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Show must go on – Löw stellt die Weichen Richtung Normalität
Nach dem tragischen Freitod von Robert Enke wurde die schönste Nebensache der Welt einmal wirklich zur Nebensache deklariert. Ein Volk trauerte und der König Fußball zeigte sich einmal von seiner menschlichen Seite. Jogi Löw hatte am heutigen Montag nun die schwere Aufgabe die Profis wieder für den Alltag umzupolen und mit Hinblick auf kommenden Sommer die WM zur Hauptsache zu erklären.
Vor Ort von der deutschen Nationalmannschaft
berichtet François DUCHATEAU
Düsseldorf. „Show must go on“ war irgendwie das Motto, das Joachim Löw bei seiner ersten Pressekonferenz in Düsseldorf nach dem Tod von Robert Enke ausstrahlte – oder viel mehr ausstrahlen musste. Nach dem gestrigen Abschied von Robert Enke muss das Leben schließlich weitergehen, diesen Tenor vermittelte er auch am Morgen seiner Mannschaft und zwar „positiv weitergehen. Man muss nach vorne denken.“ Mit der Rückkehr zu alten Mustern („sich über den Gegner und die Aufstellung unterhalten“) möchte der Bundestrainer sein Team wieder behutsam zurück auf die Spur führen. Fußball sei dafür die beste Ablenkung, auch wenn letzterer Begriff eigentlich unpassend ist, schließlich ist Sport für die Profis ja ein Beruf und damit Hauptaugenmerk.
Podolski drosch bereits wieder grinsend mit Esprit durch die Arena
Am heutigen Montagvormittag bestritt die DFB-Auswahl das erste richtige gemeinsame Training in der Düsseldorfer Esprit-Arena abgeschottet von der Öffentlichkeit. Die Presse war nur für die erste Viertelstunde zugelassen. Außer einer sehr langen Ansprache vom Bundestrainer an seine Mannschaft, die um ihn herum einen Kreis gebildet hatte, schien die Übungseinheit auch ganz normal über die Bühne zu gehen. Von einer Schweigeminute oder ähnlichem war nichts zu sehen. Statt Trübsal zu Blasen waren die Profis voll bei der Sache. Lukas Podolski konnte sogar schon wieder grinsen, als er einige Bälle quer durch die Arena drosch.

„Dieser Konkurrenzkampf um Stammplätze ist wichtig und der wird verlangt.“
Auch wenn in den letzten Tagen viel über den Druck im Profisport analysiert wurde, merkt man Joachim Löw während seiner ersten Pressekonfrontation nach dem Enke-Drama den Nachdruck zwischen den Zeilen und seinem souveränen Ton an, mit dem er zurück zum sportlichen Alltag verweisen möchte. Aufgestellt werde am Mittwoch nur, wer mental bereits in der Lage ist, alles zu geben. Dies möchte der Coach durch viele Einzelgespräche herausfinden. Unter normalen Umständen hätten sich durch den Ausfall Michael Ballacks, Spieler aus dem zweiten Glied in den Fokus spielen können. Auch wenn die Partie am Mittwoch gegen die Elfenbeinküste unter anderen Vorzeichen als sonst steht, ist Löw bedacht, den sportlichen Ehrgeiz anzuheizen. „Dieser Konkurrenzkampf um Stammplätze ist wichtig und der wird verlangt. Da wird sich nichts ändern“, schließlich „arbeite man im Leistungsbereich“, so der Vize-Europameister.
