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Eigentlich begann seine fußballerische Laufbahn nicht im Tor, sondern davor. Bei den Bambinis von Gladbach fing alles als Stürmer an. Nun trainiert er in Südfrankreich mit.

Tourrettes. Im Trainigslager der deutschen Nationalmannschaft kämpft Marc-Andre ter Stegen um einen Platz hinter Manuel Neuer. Bei seinem Verein Borussia Mönchengladbach ist er gesetzt. Wie er überhaupt ins Tor kam und wie er die Zeit in Südfrankreich sieht, erläuterte er in einem Interview mit dfb.de.

Vom Stürmer zum Torhüter

Angefangen hat alles als Vierjähriger. Der Opa von Marc-Andre ter Stegen ermunterte seinen Enkel, doch mal zur Borussia zu gehen. Damals in den Bambinis startete die Karriere des Gladbachers. Aber erst durch die Verletzungen anderer kam er überhaupt ins Tor: „Es wurde dann immer gefragt, wer ins Tor will. Ich habe das immer gerne gemacht und hatte dabei viel Spaß. Und ganz schlecht kann es nicht gewesen sein. Ich bin dann gemeinsam mit den Trainern zum Entschluss gekommen, dass ich ganz ins Tor gehe.“

Damals stand er als Stürmer noch den Torhütern gegenüber und nun musste er selbst Tore verhindern. Doch seinen Wechsel bereut er keinesfalls: „Ich habe die neue Rolle angenommen und im Nachhinein bin ich natürlich froh, dass die Entscheidung so getroffen wurde.“

Rensing ist das Vorbild

Als Kind ist der Gladbacher immer wieder mit den verschiedensten Torhütern der Bundesliga als Einlaufkind mit aufs Feld gelaufen. Mit Oliver Kahn hat er nicht gesprochen, dafür war Simon Jentzsch redseliger. Als sein Vorbild betrachtete er jedoch immer Michael Rensing: „Ich habe mir sein Spiel immer gerne angeschaut, wenn er denn mal gespielt hat. Dass Köln abgestiegen ist, liegt mit Sicherheit nicht am Torhüter. Es hängt nie an einem Einzelnen oder einer einzelnen Position. Der Misserfolg nicht, und auch nicht der Erfolg.“

„Durch Reden ist noch niemand ins Nationalteam gekommen.“

Der Erfolg der Borussia ist auch auf ihren starken Schlussmann zurückzuführen. Ohne ihn wären sie sicher nicht unter die Top fünf der Bundesliga gekommen. Doch er hat sich nie durch die Spekulationen der Medien aus der Ruhe bringen lassen, denn „durch Reden ist noch niemand ins Nationalteam gekommen.“ Daher hätte es für den Gladbacher Tormann auch „keinen Sinn gehabt, sich an irgendwelchen Spekulationen zu beteiligen.“

Gute Stimmung im Trainingslager

Nun trainiert er in Südfrankreich mit der DFB-Elf für die Europameisterschaft in Polen und der Ukraine. Ob er einen der beiden Plätze hinter Manuel Neuer ergattern kann, wird er erst in einiger Zeit erfahren. Das Training mit seinen beiden Konkurrenten Wiese und Zieler mache ihm viel Spaß und er verstehe sich gut mit den beiden Torhütern. Er sagte aber auch weiter: „Wir sind Konkurrenten, wir haben Ehrgeiz, jeder will gewinnen. Wir habe alle ein ähnliches Ziel, wichtig ist es aber, dass wir respektvoll miteinander umgehen. Und das machen wir. Das Sportliche hat ja nichts mit dem Privaten zu tun.“

Noch eine offene Rechnung mit der Schweiz

Den Kampf um das Tor nimmt ter Stegen also sportlich und sieht die Entscheidung als offen an: „Die Positionen zwei und drei sind offen, so wurde es gesagt. Wir wollen alle in den Kader, das ist ein großes Ziel, das ich mit vollem Ehrgeiz anstrebe.“ Ob er am Samstag zu seinem Debüt in der Nationalelf kommt, entscheidet allein der Bundestrainer. Doch eine Rechnung hat der junge Gladbacher mit den Schweizern noch offen: „Wir haben im Jahr 2009 mit der U 17 bei der WM in Nigeria gegen die Schweiz verloren. Das war ganz bitter, mit 3:4 in der Verlängerung sind wir aus dem Turnier ausgeschieden, und die Schweiz wurde schließlich Weltmeister. Aber ganz unabhängig davon freue ich mich sehr auf das Spiel am Samstag.“

Am Samstag um 18 Uhr trifft die deutsche Nationalmannschaft in Basel auf die Schweiz. Fünf Tage später erfolgt dann der letzte Test vor der Euro 2012 in Leipzig. Um 20:30 Uhr wird die Partie gegen Israel angestoßen.

Eure Meinung: Wird ter Stegen einen Platz im Kader der DFB-Elf für die Euro bekommen?

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