Robert Enke: Stationen seiner Laufbahn

Robert Enke hatte eine bewegte Karriere. Er spielte in der Bundesliga, Portugal, Spanien und der Türkei. Die Krönung hätte die Weltmeisterschaft in Südafrika im kommenden Sommer werden sollen.

Robert Enke, Hannover 96 (Bongarts / Getty Images)
(fb) Hannover. Diese Nachricht ist ein Schock für alle Fußballinteressierten in Deutschland: Nationaltorhüter Robert Enke von Hannover 96 ist heute verstorben (Meldung). Goal.com zeichnet die Stationen seiner Karriere nach:

Von Jena nach Gladbach


Enke hat seine fußballerischen Wurzeln bei Carl Zeiss Jena. Von 1985 bis 1995 spielte er dort in der Jugend, ehe er den Sprung in die Profimannschaft des damaligen Zweitligisten schaffte. Schon damals eilte dem 18-jährigen der Ruf voraus, ein außergewöhnliches Potenzial auf der Position zwischen den Pfosten zu besitzen. Borussia Mönchengladbach war dies nicht verborgen geblieben und die Fohlen sicherten sich ablösefrei Enkes Dienste.

Führungsspieler in Lissabon


Nach zwei Lehrjahren auf der Gladbacher Ersatzbank wurde er unter Friedel Rausch zur neuen Nummer eins. Trotz guter Leistungen konnte der Schlussmann 1999 den Abstieg in die zweite Bundesliga nicht verhindern. Erstmals wurde er auch für die DFB-Elf ein Thema: Trainer Erich Ribbeck nominierte ihn für den Confederations Cup, setzte ihn jedoch nicht ein.

Enke wollte den Gang ins Unterhaus mit Möchengladbach nicht antreten und wechselte zum portugiesischen Traditionsklub Benfica Lissabon. Unter Jupp Heynckes avancierte er zum Mannschaftskapitän und absoluten Leistungsträger. Nach 77 Spielen für Benfica folgte 2002 der nächste Schritt auf der Karriereleiter – der Wechsel zum FC Barcelona.

Probleme in Barcelona und Istanbul


Bei den Katalanen klappte es für Enke jedoch nicht. Er absolvierte nur ein Pflichtspiel und ließ sich nach nur einem Jahr an Fenerbahce Istanbul ausleihen. Auch dort wurde er nicht glücklich, erst in der Rückserie 2004 beim spanischen Zweitligisten CD Teneriffa knüpfte er wieder an alte Glanzleistungen an. Enke zog es zurück in die Bundesliga und im Sommer unterschrieb er einen Vertrag bei Hannover 96. Dort wurde er schnell zum Publikumsliebling und mit seinen Leistungen war er schnell einer der Toptorhüter in Deutschland. 2007 wurde er Hannovers neuer Kapitän und auch in der Nationalmannschaft ging es für ihn voran.

Acht Länderspiele für Deutschland


Im Frühjahr 2007 debütierte Enke für die die Elf von Jogi Löw. Hinter Jens Lehmann reiste er als Nummer zwei zur Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz. Enke spielte acht Mal für Deutschland und galt bis zu seiner Viruserkrankung in diesem herbst als Topkandidat auf den Platz im deutschen Tor bei der WM in Südafrika.


 
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