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Bremens Sportdirektor zeigte sich nach der peinlichen Niederlage gegen Preussen Münster ebenso enttäuscht wie die Spieler. Vor allem die Einstellung der Bremer stimmte nicht.

Münster. Willkommen auf dem Boden der Tatsachen. Werder Bremen hat sich mit einer 4:2-Pleite gegen Preussen Münster in der ersten Runde des DFB-Pokals blamiert. Nach dem Spiel zeigten sich die Werder-Akteure bitter enttäuscht. Goal.com war dabei.

Kapitän mit Selbstkritik

Clemens Fritz gehörte nach dem Spiel zu den Werder-Akteuren, die in der Mixed Zone versuchten Worte zum Pokal-Aus zu finden. „Wenn man zweimal gegen Münster in Führung geht, dann müssen wir das Ding auch nach Hause fahren“, gab der 31-Jährige zu Protokoll und führte fort: „Wir haben schlecht umgeschaltet und zu große Räume gelassen.“

Stimmung darf nicht kippen

Bremen zeigte sich gegen Münster unorganisiert und zu lässig im Spielaufbau und das, obwohl die Norddeutschen eine gute Vorbereitung spielten. Auf die Frage, ob die Stimmung im Team nun kippen könnte antwortete Fritz folgend: „Das ist der Punkt, das darf nicht passieren.“ Fritz weiter: „Jetzt zeigt sich wie weit wir als Mannschaft sind.“ Überheblichkeit wollte Bremens Rechtsverteidiger nicht abstreiten. „Ich weiß nicht, ob wir uns zu sicher waren. Man sieht jedenfalls, man fährt nicht einfach mal schnell beim Drittligisten vorbei.“

Mielitz und Hunt enttäuscht

Auch Torhüter Sebastian Mielitz äußerte sich nach der Partie. „Es war auch ein bisschen der Hitze geschuldet, aber ich will hier keine Ausrede suchen. Münster hatte das selbe Problem“, sagte Werders Keeper nach Spiel gegenüber den Reportern, gab sich aber gleichzeitig kämpferisch: „Wir sind hingefallen und werden wieder aufstehen.“ Aaron Hunt suchte nach der Niederlage nach Ursachen. „Heute haben wir vor allem in der Ordnung Probleme gehabt“, so Hunt, der seine Enttäuschung nicht verbergen konnte. „Das sind Sachen, die einfach nicht passieren dürfen, wenn wir zweimal führen.“

Klaus Allofs sauer

Bremens Sportdirektor Klaus Allofs ließ seiner Enttäuschung freien Lauf. Dass Bremen zweimal die Führung gegen einen Drittligisten hergab, ägerte ihn besonders. „Was man dann machen muss, ist dem Gegner die Hoffnung zu nehmen. Wir haben aber ein Feuer entfacht.“ Allofs weiter: „Ich bin Profi, ich will in die nächste Runde – dann verteidige ich das mit allen Mitteln, die ich zur Verfügung stehen habe.“ Auch die finanziellen Möglichkeiten der Bremer haben sich durch verschlechtert. „Es ist eine riesen Enttäuschung“, gab Allofs zu und ergänzte: „Wir haben mit ein paar Runden mehr geliebäugelt, das muss ich ehrlich sagen.“

Lob an Matthew Taylor

Freude dagegen auf der Seite des Siegers. Kevin Schöneberg glaubte nach dem Spiel, bei der Hitze sogar konditionelle Vorteile beim Drittligisten bemerkt zu haben. „Wir waren da besser in den letzten Minuten.“ Nun hofft er für sein Team, dass der Pokalerfolg auch Schwung für den Alltag der Preussen bringt. „Wir sind zweimal nach Rückstand zurückgekommen und am Ende steht es 4:2. Ich denke das gibt uns Euphorie für die nächsten Wochen.“ Vor allem bei seinem Kollegen und Dreierpack-Schützen wollte sich Schöneberg bedanken. „Wir hatten heute mit Matthew Taylor einen Spieler vorne, der alles getroffen hat.“

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