Schalke empfängt Mainz: Kommt Tuchel in seine neue Heimat?

Bei Schalke 04 geht es drunter und drüber. Stevens ist beurlaubt und Keller Interimstrainer. Gerade jetzt kommt Mainz, deren Trainer Tuchel königsblauer Wunschkandidat sein soll.
Gelsenkirchen. Es läuft nicht bei Schalke 04. In der Bundesliga war die Pleite (1:3) gegen den SC Freiburg zu viel für Huub Stevens. Er musste gehen und Jens Keller übernahm interimistisch. Nun muss er sich gleich am Dienstag im DFB-Pokal gegen die starke Truppe vom FSV Mainz 05 beweisen.

Liga-Chaos bei Schalke

In der Liga läuft es nicht rund. Erst gelang ein fulminanter Start, dann kam der Einbruch bei Schalke. Ganz anders bei den Mainzern. Sie beeindrucken durch einen tollen Fußball und gewinnen ein Spiel nach dem anderen. Nun treffen sich beide im Pokal wieder. In der Liga siegten die Gelsenkirchener im September mit 3:0. Insgesamt führt Schalke die Statistik mit elf Siegen in zwanzig Partien an. Mainz durfte nach fünf Partien jubeln, vier Spiele endeten unentschieden.

Mainz im Pokal gegen Schalke erfolgreicher

In der zweiten Runde des Pokals siegte Mainz 2:0 gegen Erzgebirge Aue und Schalke machte das Achtelfinale mit einem 3:0 gegen den SV Sandhausen perfekt. Es ist auch interessant, dass Mainz zwar in der Gesamtbilanz unterliegt, aber in drei Pokalpartien zweimal als Sieger den Platz verließ. Das erste Mal trafen beide Teams 1982 aufeinander. Damals siegten die „Königsblauen“ auch erst in der Verlängerung mit 6:3. Vier Jahre später und im Jahr 2009 war es aber der FSV, der als strahlender Sieger vom Platz ging.



Metzelder: Mannschaft muss sich zusammenreißen

Schalkes Roman Neustädter sagte nach der Partie gegen Freiburg: „Wir haben bis zum 1:1 ein gutes Spiel gemacht, gut nach vorne gearbeitet, gut verteidigt und auch Chancen herausgespielt. Möglichkeiten hatten wir auch noch nach den Rückständen. Es sind dann Kleinigkeiten, die oft zu Gegentoren führen. Aus dieser Situation müssen wir jetzt im Pokal und in der Rückrunde als Mannschaft wieder rauskommen.“

Christoph Metzelder will, dass sich die Mannschaft für das Pokalspiel „noch mal zusammenreißt“, um „das Jahr mit einem positiven Erlebnis zu beenden.“ Auch Interims-Trainer Jens Keller sah bei seiner ersten Einheit am Sonntag, „dass das Team absolut fokussiert auf das DFB-Pokalspiel ist. Ich mache mir nun viele Gedanken, wie wir das Spiel gegen Mainz angehen können“, so der Fußballlehrer auf der Pressekonferenz im Rahmen seiner Vorstellung.

„Wir sind nicht chancenlos“

Mit einem neuen Trainer ist die Schalker Mannschaft ein Stück weit unberechenbarer geworden. Doch der Mainzer Julian Baumgartlinger will „noch mal ans Limit“ und betonte nach der Partie gegen den VfB: „Wir sind nicht chancenlos.“ Auch der Doppel-Torschütze aus dem Spiel gegen Stuttgart, Nicolai Müller, will ordentlich kämpfen: „Zur Not gehen wir auch da noch einmal 120 Minuten, wenn es sein muss.“ Damit ein siegreicher Dienstag zu Buche steht weiß er auch schon, wie die Kräfte wieder hergestellt werden können: „Wir haben einen super Athletik-Trainer und unser Trainer weiß genau, was wir im Training wann machen müssen.“

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