Löw nimmt mit Leistungsaufforderung seine Spieler an die Hand
Vielleicht ist dieser kleine Druck gerade jetzt das richtige Mittel von Leitwölf Löw, um die Köpfe wieder in Richtung Weltmeisterschaft zu lenken. Vergangene Woche war Fußball selbstverständlich Nebensache, aber dennoch stehen nicht mehr viele Tests bis zur Weltmeisterschaft aus. Mit seiner klaren Forderung nach Leistung, nimmt der Bundestrainer seine Spieler nicht vielleicht gefühlskalt an die Hand, sondern erleichtert ihnen mental das Comeback zur Normalität. „I have to find the will to carry on“, singt Queen-Frontmann Freddy Mercury in „Show Must Go On“. Löw hat den notwendigen Ton angeschlagen.
berichtet François DUCHATEAU
Düsseldorf. „Show must go on“ war irgendwie das Motto, das Joachim Löw bei seiner ersten Pressekonferenz in Düsseldorf nach dem Tod von Robert Enke ausstrahlte – oder viel mehr ausstrahlen musste. Nach dem gestrigen Abschied von Robert Enke muss das Leben schließlich weitergehen, diesen Tenor vermittelte er auch am Morgen seiner Mannschaft und zwar „positiv weitergehen. Man muss nach vorne denken.“ Mit der Rückkehr zu alten Mustern („sich über den Gegner und die Aufstellung unterhalten“) möchte der Bundestrainer sein Team wieder behutsam zurück auf die Spur führen. Fußball sei dafür die beste Ablenkung, auch wenn letzterer Begriff eigentlich unpassend ist, schließlich ist Sport für die Profis ja ein Beruf und damit Hauptaugenmerk.
Podolski drosch bereits wieder grinsend mit Esprit durch die Arena
Am heutigen Montagvormittag bestritt die DFB-Auswahl das erste richtige gemeinsame Training in der Düsseldorfer Esprit-Arena abgeschottet von der Öffentlichkeit. Die Presse war nur für die erste Viertelstunde zugelassen. Außer einer sehr langen Ansprache vom Bundestrainer an seine Mannschaft, die um ihn herum einen Kreis gebildet hatte, schien die Übungseinheit auch ganz normal über die Bühne zu gehen. Von einer Schweigeminute oder ähnlichem war nichts zu sehen. Statt Trübsal zu Blasen waren die Profis voll bei der Sache. Lukas Podolski konnte sogar schon wieder grinsen, als er einige Bälle quer durch die Arena drosch.

„Dieser Konkurrenzkampf um Stammplätze ist wichtig und der wird verlangt.“
Auch wenn in den letzten Tagen viel über den Druck im Profisport analysiert wurde, merkt man Joachim Löw während seiner ersten Pressekonfrontation nach dem Enke-Drama den Nachdruck zwischen den Zeilen und seinem souveränen Ton an, mit dem er zurück zum sportlichen Alltag verweisen möchte. Aufgestellt werde am Mittwoch nur, wer mental bereits in der Lage ist, alles zu geben. Dies möchte der Coach durch viele Einzelgespräche herausfinden. Unter normalen Umständen hätten sich durch den Ausfall Michael Ballacks, Spieler aus dem zweiten Glied in den Fokus spielen können. Auch wenn die Partie am Mittwoch gegen die Elfenbeinküste unter anderen Vorzeichen als sonst steht, ist Löw bedacht, den sportlichen Ehrgeiz anzuheizen. „Dieser Konkurrenzkampf um Stammplätze ist wichtig und der wird verlangt. Da wird sich nichts ändern“, schließlich „arbeite man im Leistungsbereich“, so der Vize-Europameister.
Löw nimmt mit Leistungsaufforderung seine Spieler an die Hand
Vielleicht ist dieser kleine Druck gerade jetzt das richtige Mittel von Leitwölf Löw, um die Köpfe wieder in Richtung Weltmeisterschaft zu lenken. Vergangene Woche war Fußball selbstverständlich Nebensache, aber dennoch stehen nicht mehr viele Tests bis zur Weltmeisterschaft aus. Mit seiner klaren Forderung nach Leistung, nimmt der Bundestrainer seine Spieler nicht vielleicht gefühlskalt an die Hand, sondern erleichtert ihnen mental das Comeback zur Normalität. „I have to find the will to carry on“, singt Queen-Frontmann Freddy Mercury in „Show Must Go On“. Löw hat den notwendigen Ton angeschlagen.
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