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Jupp Heynckes: „Wenn, dann würde ich Johan Cruyff anrufen“

Jupp Heynckes hat sich vor dem Pokalspiel gegen den VfL Wolfsburg nicht nur über den kommenden Gegner geäußert, sondern musste wie so oft Stellung zu Barca und Guardiola nehmen.

München. Jupp Heynckes hat sich vor dem Pokalhalbfinale zwischen dem FC Bayern München und dem VfL Wolfsburg den Fragen der Presse gestellt. Dabei ging es neben dem kommenden Gegner natürlich auch um die Champions-League-Auslosung und Pep Guardiola.

Das wird kein Selbstläufer“

Zu Beginn stellte Heynckes klar, dass man den VfL Wolfsburg ernst nehmen werde und hatte auch ein paar lobende Worte für den Gegner übrig. „Wolfsburg hat eine sehr gute Spielkultur in der Vorwärtsbewegung, sie sind spielerisch gut, haben sich stark verbessert. Sie kommen mit einer sehr hohen Motivation in die Allianz Arena.“ Und der Cheftrainer der Bayern warnte: „Das wird kein Selbstläufer. Nach Berlin zu kommen, ist ein riesengroßes Ziel.“

Die Bayern-Mannschaft, die im Pokal auflaufen wird, wird wohl ein anderes Gesicht haben als die, die beim 4:0 gegen Nürnberg ohne 9 Stammspieler brillierte. Wölfe-Coach Dieter Hecking zeigte sich dessen ungeachtet bereits kämpferisch: „Auch der FC Bayern hat Respekt vor uns. Sie wissen, dass wir auch Spieler dabei haben, die Spiele entscheiden können.“

Es gibt keine Nummer zwei, bei mir sind alle Nummer eins“

Als es dann um die mögliche Formation ging, ließ sich Bayerns Trainer  nicht in die Karten schauen. Auf die Frage, welcher Mario denn von Anfang an spielen würde, antwortete Heynckes: „Es gibt keine Nummer zwei, bei mir sind alle Nummer eins. Möglichkeiten gibt es immer, ich spreche erst mit meinen Spielern. Es wird eine schwierige Entscheidung.“

Bis auf Holger Badstuber und Toni Kroos (beide verletzt) sowie den gesperrten Franck Ribéry kann der Trainer der Bayern aus dem Vollen schöpfen. Jerome Boateng hatte nach dem Nürnberg-Spiel zwar eine leichte Magen-Darm-Infektion, soll aber schon wieder trainieren.

Man würde Pep Guardiola keinen Gefallen tun“

Zuletzt ging es natürlich um das Thema FC Barcelona, und somit auch um einen eventuellen Kontakt zwischen Noch-Trainer Heynckes und Bald-Trainer Guardiola. Diesmal reagierte der Mönchengladbacher wesentlich lockerer als bei früheren Fragen zum Thema: „Wir haben eine sehr gute Scoutingabteilung, dann denke ich schon, dass ich sehr gute Spanien-Kenntnisse habe.“ Dazu gab er zu bedenken: „Man würde Pep Guardiola keinen Gefallen tun, aus Respekt vor dem früheren Arbeitgeber würde er keine Interna ausplaudern.“ Heynckes scherzhaft: „Wenn, dann würde ich noch Johan Cruyff anrufen, der hat das Barca-System eingeführt.“

Und von einem Anruf zu Guardiola ist dann auch heuer nicht mehr weit zum Gesäß von Jürgen Klopp. Als eine Frage zu der Wette zwischen Klopp und Karl-Heinz Rummenigge kam, wendete Heynckes diese gekonnt ab: „Da sage ich gar nichts zu. Stellen Sie doch eine Frage zum Fußball, etwa: Was ist drin? Luft oder ein Frosch?“

Es heißt ja, Frauen reden viel. Aber wir Männer reden noch viel mehr“

Clemens Tönnies, der Aufsichtsratsboss des FC Schalke 04, sagte am Sonntag im Doppelpass, er wüsste, dass Heynckes ab Juli doch einen Job im Verein annehmen würde. Damit konfrontiert, konnte Heynckes sich ein Grinsen nicht verkneifen: „Es heißt ja, Frauen reden viel. Aber wir Männer reden noch viel mehr. Zur gegebenen Zeit werde ich sagen, was ich machen werde.“

 

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