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Aus den Augen, aus dem Sinn? Nicht bei uns! Wir verraten Euch Woche für Woche, wie sich die Ex-Bundesliga-Stars im Ausland schlagen.

Berlin. Goodbye Deutschland! Spieler kommen und gehen, Spieler wechseln in die Bundesliga und Kicker verlassen Deutschlands höchste Spielklasse. Sind sie aufgeblüht oder nur zum Bankdrücker geworden? Haben sie sich prächtig entwickelt, oder folgte ein Karriereknick?

Jeden Dienstag stellt Euch Goal im Rahmen von "Was macht eigentlich..." drei Ex-Spieler der Bundesliga vor und zeigt, wie es ihnen heute ergeht.

Obafemi Martins
In der Bundesliga: Von 2009 bis 2010

Vereine in Deutschland: VfL Wolfsburg

Einsätze:
16

Tore:
6

Erfolge:
Keine Titel
Meinung aus den USA

Er schlug in Seattle sofort ein. Acht Tore in 18 Partien sprechen ihre eigene Sprache. Ist er fit, ist er einer der gefährlichsten Angreifer des Teams. Allerdings werden seine unbestrittenen Talente durch immer wieder kleinere Verletzungen beeinträchtigt. Im Moment ist er fit und Seattle umso mehr ein Titelfavorit. - Seth Vertelney, Goal USA

Der Weg von Lagos/Nigeria nach Italien ist nicht immer einfach. Für Obafemi Martins führte er über Sunday Oliseh. Der Bruder des langjährigen Dortmunders vermittelte ihn im Jahr der Jahrtausendwende in die dritte italienische Liga. Beim AC Reggiana wusste er schnell in der Jugend und im Profiteam zu überzeugen. Die Scouts der großen Klubs warteten nicht lange mit Angeboten.

So ging er nach nur einem Jahr zu Inter Mailand in die Serie A. Der junge Martins fand sich gut zurecht, feierte seinen großen Durchbruch aber erst einige Monate nach seiner Ankunft. Gegen Bayer Leverkusen in der Champions League traf er, feierte mit seinem außergewöhnlichen Torjubel und war endgültig in aller Munde.

Im Sommer 2006 kam für ihn das unerwartete Ende in der Modemetropole. Mit den Verpflichtungen von Hernan Crespo und Zlatan Ibrahimovic sah der italienische Meister von 2006 keine sportliche Perspektive mehr. Er flüchtete auf die Insel zu Newcastle United. Hier bekam er gleich die ‚9’ von Alan Shearer, der sie immerhin eine ganze Dekade über sein Eigen nennen durfte. Mit den Magpies holte er im selben Jahr den UI-Cup, musste jedoch auch drei Jahre später den bitteren Gang in die Championship antreten. Martins blieb nicht, sondern ging in die Bundesliga.

Beim damaligen deutschen Meister VfL Wolfsburg übernahm gerade Armin Veh das Ruder, doch weder unter dem Stuttgarter Meistercoach, noch unter dessen Interimsnachfolger Lorenz-Günter Köstner konnte sich der Nigerianer durchsetzen. Nun begann die kleine Odyssee des Obafemi Martins.

In Russland wurde er bei Rubin Kasan nicht glücklich, wurde nach Birmingham ausgeliehen, wo er im Ligapokal-Finale zwar das Siegtor gegen Arsenal schoss, aber auch abstieg, und wechselte anschließend unter die spanische Sonne in Levante. Inzwischen spielt er in der MLS bei den Seattle Sounders.

