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Während Hoffenheim und Ingolstadt souverän in die nächste Runde einzogen, mussten Mainz und Cottbus lange zögern, überstanden die erste Runde am Ende aber mit Glück.

Bremen. Mit einem 9:0-Kantersieg überwand die TSG Hoffenheim ihr DFB-Pokal-Trauma aus dem Vorjahr. Mainz musste gegen Fortuna Köln lange zittern, Cottbus gegen den 1. FC Magedburg auch. Der FC Ingolstadt zog dagegen mit einem souveränen 4:1 gegen den Oberligisten Sportfreunde Baumberg in die nächste Runde ein.

Modeste gibt überzeugendes Pflichtspiel-Debüt

Im vergangenen Jahr waren die Hoffenheimer noch sensationell in der ersten Runde gescheitert. Diesmal verhinderten Roberto Firmino (52. und 66.), Anthony Modeste (56. und 58.), David Abraham (70.), Sven Schipplock (79. und 81.) und Kai Herdling (85 und 87.) ein weiteres Desaster. Trotz der erfüllten Pflichtaufgabe haben die Kraichgauer eine Woche vor dem Bundesliga-Start noch jede Menge Luft nach oben.

Die Hoffenheimer waren vor 4500 Zuschauern zwar von Beginn an bemüht, für klare Verhältnisse zu sorgen. Angetrieben von Firmino schnürte Hoffenheim die Norddeutschen in deren Hälfte ein, der flinke Stürmer Modeste war von den Freizeitfußballern kaum zu halten. Allerdings gingen die Hoffenheimer lange leichtfertig mit ihren Chancen um und wirkten insgesamt im Spiel nach vorne eine Woche vor dem Bundesliga-Start über weite Strecken lethargisch, uninspiriert und behäbig.

Erst als die Kräfte bei den Hanseaten in der zweiten Hälfte deutlich nachließen, konnten die Fans einen Klassenunterschied erkennen.

Die Amateure aus Bremen kämpften tapfer, hatten den Hoffenheimern erwartungsgemäß aber außer Einsatz und Leidenschaft wenig entgegenzusetzen. Erst nach mehr als einer halben Stunde wurde das Team etwas mutiger und traute sich über die Mittellinie. Am Ende mussten sie sich den Profis trotz großen Kampfes aber deutlich geschlagen geben.

Mainz mit Problemen

Im Südstadion entwickelte sich vor 6712 Zuschauern von Beginn an ein typisches Pokalspiel. Der Außenseiter, der erstmals seit 13 Jahren wieder in diesem Wettbewerb spielte, präsentierte sich lauffreudig und kampfstark. Die Mainzer hatten derweil große Probleme in der Spieleröffnung. Dem Favoriten mangelte es an Ideen, Tempo und der notwendigen Präzision im Passspiel.

Der Viertligist belohnte sich früh für seinen beherzten Auftritt. Nach einem Freistoß von Michael Kessel nutzte Kraus die Unordnung in der Mainzer Defensive per Kopf zur überraschenden Führung des Pokalfinalisten von 1983. Nur acht Minuten später gelang den Gästen allerdings der Ausgleich. Müller profitierte dabei von einer missglückten Abwehraktion von Oliver Laux.

Das Mainzer Spiel wurde aber auch in der Folge nicht besser. Fortuna-Schlussmann Andre Poggenborg musste bis zur Pause lediglich bei Schüssen von Dani Schahin (20.) und Shinji Okazaki (42.) eingreifen.

Das Spiel der Mainzer wurde auch nach der Pause nicht besser. Von den drei Klassen, die beide Mannschaft im Ligaalltag trennen, war nichts zu sehen. Die Gäste agierten weiterhin unkreativ und kamen kaum zu gefährlichen Aktionen.

Erst drei Minuten vor dem Ende erlöste der eingewechselte Eric Maxim Choupo-Moting die Rheinländer und stellte mit einem strammen Schuss den 2:1-Endstand her.

Ingolstadt souverän

Die Treffer für die Ingolstädter, die in der Liga nach Niederlagen gegen Erzgebirge Aue und beim 1. FC Kaiserslautern Tabellenvorletzter sind, erzielten Neuzugang Tamas Hajnal (14.), Ümit Korkmaz (42.), Caiuby (77.) und Manuel Schäffler (89.). Für den Fünftligisten traf vor 2488 Zuschauern Uwe Brüggemann (52.).

Im Leverkusener Ulrich-Haberland-Stadion kontrollierte Ingolstadt das Spiel, wurde aber zunächst nur bei Standards gefährlich. Der erste Treffer fiel nach einem Freistoß, den der zwei Tage zuvor vom Bundesligisten VfB Stuttgart verpflichtete Hajnal um die Mauer herum in die kurze Ecke zirkelte.

Danach lief es gegen den Niederrhein-Pokalsieger aus Monheim auch aus dem Spiel heraus besser, Korkmaz drückte den Ball nach einem Lattentreffer von Christian Eigler mit dem Kopf über die Torlinie.

Die vom früheren Bundesliga-Profi Markus Kurth trainierten Baumberger stemmten sich nach Kräften gegen das Aus und kamen nach einem Freistoß durch Brüggemann zum Anschlusstor, Caiuby sorgte für die Entscheidung, Schäffler traf zum Endstand. Zuvor hatte bei den Gastgebern Christian Beckers wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot gesehen (82.).

Cottbus mit Glück weiter

Energie Cottbus ist einer erneuten Blamage im DFB-Pokal nur knapp entgangen. Im Ostderby beim Regionalligisten 1. FC Magdeburg setzte sich das Team von Trainer Rudi Bommer nach hartem Kampf am Ende glücklich mit 1:0 (0:0) durch und konnte damit ein Erstrunden-Aus wie im Vorjahr beim 0:3 in Sandhausen vermeiden. Den Siegtreffer für die Lausitzer erzielte Erik Jendrisek in der 84. Minute.

Die Gäste dominierten zwar von Beginn an die Partie, gute Möglichkeiten blieben zunächst aber Mangelware. Die beste Chance für Energie hatte Boubacar Sanogo, der aber in der zehnten Minute am guten FCM-Torwart Matthias Tischer scheiterte.

Nach der Pause erhöhte Energie den Druck und wurde für seinen Aufwand kurz vor Schluss durch den Treffer von Jendrisek belohnt. Magdeburg wehrte sich zwar tapfer gegen die Niederlage, hatte am Ende aber nichts mehr zuzusetzen.

Die Ergebnisse im Überblick

SG Aumund-Vegesack 0:9 TSG Hoffenheim

Fortuna Köln 1:2 1. FSV Mainz 05

Sportfreunde Baumberg 1:4 FC Ingolstadt

1. FC Magdeburg 0:1 Energie Cottbus

Neckarsulm 0:7 1. FC Kaiserslautern

Bahlingen 1:3 VfL Bochum

Lippstadt 1:6 Bayer Leverkusen

Wilhelmshaven 0:3 Borussia Dortmund

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