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Zweitligist Kaiserslautern hat erstmals seit 2003 wieder das Pokal-Halbfinale erreicht. Die Freude über das 1:0 n.V. beim Bundesliga-Zweiten Leverkusen währte aber nicht lange.

Leverkusen. Erst ein strahlender Sieger, dann ein ganz schlechter Verlierer: Kaiserslauterns Vorstandsboss Stefan Kuntz zeigte nach dem 1:0 (0:0)-Pokalcoup nach Verlängerung beim Bundesliga-Zweiten und Champions-League-Achtelfinalisten Bayer Leverkusen zwei Gesichter.

Nachdem sich der 51-Jährige gerade noch über den überraschenden Halbfinal-Einzug des Pokalsiegers von 1990 und 1996 sowie Zusatzeinnahmen von rund zwei Millionen Euro für den klammen Zweitligisten gefreut hatte, leistete sich der 51-Jährige vor laufenden TV-Kameras einen peinlichen Fauxpas. Minuten zuvor war ausgelost worden, dass der FCK zu Titelverteidiger und Topfavorit Bayern München reisen muss.

enttäuschter Kuntz mit Macho-Spruch

"Bei Hansi und Mehmet hatte ich gedacht, da kann nichts schiefgehen", sagte Kuntz zunächst ganz nüchtern zur Auslosung durch Glücksfee Kirsten Bruhn, ehe er mit Blick auf den mehrfache Paralympics-Siegerin anfügte: "Typisch: Frauen und Fußball. Toll. Wir freuen uns. Schönen Dank."

Moderator Reinhold Beckmann, Experte Mehmet Scholl und Bundestrainer-Assistent Hansi Flick waren perplex, machten aber gute Miene zum bösen Spiel. Beckmann versuchte, die Wogen zu glätten: "Wer beim Tabellenzweiten gewonnen hat, der kann doch auch beim Ersten..." Kunz fand's gar nicht witzig und fragte: "Wie willst du denn bitte aus dem Satz wieder rauskommen?"

Lautern mit Sensation

Kurz nach dem Coup in der BayArena hatte Kuntz noch beste Laune gehabt. "Selten habe ich so gerne Geld an die Spieler verteilt. Sie haben sich heute ihre Prämie redlich verdient", sagte er fröhlich lächelnd nach dem verdienten Sieg der Pfälzer. Ruben Jenssen, dessen Wunschgegner Bayern München den Roten Teufeln anschließend zugelost wurde, hatte mit seinem Treffer in der 114. Minute den "großartigen Fußball-Abend für den 1. FC Kaiserslautern" und "eine Sensation", wie es Trainer Kosta Runjaic ausdrückte, perfekt gemacht. Über den verschossenen Foulefmeter von Mohamadou Idrissou (98.) kurz zuvor redete keiner mehr.

FCK-Coach Runjaic war mit seinen Gedanken schon wieder ganz woanders. "Priorität hat bei uns ganz klar die Meisterschaft, wir wollen schließlich aufsteigen. Und am Montag erwartetet uns bei Erzgebirge Aue eine genauso schwere Aufgabe wie gegen Leverkusen."

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