Josue
In der Bundesliga: Von 2007 bis 2013

Vereine in Deutschland: VfL Wolfsburg

Einsätze:
164

Tore:
2

Erfolge:
Deutscher Meister 2009 und mit Brasilien, Confed-Cup-Sieger im gleichen Jahr
Meinung aus Brasilien

Eigentlich nur als erfahrene Verstärkung für das Team von Cuca geholt, avancierte er zur Stammkraft. Im Finale der Copa Libertadores 2013, welches Atletico im Rückspiel noch drehte, war er einer der besten Spieler auf dem Feld und ist heute die rechte Hand des Trainers auf dem Feld. Wann immer er spielen kann, ist er gesetzt. - Tiago Domingos, Goal Brasilien

Brasilianischer Meister, Klub-Weltmeister, Copa-Libertadores-Sieger und Copa-America-Sieger: Diese Titel hatte Josue, teilweise mehrfach, auf seiner Visitenkarte stehen, als er im Sommer 2007 in Niedersachsen beim VfL Wolfsburg landete.

Nach einem missglückten Debüt - das Spiel gegen Schalke endete 1:1 und der Neuzugang flog gleich mit Gelb-Rot vom Platz - entwickelte er sich schnell zu einem Leistungsträger unter Felix Magath. Vor der Saison 2008/2009 machte ihn der Coach zum Kapitän, zusammen führten sie die Autostädter zum überraschenden Titel in der Bundesliga.

Nach der Saison gab er die Binde wegen mangelnder Englischkenntnisse an Edin Dzeko weiter, war dennoch ein unglaublich wichtiger Faktor im Team, wenn auch der VfL nach der Meistersaison ins Straucheln geriet. In der Saison 2010/2011 geriet er unter Pierre Littbarski gar aufs Abstellgleis. Erst der dritte Coach der Saison, der alte Bekannte Magath, holte ihn zurück ins Profiteam.

Im Frühjahr 2013 kam dann das überraschende Aus. Josue hatte den Wunsch in seine Heimat zurückzukehren, der VfL entsprach ihm. Er unterschrieb einen Zweijahresvertrag bei Atletico Mineiro.

Markus Rosenberg
In der Bundesliga: Von 2007 bis 2012

Vereine in Deutschland: Werder Bremen

Einsätze:
123

Tore:
40

Erfolge:
Vize-Meister 2008, Pokalsieger 2009, Pokalfinalist 2010
Meinung aus England

Seine Zeit bei West Brom ist hart. In seiner ersten Saison wurde er nahezu immer als Joker eingesetzt, traf aber auch nicht. Diese Spielzeit begann identisch. Er hat unter anderem mit Nicolas Anelka und Matej Vydra jedoch auch starke und namhafte Konkurrenten in der Offensivabteilung. - Jamie Dunn, Goal England


Markus Rosenberg kommt aus der gleichen Jugendmannschaft wie auch Zlatan Ibrahimovic, wenn auch die Karrieren etwas unterschiedlicher verliefen. Während "Ibra" zum Weltstar wurde, fand Rosenberg den Weg in eine Topliga erst über die Leih-Station Halmstad. Den BK schoss er fast zur Meisterschaft, doch am letzten Spieltag überholte ihn ausgerechnet sein Stammverein Malmö FF.

Nach einem halben Jahr in Malmö wechselte er zu Ajax Amsterdam. An der Seite von Klaas-Jan Huntelaar fand er sich ausgezeichnet in den Niederlanden zurecht und wurde Supercup- sowie Pokalsieger. Nach seinem erfolgreichen ersten Jahr saß er bei Neu-Coach Henk ten Cate zumeist nur auf der Bank. Sein Wechselwunsch wurde immer stärker.

In der Winterpause 2006/2007 unterschrieb der Stürmer bei Werder Bremen. Im ersten Halbjahr an der Weser traf er in 14 Partien achtmal und wurde so schnell zum Publikumsliebling. "Rosi" war in der Saison 2007/2008 treffsicherster Werder-Profi und vor allem für seine schnellen Sprints bei Kontern bekannt. Während seiner Zeit im Bremer Trikot wurde er auch verliehen. Ein Jahr lang kickte er bei Racing Santander in der Primera Division.

Im Sommer 2012 wurde sein auslaufender Kontrakt nicht verlängert und er wechselte ablösefrei zu West Bromwich Albion in die englische Premier League.

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