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Aus den Augen, aus dem Sinn? Nicht bei uns! Wir verraten Euch Woche für Woche, wie sich die Ex-Bundesliga-Stars im Ausland schlagen.

Berlin. Goodbye Deutschland! Spieler kommen und gehen, Spieler wechseln in die Bundesliga und Kicker verlassen Deutschlands höchste Spielklasse. Sind sie aufgeblüht oder nur zum Bankdrücker geworden? Haben sie sich prächtig entwickelt, oder folgte ein Karriereknick?

Jeden Dienstag stellt Euch Goal im Rahmen von "Was macht eigentlich..." drei Ex-Spieler der Bundesliga vor und zeigt, wie es ihnen heute ergeht.

Orlando Engelaar
In der Bundesliga: Von 2008 bis 2009

Vereine in Deutschland: FC Schalke 04

Einsätze:
25

Tore:
0

Erfolge:
Keine
Meinung aus Australien

Orlando Engelaar vefolgte das Pech bis nach Australien. Gleich in seinem ersten Saisonvorbereitungsspiel brach er sich Mitte der ersten halbzeit sein Bein. Er konnte somit noch keine Pflichtpartie für Melbourne Heart absolvieren und wird Anfang 2014 fit zurückerwartet. - Ian Strachan, Goal Australien

Orlando Engelaar spielte schon als Kind in Sichtweite des Stadions von Feyenoord Rotterdam. Bei dem Traditionsklub durchlief er sämtliche Jugendmannschaften und kickte auch in einer von Henk ten Cate gecoachten surinamisch-niederländischen "Suriprofs"-Auswahl. Hier entdeckten ihn die Sichter vom NAC Breda. Sie gaben ihm einen Vertrag, doch er bleib in den ersten zwei Jahren Ergänzungsspieler.

Erst am 14. September 2002 erzielte er seine ersten Treffer in der Eredivisie. In seiner dritten Spielzeit erzielte er insgesamt zwölf Treffer in 33 Spielen, was sein bestes Saisonergebnis in Breda darstellte. Nach einem weiteren Jahr dort, wechselte er in die belgische Liga zu Genk. Dort ansässige Reporter attestierten ihm "fließende Dribblings" und eine "feine Ballbehandlung, die man von einem 1,96 Meter großen Jungen nicht erwarten würde".

Nach zwei Jahren im Limbourgischen suchte er unter Fred Rutten bei Twente Enschede sein Glück. Hier wurde er sogar Mannschaftskapitän und folgte seinem Chef nach Gelsenkirchen. Auf Schalke sollte er in der Bundesliga nicht treffen und das unglückliche Kapitel nach einem Jahr wieder schließen.

Erneut unter Rutten ging er nach Eindhoven zu PSV. Hier wurde er zur Stütze des Teams, rückte in den erweiterten Kader von Bondscoach Bert van Marwjik für die WM 2010 und wurde Mannschaftskapitän. Durch finanzielle Probleme sollte er im Sommer 2011 gegen, fand aber keinen neuen Verein. Zu allem Pech verletzte er sich auch noch schwer, sodass er sich kaum für andere Klubs empfehlen konnte. Sein im vergangenen Sommer ausgelaufener Vertrag wurde nicht verlängert und der Mittelfeldspieler ging nach Australien.

Simon Kjaer
In der Bundesliga: Von 2010 bis 2013 (Ein Jahr Leihe in Rom)

Vereine in Deutschland: VfL Wolfsburg

Einsätze:
57

Tore:
3

Erfolge:
Keine
Meinung aus Frankreich

Seinen Weg nach Lille fand er durch seinen Berater. Mikkel Beck kickte früher selbst beim OSC, doch sein Schützling wurde als Flop angesehen. Bei einer Fanumfrage zu Beginn der Saison, die fragte, wer denn der größte Transferflop werden würde, belegte er mit 19 Prozent Platz eins. Doch er überraschte alle. Zusammen mit Marko Basa ist er gesetzt, beeindruckt durch seine Spielübersicht und seine Anführerfähigkeiten in der Kabine. Er ist ganz sicher einer der besten Spieler der Liga. - Naim Beneddra, Goal Frankreich

Simon Kjaer erlangte durch seine starken Leitungen im Trikot des FC Midtjylland bereits in jungen Jahren überregionale Bekanntheit. Schnell sollte er in den Profikader aufrücken, was er auch tat, doch in seiner ersten Saison nicht zum Zug kam. Nach der Klub Vize-Meister wurde, gingen die Leistungsträger zu größeren Klubs und seinem damaligen Trainer Erik Rasmussen blieb eigentlich nichts anderes übrig, als auf den jungen Dänen zu vertrauen.

