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Aus den Augen, aus dem Sinn? Nicht bei uns! Wir verraten Euch Woche für Woche, wie sich die Ex-Bundesliga-Stars im Ausland schlagen.

Berlin. Goodbye Deutschland! Spieler kommen und gehen, Spieler wechseln in die Bundesliga und Kicker verlassen Deutschlands höchste Spielklasse. Sind sie aufgeblüht oder nur zum Bankdrücker geworden? Haben sie sich prächtig entwickelt, oder folgte ein Karriereknick?

Jeden Dienstag stellt Euch Goal im Rahmen von "Was macht eigentlich..." drei Ex-Spieler der Bundesliga vor und zeigt, wie es ihnen heute ergeht.

Tuncay
In der Bundesliga: Von 2011 bis 2012

Vereine in Deutschland: VfL Wolfsburg

Einsätze:
4

Tore:
0

Erfolge:
Keine
Meinung aus der Türkei

Seit seiner Rückkehr aus der Bundesliga hat er seine einstige Schnelligkeit verloren. Seine erste Saison war nicht von vielen Erfolgen gekrönt. Auch die laufende Saison begann nicht glücklich. Bursaspor setzt auf Belluschi, Batalla, Frei und selbst Youngster Enes Unal, aber nciht auf Tuncay. Dennoch steht er regelmäßig als Einwechselspieler auf dem Platz. - Yasin Madyb Ilgun, Goal Türkei

Als Tuncay im Januar 2011 bei den Wölfen unterschrieb, war er alles andere als ein unbeschriebenes Blatt Papier. Er war in seiner Heimat mit Fenerbahce dreimal Meister, kickte recht erfolgreich in der Premier League und traf in der Champions-League-Saison 2004/2005 sogar dreifach gegen Manchester United.

Doch bei den Niedersachsen kam er trotz grünem Trikots nicht auch den berühmten grünen Ast. Lediglich vier Spiele durfte der Türke in der Bundesliga absolvieren. In der Sommerpause 2011/2012 wurde er wieder auf die Insel verliehen. Von hier kam er von Stoke City und hierher ging er zurück zu den Bolton Wanderers.

Nachdem er wieder in Deutschland angekommen ist, setzte er sich schnell mit den Vereinsoberen zusammen und löste den Vertrag auf. Seitdem kickt er in der Türkei bei Bursaspor.

Michael Mifsud
In der Bundesliga: Von 2001 bis 2003

Vereine in Deutschland: 1. FC Kaiserslautern

Einsätze:
21

Tore:
2

Erfolge:
Keine
Meinung aus Australien

Seit dem Sommer steht er in Melbourne unter Vertrag. Zum Einsatz kam er jedoch noch nicht, da er sich bisher im Team nicht durchsetzen konnte. Lediglich in der Vorbereitung kam er etwas zum Zuge. - Ian Strachan, Goal Australien

Sicher, es gibt größere Fußballnationen als Malta, dennoch gebären auch kleine Nationen immer wieder internationale Spieler. Einer davon ist auch Michael Mifsud. Der Kapitän und Rekordtorschütze der maltesischen Nationalmannschaft spielte in der Bundesliga für den 1. FC Kaiserslautern.

Eigentlich wurde der Offensivspieler für die zweite Mannschaft des FCK geholt, doch er setzte sich auch immer wieder im Bundesligateam durch. Als erster Malteser kam er in der höchsten deutschen Spielklasse zum Einsatz. Immerhin 21 Partien in Deutschlands Eliteklasse stehen auf seiner Visitenkarte.

Nach zwei Jahren Abenteuer in Deutschland zog es hin zurück nach Malta, wo er ein halbes Jahr bei Sliema Wanderers kickte und Pokalsieger und Meister wurde. Später stand er noch in Norwegen bei Lilleström und in England beim FC Coventry unter Vertrag. Seit wenigen Monaten verdient der mittlerweile 32-Jährige sein Geld in der australischen A-League bei Melbourne Heart.

Oka Nikolov
In der Bundesliga: Von 1994 bis 2013 (unterbrochen von insgesamt sechs Zweitliga-Saisons)

Vereine in Deutschland: Eintracht Frankfurt

Einsätze:
229

Tore:
0

Erfolge:
Bundesliga-Aufstieg 1998, 2003, 2005 und 2012; DFB-Pokalfinale 2006, Europa-League-Quali 2013
Meinung aus den USA

Der Bundesliga-Veteran wurde vor allem als Back-Up und Hilfe für Zac geholt. Der junge Keeper war sehr anfällig für Fehler. Seitdem Oka da ist, hat er zwölf Partien ohne Gegentor in 33 Spielen gezeigt und damit einen neuen Klubrekord aufgestellt. Die eigentliche Nummer Zwei Chris Konopka wurde sogar im September nach Toronto verkauft, so sehr vertraut man bei Union auf Nikolov. - Keith Hickey, Goal USA


Der "ewige Oka" geht. Diese Meldung überraschte und schockte die Fans von Eintracht Frankfurt im Juni zugleich. Aber nicht nur die eingefleischten Anhänger der Hessen, auch die neutralen Fans der Bundesliga waren von diesem Schritt überrascht, hatte Oka Nikolov seinen auslaufenden Vertrag doch erst im Mai um ein weiteres Jahr verlängert.

Dann ging alles ganz schnell. Ein Angebot aus den USA, von Philadelphia Union konnte der Veteran im Tor der Adler nicht ausschlagen. "Die Eintracht ist mein Ein und Alles – ich hatte bei diesem fantastischen Verein eine wirklich tolle Zeit, wofür ich mich sowohl beim Verein als auch bei den Fans bedanken möchte", sagte Oka damals, "aber während meiner Karriere war ein Engagement in Amerika doch immer ein großer Traum, um meinen Horizont zu erweitern, den ich mir nun erfüllen möchte."

Sage und schreibe 22 Jahre stand er zwischen den Pfosten bei der Eintracht. Angefangen hat er 1991 in den Jugendteams, ab 1994 dann auch im Bundesligateam. Er ging mit dem Klub durch dick und dünn. Feierte starke Platzierungen in der Bundesliga, betrauerte bittere Abstiege. Wurde von Keepern, wie Markus Pröll oder Dirk Heinen verdrängt, kämpfte sich wieder in die Stammelf, kurzum: Er lebte den Verein, wie kaum ein anderer Spieler zu seiner Zeit.

In der MLS sollte er nun ein Vorbild für den jungen Zac MacMath sein. "Ich versuche, ihm zu helfen, wo es geht", erklärte Oka der Bild, "auch deshalb bin ich geholt worden. Mit meiner Erfahrung aus der Bundesliga kann ich ihm da ein paar Tipps geben, wie auch allen anderen Spielern im Team."

Sein "Schüler" sagte am Wochenende nach dem letzten Saisonspiel exklusiv zu Goal: "Oka ist seit seiner Ankunft hier ein große Hilfe für mich. Er hat mich auch dahin gebracht, wo ich jetzt stehe."

Der Vertrag des fünfmaligen mazedonischen Nationalspielers läuft zum Jahresende aus. Eine Verlängerung ist nahe, aber auch "nur" eine erste Anschlusstätigkeit als Torwarttrainer bei Union.

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