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Dank der erfolgreichen Auftritte in den Pokal-Wettbewerben rettet sich Frankfurt ohne große Personal-Diskussionen in die Winterpause. In der Liga wartet wieder der Abstiegskampf.

Frankfurt/Main. Die Erleichterung bei Armin Veh währte nur kurz, sehr kurz. "Für zehn Minuten" wollte sich der Trainer von Eintracht Frankfurt über den Viertelfinal-Einzug im DFB-Pokal freuen. Zumindest "ein bisschen", sagte er. Für mehr war nach dem wackligen 4:2 (1:0) gegen den Zweitligisten SV Sandhausen keine Zeit, für mehr gab das verunsicherte Team kaum Anlass - schon am Samstag wartet wieder der Abstiegskampf in der Bundesliga.

"Wir wissen, dass wir uns sehr schwertun. Aber wir sind unter den letzten Acht", sagte Veh, der während der unterhaltsamen Partie gleich mehrfach verzweifelte: "Das war ein Deja-vu der ganzen Saison. Wenn du was hast, was Mist ist, kommt der zweite und dritte Mist auch noch nach."

Statt nach der 2:0-Führung durch den überzeugenden Dreifachtorschützen Joselu (19. und 49./Foulelfmeter) erstmals in dieser Saison ein Spiel in Ruhe als Sieger zu beenden, sorgten Rückkehrer Sebastian Rode (64.) mit "einem Eigentor, was ich in 24 Trainer-Jahren noch nie gesehen habe" (Veh), und Sandhausens Simon Tüting (66.) für unnötig viel Spannung. "Wir haben das Spiel total im Griff gehabt. Es war total gelaufen - und dann machen wir uns das Leben richtig schwer", sagte Veh.

Nur in Pokalwettbwerben läuft's

Wirklich viel Hoffnung für den Krisengipfel gegen 1899 Hoffenheim am Samstag machte die Leistung des in der Liga seit neun Spielen sieglosen Tabellen-15. deshalb nicht. Allerdings ließen Vaclav Kadlec (72.) und Joselu (90.+2) immerhin die kritischen Stimmen wohl mindestens bis zur Winterpause verstummen. Auch in der Europa League hat sich die Eintracht bereits für die K.o.-Phase qualifiziert.

"Es geht Schlag auf Schlag", sagte Kapitän Pirmin Schwegler, der aufgrund der Verletzungsmisere am Main nach einem gerade erst ausgeheilten Innenbandriss im Knie sofort wieder in der Verantwortung steht: "Im Pokal machen wir unsere Arbeit gut, wir überwintern in beiden Wettbewerben - das hatte man so nicht erwarten können." Im Alltag aber "haben wir noch wichtige Wochen vor uns. Wir wollen in den drei Spielen noch einmal alles reinhauen und versuchen, uns in die Winterpause zu retten".

Dass nach den Ausfällen der Stammkräfte Alexander Meier, Stefan Aigner, Bamba Anderson und Marco Russ am Samstag nun ausgerechnet die Hoffnungen auf dem aus Hoffenheim ausgeliehenen Joselu ruhen, passt ins Bild. "Das Wichtige ist, dass wir als Mannschaft gewonnen haben, und dass wir eine Runde weiter sind", ließ der Spanier über seinen Übersetzer, den Frankfurter Zeugwart Franco Lionti ausrichten. Das Spiel in Sinsheim sei zwar "etwas Besonderes. Ich trage jetzt aber das Trikot von Eintracht Frankfurt".

Frust bei Sandhäusern

Bei Sandhausen herrschte nach dem Aus Frust. Trainer Alois Schwartz haderte mit den Entscheidungen des Schiedsrichters Bastian Dankert (Rostock) und fing sich dafür gleich einen Rüffel von Veh ein: "Das kannste vergessen." Für die Liga aber habe Schwartz "keine Befürchtungen. Die Mannschaft ist intakt", sagte er: "Wenn wir zehn Spiele gegen Frankfurt machen, gewinnen wir eins. Der Tag hätte vielleicht jetzt kommen können, aber er war es nicht."

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