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Ivan Rakitic verpokerte sich mit Schalke, ist nun bei Sevilla glücklich

Was macht eigentlich... Ivan Rakitic?

Ivan Rakitic verpokerte sich mit Schalke, ist nun bei Sevilla glücklich

Lionel Messi of FC Barcelona duels for the ball with Ivan Rakitic of Sevilla FC

Aus den Augen, aus dem Sinn? Nicht bei uns! Wir verraten Euch Woche für Woche, wie sich die Ex-Bundesliga-Stars im Ausland schlagen.

Berlin. Goodbye Deutschland! Spieler kommen und gehen, Spieler wechseln in die Bundesliga und Kicker verlassen Deutschlands höchste Spielklasse. Sind sie aufgeblüht oder nur zum Bankdrücker geworden? Haben sie sich prächtig entwickelt, oder folgte ein Karriereknick?

Jeden Dienstag stellt Euch Goal im Rahmen von "Was macht eigentlich..." drei Ex-Spieler der Bundesliga vor und zeigt, wie es ihnen heute ergeht.

Pedro Geromel
In der Bundesliga: Von 2008 bis 2012

Vereine in Deutschland: 1. FC Köln

Einsätze:
116

Tore:
4

Erfolge:
Keine Titel, aber dreimaliger Klassenerhalt
Meinung aus Spanien

Pedro Geromel hat schwere Tage in Mallorca hinter und auch vor sich. In dieser Saison spielte er bisher nur 34 Minuten in fünf Partien. In den letzten Spielen wurde er nicht mehr für den Kader berücksichtigt und kam so unter anderem gegen Hercules auf keine weiteren Einsatzminuten. - Kilian Caballero, Goal Spanien

Ein Brasilianer, geboren in der Metropole Sao Paulo, in Diensten des 1. FC Köln, ein teurer noch dazu. Als die Rheinländer noch in der Bundesliga spielten und sich um Platz zehn einsortierten, war Pedro Geromel bezahlbar und Stammspieler, zudem in der Saison 2011/2012 auch Kapitän der Geißböcke. Mit dieser Entscheidung leitete Stale Solbakken aber bereits im Juli 2011 den Abstieg aus der Bundesliga ein, da sind sich die Fans sicher. Warum? Weil "Prinz" Lukas Podolski die Binde für ihn abgeben musste.

Nach einer durchwachsenen Saison mit Verletzungen und Enttäuschungen auf dem Platz stieg Geromel in die Zweitklassigkeit ab. Für den neuen Vorstand des FC, unter anderem mit Toni Schumacher, stellte sich nun die Frage, was passiert mit dem teuren Brasilianer. Neben Podolski, der als Nationalstürmer nicht erneut in die Zweite Bundesliga wollte, gingen auch Sascha Riether und Geromel zu anderen Vereinen.

Während sich Riether beim FC Fulham etablierte und in der Premier League Fuß fasste, wechselte Geromel leihweise in die Primera Division zu RCD Mallorca und war nicht ganz unschuldig am zweiten Abstieg in Serie. Durch Unsicherheiten zog er immer wieder den Zorn der Fans auf sich und stellte den Verein im Sommer vor die gleiche Frage, wie die Kölner ein Jahr zuvor: Was passiert mit dem teuren Südamerikaner? Er blieb auf der liebsten Insel der Deutschen, steht aber mit dem Rücken zur Wand. Als wäre dies nicht kompliziert genug, hat er noch bis 2016 einen Vertrag beim FC Köln.

Peter Lövenkrands
In der Bundesliga: Von 2006 bis 2009

Vereine in Deutschland: FC Schalke 04

Einsätze:
44

Tore:
6

Erfolge:
Keine Titel, aber Vize-Meister 2007 mit S04
Meinung aus England

Im Sommer schien ein Wechsel sehr wahrscheinlich. Der Däne verpasste einen Großteil der Vorbereitung, kam zuletzt in zwei der sechs Partien zum Zug. Darunter am 14. September bei der 0:1-Niederlage gegen QPR. Findet sich ein Klub, dürfte er noch immer ablösefrei gehen. - Stephen Crawford, Goal UK

Ein junger Däne auf großen Rangers-Spuren. Mit gerade einmal 20 Jahren wechselte Lövenkrands aus Kopenhagen zum schottischen Erstligisten Glasgow Rangers. Im Ibrox-Stadium wurde er schnell zum Kultspieler und Publikumsliebling. Mit dem Traditionsklub feierte er zwei Meistertitel, drei Ligapokale und einen Pokalerfolg.

