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Lange musste man auf Seiten der Unioner aus Berlin auf den erlösenden Treffer gegen Essen warten. Erst Simon Terodde sicherte in der 118. Minute mit seinem 1:0 das Weiterkommen.

Essen. Simon Terodde war es, der die mitgereisten Fans und die Mannschaft des FC Union Berlin erlöste. Er traf in der 118. Minute zum 1:0 gegen Rot-Weiß Essen im Georg-Melches-Stadion, als sich schon die meisten Fans auf ein Elfmeterschießen einstellten. Ausgerechnet Terodde, wird in diesem Moment der ein oder andere gedacht haben. Nicht wenige hätten ihn sogar bereits gerne aus dem Spiel gehabt.

Er war es nämlich, der kurz zuvor schon die Führung hätte besorgen können, doch wie Michael Parensen in der zweiten Hälfte traf er nur den Innenpfosten. Das Tor von Dennis Lamczyk schien an diesem Abend wie verriegelt - bis kurz vor Schluss. „In der 118. Minute habe ich gedacht, wir müssen uns aufs Elfmeterschießen einstellen. Am Ende hat es aber doch noch geklappt. Ich denke, wir sind hier der hochverdiente Sieger. Die Essener kratzten und bissen, wollten unbedingt ins Elfmeterschießen kommen. Das wollten wir unbedingt verhindern, weil es im Elfmeterschießen immer eher um Glück geht. Zum Glück habe ich nach meinem Pfostentreffer noch einmal die Möglichkeit erhalten. Ich habe jetzt im letzten Jahr hier getroffen, da können wir im nächsten Jahr wieder hier hin kommen“, sagte Terodde nach dem Spiel  gegenüber der versammelten Presse.

Stuff hätte gerne mit mehr Risiko gespielt

Unions Innenverteidiger Christian Stuff hoffte bis zum Schluss auf einen Treffer und erkannte, dass die Essener durch ihr Spiel müde wurden, spekulierte auf Chancen in der Schlussphase für sein Team. „Unsere zweite Halbzeit war dann besser als die Erste. Man hat gemerkt, dass Essen viel Kraft in der ersten Hälfte gelassen hat. Sie sind viel gerannt, wir zwar auch, aber RWE konnte dann in der zweiten Halbzeit nicht mehr so zustellen. Wir konnten das dann aber nicht ausnutzen. Wir konnten das Spiel nicht aufziehen, das wir uns vorgenommen haben. Wir haben vorne zu viel auf Sicherheit gespielt, vielleicht auch, weil wir wussten, dass wir hier letztes Jahr ausgeschieden sind. Am Ende haben wir aber alles richtig gemacht, weil wir gewonnen haben und eine Runde weiter sind“, erklärt „Stuffi“, wie er liebevoll von den eigenen Fans genannt wird.

Dennis Lamczyk enttäuscht vom Spielausgang

Beim Führungstreffer stand Dennis Lamczyk quasi in der ersten Reihe. Der Keeper von Rot-Weiß Essen hatte gegen Simon Terodde allerdings keine Abwehrmöglichkeit mehr. Er gab aber auch zu, dass nicht nur er sich mental schon ein wenig aufs Elfmeterschießen eingestellt hatte. „Wenn es bis zur 118 Minute 0:0 steht, hofft man natürlich aufs Elfmeterschießen. Man muss aber auch fairerweise sagen, dass Union zwei Pfostenschüsse hatte. Wenn einer von denen drinnen ist, steht es auf einmal 1:0. Am Schluss ist es jetzt ärgerlich, aber nicht mehr zu ändern. Wir haben 120 Minuten Gas gegeben. Da muss man auch einmal Respekt zollen. Ich denke, einen Klassenunterschied hat man heute nicht gesehen“, sagte der RWE-Torwart.

RWE will nach vorne blicken

Am Ende ist Lamczyk, der eine gute Partie spielte, zwar enttäuscht, will aber direkt wieder nach vorne gucken. Schließlich wollen die Essener in dieser Saison von der Regionalliga West in die 3. Liga aufsteigen. „Großes Kompliment an die Mannschaft. Am Ende ist es nicht gut ausgegangen, aber so ist Fußball. Hier herrscht eine gute Kulisse im neuen Stadion. Es ist schön hier heraus zu kommen. Wir freuen uns auf die nächsten Heimspiele, aber jetzt ist erst einmal die Enttäuschung da. Dennoch müssen wir jetzt nach vorne gucken“, gab der Torwart die Zielvorgabe aus.

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