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Schwarz-Weiß Rehden aus der Regionalliga Nord zog bei der DFB-Pokal-Auslosung das große Los Bayern München. Der Trainer erfuhr davon im Urlaub.

Rehden. Ein 1850-Einwohner-Dorf bekommt hohen Besuch: Schwarz-Weiß Rehden aus der Regionalliga Nord zog bei der DFB-Pokal-Auslosung das große Los Bayern München. Der Trainer erfuhr davon im Urlaub.

Uzelac begeistert

Die Bayern kommen - das Traumlos haute Predrag Uzelac fast aus den Badelatschen. Der Trainer von Schwarz-Weiß Rehden saß im Kroatien-Urlaub in Sibenik gebannt vor dem Fernseher, als in Köln die Spiele der ersten DFB-Pokal-Runde ausgelost wurden. Seinen Urschrei wird wohl die halbe Stadt an der Adria-Küste gehört haben. "Das ist der absolute Hammer! Mehr geht momentan ja nicht im Weltfußball. Alle wollten die Bayern haben - nun kommen sie", sagte der 47-Jährige dem SID am Samstag. Schmunzelnd fügte er hinzu: "Mal sehen, wie hoch wir gewinnen."

"Das wird ein Riesending!"

Uzelac hatte nach dem Einzug in die erste Hauptrunde schon so eine Ahnung gehabt. "Ich habe immer gesagt, wir bekommen jetzt die Bayern. Das wird ein Riesending! Wir werden in ein anderes Stadion umziehen müssen." Allerdings seien seine Spieler keineswegs blutige Amateure: "Wir haben eine geschlossene Mannschaft, alle werden voll beschäftigt. Rehden ist absolut top." Die Internetseite des Vereins aus dem 1850-Einwohner-Ort im Landkreis Diepholz brach nur Sekunden nach der Ziehung zusammen.

Jubel in Wilhelmshaven, Nöttingen und Lippstadt

Auch beim SV Wilhelmshaven (gegen Borussia Dortmund), dem Fünftligisten FC Nöttingen (gegen Schalke 04) und dem SV Lippstadt (gegen Bayer Leverkusen) wurde ausgiebig gejubelt. Die Sport-Union Neckarsulm, einziger Sechstligist im 64er-Feld, war mit dem Los 1. FC Kaiserslautern ebenfalls zufrieden. Die SG Aumund-Vegesack aus der Bremen-Liga spielt gegen 1899 Hoffenheim, SV Schott Jena gegen den Hamburger SV.

Panne bei der Auslosung

Die Auslosung hatte mit einer Panne begonnen. Versehentlich flutschte der früheren Nationalspielerin Nia Künzer als Glücksfee eine Kugel unter dem Arm hindurch aus dem Amateurtopf rüber in den Profitopf. Plötzlich hieß die Paarung SF Baumberg gegen RB Leipzig - Amateurverein gegen Amateurverein. Der Notar schritt ein, und es wurde wiederholt. Baumberg bekam den FC Ingolstadt aus der 2. Liga zugelost.

Besonderheit im Fall Dusiburg

Die Auslosung war ohnehin komplizierter als gewohnt. In jedem Topf befand sich eine "Mischkugel" Erzgebirge Aue/MSV Duisburg, da die Duisburger Liga-Zugehörigkeit für die kommende Spielzeit nicht abschließend geklärt ist. Steigt der MSV wegen der Verweigerung der Lizenz ab, erhielte er den SC Paderborn aus dem Profitopf, hat er aber vor dem Ständigen Schiedsgericht Erfolg, wäre der Gegner der VfL Osnabrück.

Dynamo nicht dabei

Gar nicht dabei war Dynamo Dresden. Der achtmalige DDR-Meister ist wegen wiederholter Ausschreitungen seiner Fans vom DFB-Pokal 2013/14 ausgeschlossen, zuletzt scheiterte er mit einem Antrag auf eine einstweilige Verfügung.

Die erste Pokalrunde wird vom 2. bis 5. August gespielt. Das Finale wird am 17. Mai 2014 im Berliner Olympiastadion ausgetragen.

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