In seiner letzten Saison für die Rangers schoss er "The Teddy Bears" nach Toren gegen Porto und Inter Mailand ins Achtelfinale der Champions League. Auch gegen das Gelbe U-Boot Villareal traf er auswärts und im Ibrox, konnte das Ausscheiden letztlich aber nicht verhindern. Mit 14 Toren machte der Mittelfeldspieler so viele wie noch nie in seiner Karriere in Schottland.

Nach Vertragsende 2006 rissen sich mehrere europäische Klubs um ihn. Neben dem AS Rom, Osasuna und Newcastle auch Schalke 04. Bei Letztgenanntem spielte mit Sören Larsen ein Nationalmannschaftskollege, dessen Überzeugungskraft groß genug war, Lövenkrands ins Revier zu locken. In seinen ersten Monaten trug er mit sechs Toren und vier Vorlagen maßgeblich zum Schalker Anrennen um den Meistertitel bei. Zum Ende der Spielzeit konnte er nur von der Bank zuschauen, wie Königsblau an den letzten beiden Spieltagen die Meisterschaft an den VfB Stuttgart verlor.

Mit dem Verpassen der Meisterschaft wurden auch die Einsatzzeiten des Dänen Mangelware. Auch bedingt durch Verletzungen verlor er in seiner zweiten Saison den Stammplatz. Selbst als er im Februar 2008 wieder voll genesen war, kam er unter Interimscoach Mike Büskens nicht mehr zum Zug. Da auch Fred Rutten nicht mehr auf seine Dienste setzte, wechselte er im Januar 2009 zurück auf die Insel. Nun kam er doch noch bei Newcastle unter.

Auch die ansprechenden Leistungen bei den Magpies verhinderten den Abstieg in die Championship nicht. Newcastle schaffte zwar die sofortigen Rückkehr, Lövenkrands jedoch fand sich immer öfter im Abseits wieder. Die Saison 2011/2012 verpasste er durch Verletzungen nahezu komplett und wechselte im Sommer des vergangenen Jahres zu Zweitligist Birmingham City. In 25 Spielen erzielte er fünf Treffer und kam mit dem Klub aus den Midlands auf Rang zwölf.

Ivan Rakitic
In der Bundesliga: Von 2007 bis 2011

Vereine in Deutschland: FC Schalke 04

Einsätze:
97

Tore:
12

Erfolge:
Keine Titel, aber Vize-Meister 2010 mit S04
Meinung aus Spanien

Ivan Rakitic spielte eine gute Partie gegen Barcelona. Er war taktisch perfekt, half in der Defensive mit und machte, obwohl er nicht in seiner gewohnten offensiven Rolle agierte, ein Tor gegen Lionel Messi und Co. Er kämpfte bis zum Umfallen, auch wenn es am Ende nicht mit Punkten belohnt wurde. - Kilian Caballero, Goal Spanien


Der beste Neuling der Schweizer Liga kam ins Revier und fiel schnell neben dem Platz auf. Nach seinem Einstand mit einem Tor gegen den Vorjahresmeister Stuttgart erlaubte er sich wenige Wochen später einen Discobesuch, der nicht bei allen Verantwortlichen auf Zustimmung stieß. Zumal ein wichtiges Champions-League-Spiel gegen Rosenborg Trondheim auf dem Plan stand. Gegen die Norweger gehörte er daraufhin nicht zum Kader.

Der Mittelfeldspieler kämpfte sich jedoch zurück und schnappte sich einen Stammplatz bei den Knappen. Im letzten Halbjahr 2010 pokerten Königsblau und der kroatische Nationalspieler um einen neuen Vertrag. Mal war ein neuer Kontrakt so gut wie sicher, dann hinter verschlossenen Türen ein Wechsel beschlossene Sache. Der damals 22-Jährige war von Klubs wie Juventus Turin und Atletico Madrid umworben.

Im Januar 2011 zog es ihn schließlich ins warme Spanien, aber nicht nach Madrid, sondern zum FC Sevilla. Erst stoppte ihn in der Rückrunde ein Fußbruch, doch danach etablierte er sich zügig und spielt zusammen mit Marko Marin in Spaniens höchster Liga.

Sevilla startete mit zwei Punkten aus vier Spielen in die aktuelle Saison, bekam es aber zu Beginn gleich mit Atletico Madrid und dem ambitionierten FC Malaga zu tun. Am Wochenende beeindruckten sie mit einer starken Leistung gegen den FC Barcelona, auch wenn es nicht zu einem Sieg reichte (2:3).

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