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Dresden erster Prüfstein: Schalke 04 muss auf der Hut sein

Mit einem einfachen Abend dürfte am Montag nicht zu rechnen sein. Schalke sollte Dynamo Dresden tunlichst nicht unterschätzen – Keller warnte seine Spieler bereits.

Aus Gelsenkirchen berichtet:
Goal-Korrespondent Hassan Talib Haji

Es wird eine schwere, aber machbare Aufgabe. Mit dieser gähnenden Einstellung geht der FC Schalke 04 am Montagabend bei Dynamo Dresden nicht ins Spiel, jedenfalls nicht, wenn es nach dem Trainer geht. Jens Keller machte seinen Spielern unlängst klar: "Wir sind der Bundesligist und wollen mit aller Macht weiterkommen!" Es gibt keinen Zweifel daran, dass der Übungsleiter von seiner Mannschaft verlangt, sofort die Verhältnisse gegen den Drittligisten klarzustellen.

Wenn die Spieler den aufkommenden Elan ihres Chefs an den Tag legen, dann kann der Sieger nur Schalke heißen. Doch, es wäre nicht der DFB-Pokal, wenn nicht auch ein prekäres Ausscheiden der Königsblauen möglich wäre. Von 20 Spielen in Dresden dürfte Schalke 19 gewinnen. Keller lächelte, als er mit dieser These konfrontiert wurde: "Na, dann wollen wir nicht hoffen, dass es am Montag genau das eine Spiel ist, was wir verlieren."

Leverkusen als mahnendes Beispiel

Bei den Sachsen kamen schon andere Bundesligisten unter die Räder, wie 2011 Bayer Leverkusen. Die Werkself führte bereits mit 3:0, zog am Ende mit 3:4 n. V. dennoch den Kürzeren und schied blamabel und äußerst peinlich aus. Damit Schalke 04 nicht ein ähnliches Schicksal erleidet, ist volle Konzentration gefordert. Wobei aber die Truppe von Stefan Böger in zweifacher Hinsicht einen kleinen Vorteil genießt.

Dynamo ist bereits voll im Saft und hat vier Ligaspiele absolviert. Punktgleich mit dem Chemnitzer FC steht der Drittligist an zweiter Stelle – schoss schon zehn Tore. Zudem findet die Pokalpartie im ausverkauften Stadion an der Lennéstraße statt – ein echter Hexenkessel, der eine atemberaubende Kulisse unter Flutlicht bieten wird.

Huntelaar fit und einsatzbereit

Schalke 04 weiß indes noch nicht wirklich, wo es steht. Verletzte Spieler, satte sieben für dieses Spiel, kommen hinzu. Die erste Standortbestimmung wird gleich ein echter Prüfstein für die junge Elf der Knappen. Ein großer Lichtblick ist dabei die Genesung von Sidney Sam, der in der Vorbereitung zeigte, warum man ihn von Bayer Leverkusen loseiste und ins Ruhrgebiet holte.

Außerdem ist zu erwarten, dass Klaas-Jan Huntelaar in der Anfangsformation zu finden sein wird. Er betonte bereits: "Ich bin fit und kann spielen!" Der Niederländer machte zwar kein einziges Testspiel mit und ist nach WM-Urlaub erst seit zehn Tagen wieder im Training, jedoch heißt das bei ihm nichts. Eine große Stärke des Torjägers ist es, von 0 auf 100 durchzustarten – ohne Probleme.

Eines ist klar: Rufen die Königsblauen am Montagabend ihr Leistungsvermögen ab, dann wird Dynamo Dresden so gut wie keine Chance haben. Jedoch kann in so einem Pokalspiel viel passieren, wie Stefan Kießling und Co. leidvoll erleben mussten ...

Die mögliche Startelf

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