Nach dem wahrlich nicht berauschenden Spiel gegen die krassen Außenseiter von den Inseln gab es auch Kritik an der Leistung des Teams. Netzer sieht dies differenziert: „Wie schon in einigen anderen Spielen war die Chancenauswertung gegen die Färöer zu bemängeln. Aber attraktiver Fußball, bei dem letztlich keine Tore erzielt werden und der womöglich sogar noch mit einer Niederlage endet, der kann keine Alternative sein. Dann ist es nicht das richtige System.“

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