Zusammen mit Magnus Troest, Kolja Afriyie und Leon Jessen bildete Kjaer die jüngste Defensivlinie der Liga, feierte einen erneuten zweiten Platz und rückte schnell in den Fokus der großen Klubs Europas. So blitzte Real Madrid zum Jahreswechsel 2007/2008 noch ab, um das Talent im Sommer darauf bei Palermo spielen zu sehen. Auch in der Serie A etablierte er sich in der Innenverteidigung. Manchester United und abermals Real versuchten ihr Glück, doch Kjaer ging zum VfL Wolfsburg.

Obwohl sich die Niedersachsen überraschenderweise im Abstiegskampf befanden, vertraute Steve McClaren dem Innenverteidiger. Im Sommer 2011 wurde er zurück in die italienische Liga verliehen, wo er Stammkraft beim AS Rom wurde. Die Römer hätten ihn gern behalten, mussten aber der hohen Ablöse Tribut zahlen, obwohl der Däne die Wolfsburger verlassen sollte.

Da sich kein Verein fand, blieb der Nationalspieler und wurde unter Felix Magath Dauergast auf der Bank. Erst unter Dieter Hecking durfte er wieder ran, konnte sich aber nicht empfehlen, sodass man sich im Juli trennt. Der 24-Jährige spielt aktuell in der Ligue Un bei Lille.

Antonio Rukavina
In der Bundesliga: Von 2007 bis 2009

Vereine in Deutschland: Borussia Dortmund

Einsätze:
19

Tore:
0

Erfolge:
Keine
Meinung aus Spanien

Antonio Rukavina ist ein exzellenter Rechtsverteidiger mit einem großen Drang nach vorn. Im 1-gegen-1 ist auf ihn verlass, wenn er auch oft bei Bällen in den Rücken Schwächen zeigt. Er hat sich dennoch als zuverlässige Größe bewiesen und sein hohes Tempo ist seine Stärke. In der laufenden Spielzeit ist er nicht ganz so offensiv, da der neue Trainer Juan Ignacio Martinez die Außenverteidiger nicht so weit nach vorn lässt. Er ist derzeit einer der Besten bei Valladolid. - Jorge Martin, Goal Spanien


Antonio Rukavina wurde bei Partizan Belgrad zum Nationalspieler Serbiens und bei dem Klub in jungen Jahren bereits Mannschaftsführer. Auch die Augen vom damals neuen Dortmunder Coach Thomas Doll entdeckten den jungen Verteidiger schnell.

In der Winterpause 2007/2008 wechselte er schließlich in die Bundesliga, kam unter dem ehemaligen Bundesliga-Spieler Doll schnell zum Zug, konnte aber auch die schlechteste Tabellenplatzierung seit 20 Jahren (Platz 13) nicht erhindern. Doll musste daraufhin gehen und wurde durch Jürgen Klopp ersetzt. Der Ex-Mainzer setzte nicht auf den Serben, sodass er nur zu fünf Partien kam und im Februar 2009 an den TSV 1860 München verliehen wurde.

Wenige Monate später wechselte er dauerhaft in den Süden der Republik. Im Gegenzug ging Sven Bender damals nach Dortmund. Bei den Sechzigern wurde er schnell zum Stammspieler. So war er unter Reiner Maurer der einzige Profi, der alle 34 Spiele über die volle Länge bestritt. Im Sommer 2011 wollte der Verein wegen der angespannten finanziellen Situation den rechten Verteidiger verkaufen, doch es fand sich kein Abnehmer. Erst saß er nur auf der Bank, doch sein vermeintlicher Nachfolger Dennis Malura fand sich auf dem Feld nicht zurecht und Rukavina kam wieder zum Zug.

Zum Saisonende 2011/2012 lief sein Vertrag aus. Der Serbe wollte ihn zu schlechteren Bedingungen nicht verlängern und wechselte in die Primera Division zu Real Valladolid.

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